Die Groupe Financière Richemont musste ihren Surfkurs auf einer nicht enden wollenden Erfolgswelle jäh abbrechen. Die Verkaufszahlen brechen auf wichtigen Exportmärkten – allen voran Hong Kong – zum Teil dramatisch ein. Und um den Abverkauf der großen Lagerbestände nicht zum rufschädigenden Schnäppchenpreis abwickeln zu müssen, haben sich die Verantwortlichen bei Richemont zum Rückkauf dieser Überhänge entschlossen.

Ein ziemlich einmaliger und für einen Unternehmer absolut untragbarer Umstand. Dieser Vorgang belastet das Konzernergebnis 2016 ganz erheblich, sehr zum Leidwesen der Investoren.

Dass angesichts solcher Fehlleistungen nach den Verantwortlichen Ausschau gehalten wird, ist insofern nicht wirklich überraschend. Die Veränderungen des globalen Marktgeschehens kamen schließlich weder über Nacht noch aus heiterem Himmel. Insofern hat der Vorsitzende und Gründer der Groupe Richmont, Johann Rupert, nun die Weichen neu gestellt und einen massiven Umbau des Verwaltungsrates eingeleitet.

Dem künftigen Verwaltungsratsgremium nicht mehr angehören werden Richard Lepeu, Yves-André Istel, Bernard Fornas, Simon Murray, Norbert Platt, Lord Renwick of Clifton, Juergen Schrempp und der Duke of Wellington.

Neu hinzukommen bzw. in die Konzernspitze aufrücken werden Nicolas Bos (als CEO Van Cleef), Burkhart Grund (heutiger Vizefinanzchef), Georges Kern (CEO von IWC) sowie Jérôme Lambert (CEO Montblanc).

Es bleibt abzuwarten, ob es der neuen Besetzung gelingt, den Konzern wieder auf die Erfolgsspur zu führen.

 

 

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