Das nach Umsatz berechnete Wachstum der Schweizer Uhrenexporte setzt sich auch im Oktober 2017 weiter fort und beschleunigt sich sogar noch etwas. Damit geht der prognsotizierte Jahresendwert jetzt sogar leiht ins Plus. Der Exportwert ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um satte 9% gestiegen. Aktuell kann davon ausgegangen werden, dass der nach oben gerichtete Trend vorerst anhält und von einer weiterhin positiven Entwicklung einzelner Märkte ausgegangen werden kann.

Das positive Gesamtergebnis zeigt wie nun, anders wie in den Vormonaten, auch in der Fläche über nahezu alle Preisklassen hinweg. Einen geradezu fulminanten Anstieg (+20,3%) erfahren Uhren in der Preisklasse bis etwa 8000 EUR Endkundenpreis. Aber auch die untere Mittelklasse erholt sich mit rund 10% Zuwachs sehr ansehnlich. Das obere Luxussegment setzt die Erholung der letzten Monate in Umsatz und Stückzahl ebenfalls fort.

Allein der Einsteigerbereich bereitet weiterhin wenig Freude. Zwar steigt der Absatz nach Stückzahl, bei jedoch gleichzeitig weiter rückläufigen Umsätzen. D.h. mit anderen Worten, wenn preiswert gekauft wird, dann richtig preiswert.

Betrachten wir die einzelnen Märkte, so setzt sich in Hong Kong nach dem kompletten Absturz die lang ersehnte Erholung fort (+15,8%). Auch der Markt in China (+18,2%) kann sich weiterhin sehr gut behaupten, was in den USA definitiv nicht der Fall ist. Hier zeigt sich der Markt mit -7,3% weiterhin rückläufig. Der Markt in Singapur, der im letzten Monat regelrecht durch die Decke ging, beruhigt sich wieder, meldet mit + 16,6% jedoch ein weiterhin sehr erfreuliches Ergebnis.

Länder Mio. CHF Veränderung in % Anteil in %
Hong Kong 245,2 15,80% 13,30%
USA 183,3 -7,30% 9,90%
China 149 18,20% 8,10%
Japan 132,4 21,70% 7,20%
Vereinigtes Königreich 122,3 1,20% 6,90%
Italien 105 -0,70% 5,70%
Deutschland 96,9 6,10% 5,25%
Singapur 91,6 16,60% 5,00%
Frankreich 81,7 1,20% 4,40%
Vereinigte Arabische Emirate 71,6 13,30% 3,90%
Summe der TOP 10 Länder 1279 7,90% 69,20%

Die Märkte im Vereinigten Königreich, Italien und Frankreich treten weitgehend auf der Stelle und bestätigen damit die Trends der Vormonate. Allein Deutschland kann mit einem Plus von 6,1% erstmals wieder positive Signale aussenden.

Schlussfolgerung:

So lässt sich zusammenfassend sagen, dass das positive Ergebnis im Oktober nun erstmals einem generellen Aufschwung über fast alle Preisklassen hinweg zu verdanken ist. Insbesondere die solide Mittelklasse profitiert diesmal vom wieder erstarkten Trend.

Allerdings gilt das nicht für alle Märkte in gleicher Form. Asien nimmt eindeutig die Rolle des Leaders ein, wohingegen die USA weiter rückläufig sind und Europa auf der Stelle tritt, sehen wir vom erstmaligen Plus in Deutschland seit langer Zeit einmal ab.

Der Einsteigerbereich leidet weiter. Zwar wird dort wieder etwas mehr verkauft, dafür aber immer preiswerter. Den Umsätzen tut das also gar nicht gut, denn sie sinken sogar weiter. Hier rächt sich nun, dass die traditionellen Uhrenhersteller es verabsäumt haben, dem neuen Trend zum Fitnesstracker und zur Smartwatch zu folgen und etwas dagegen zu setzen. Dieses Segment belegen und managen inzwischen ganz eindeutig andere Marktteilnehmer.

Stand 10/2017

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