TAG Heuer-Ausstellung: der offizielle Zeitnehmer der Motorsportwelt

Nach dem Erfolg in den letzten drei Jahren, stellt TAG Heuer im vierten Jahr in Folge mehrere außergewöhnliche Fahrzeuge im Rahmen des Internationalen Automobil-Salons in Genf vom 8. bis 18. März 2018 aus.

TAG Heuer ist die einzige Uhrenmarke, die auf der Messe präsent ist; eine einmalige Gelegenheit, die neue Kollektion zu präsentieren und neue Partnerschaften in der Automobilwelt anzukündigen.

TAG Heuer und die Welt des Automobilrennsports stehen in enger Verbindung miteinander. Mit der Entwicklung von Chronographen, welche die Grenzen der Zeitnahme mit einer Genauigkeit auf die 1/10-, 1/100-, 1/1.000- und 5/10.000-Sekunde immer weiter hinausschoben, baute die Marke ein Zusammenspiel der beiden Welten auf einem nie dagewesenen Niveau auf. Nicht zu vergessen, dass Heuer 1969 die erste Uhrenmarke ist, die einen professionellen Rennfahrer fördert: Jo Siffert.

Zur Illustration dieses bemerkenswerten Erbes präsentiert TAG Heuer auf dem 1000m2 großen Stand fantastische Fahrzeuge wie den „Red Bull Racing – TAG Heuer Showcar“ und den „Formel-E Showcar“. Tatsächlich ist TAG Heuer seit 2014 Gründungspartner und offizieller Zeitnehmer in der Formel E.

 

 

5 exklusive Rennsimulatoren, eine für alle Besucher geöffnete Bar, zwei VIP-Salons, ein großer Bildschirm sowie ein Container mit der neuen „Samsung Gear VR“, in dem die verschiedenen Welten von TAG Heuer gezeigt werden, sorgen während der gesamten Dauer der Messe für Begeisterung am Stand.

 

 

Außerdem können die Besucher in einem Pop-Up-Store eine TAG Heuer-Boutique erleben. Dort wird die neue Uhrenkollektion präsentiert, insbesondere die TAG Heuer Connected Modular 45 und die ganz neue 41, ohne die jüngste Neuauflage der berühmten Monaco zu vergessen mit dem legendären blauen, quadratischen Zifferblatt und linksseitiger Krone, deren Original Steve McQueen 1971 bei den Dreharbeiten zum Film Le Mans trug.

 

Die Pressekonferenz am 7. März um 11.30 Uhr mit Jean-Claude Biver, TAG Heuer-CEO und Präsident der Uhrensparte des LVMH-Konzerns findet zusammen mit mehreren Persönlichkeiten aus der Automobilwelt statt.

 

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Jean-Claude Biver spricht über Qualität und die Bedeutung der Baselworld

Jean-Claude Biver über herausragende Premieren, die Qualitäten einer Uhr und die Bedeutung der Baselworld.

„Qualität ist die Summe ihrer Teile“

Baselworld: Was war die wichtigste Premiere Ihres Lebens?

Jean-Claude Biver: Die wichtigste Premiere meines Lebens war zweifellos 1983 die erste Uhr mit Mondphase und Kalender von Blancpain. Die zweite wichtige Premiere war die Big Bang von Hublot und zum Glück gibt es noch eine dritte – nämlich die Defy 21 von Zenith.

Baselworld: Welche wichtige Premiere werden wir auf der Baselworld 2018 erleben?

Jean-Claude Biver: Die Defy Inventor von Zenith, die Ferrari Techframe II von Hublot und die Grand Carrera 2018 von TAG Heuer.

Baselworld: Woran erkennen Sie die Qualität einer Uhr?

Jean-Claude Biver: Auf eine Uhr haben Design, Material, Verarbeitung und Uhrwerk einen Einfluss. Man kann die verschiedenen Anteile der Qualität, die damit erwähnt sind, nicht unterscheiden. Denn das Produkt und seine Qualität sind die Summe ihrer Teile. Klar, dass bei verschiedenen Modellen bei jeder Marke das eine oder andere Element eine größere Rolle spielt. Aber insgesamt müssen fast alle Anteile gleichermaßen im Produkt vertreten sein.

Baselworld: Die Baselworld bietet Gelegenheit, Menschen aus der ganzen Welt zu treffen. Warum ist das in digitalen Zeiten besonders wichtig?

Jean-Claude Biver: Je mehr man sich mit Leuten digital verknüpft, desto wichtiger werden der Augenkontakt und der persönliche Kontakt. Das gibt Veranstaltungen wie der Baselworld ihren Sinn und ihre Wichtigkeit.

 

Zur Person:

„Bevor man nicht in der Firma geschlafen hat, kennt man sie nicht wirklich.“ Jean-Claude Biver hat das absolute Gespür für die DNA von Uhren-Marken und versteht es wie kein Zweiter, sie wieder zum Blühen zu bringen. Nach der Wiederbelebung von Blancpain und Stationen bei Omega und Hublot führt er seit 2014 die Uhren-Division des Luxuskonzerns LVMH (TAG Heuer, Hublot und Zenith).

 

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Kim-Eva Wempe über Qualität und Schmuckpremieren

„Qualität sieht und spürt man“

 

Kim-Eva Wempe über Qualität und Schmuckpremieren. Und darüber, wen sie auf der nächsten Baselworld gern treffen würde.

Baselworld: Was war die wichtigste Premiere Ihres Lebens?

Kim-Eva Wempe: Die Schmucklinie „Cosmora by Kim“, inspiriert von Metropolen rund um die Erde, besteht aus dreizehn fantastischen Ring-Unikaten. Ich liebe nicht nur diese Haute-Joaillerie-Meisterwerke, sondern erinnere mich auch gern an ihre Premiere 2014 in Berlin. Um die Ringe den Journalisten zu präsentieren, haben wir zwölf verschiedene Inszenierungen geschaffen und in Mitte das Kaufhaus Jandorf in eine magische Welt verwandelt.

Baselworld: Welches erste Mal, welche Premiere steht bei Ihnen noch aus?

Kim-Eva Wempe: Mit meinem Youngtimer die erste Rallye zu fahren. Ich weiß nur noch nicht, welche! Denn mein Fiat Spider Volumex ist noch recht jung, sodass ich zum Beispiel nicht an der Mille Miglia teilnehmen darf. Solange ich also nach einem passenden Event Ausschau halte, hat mein Cabriolet nur Ausfahrt in Hamburg.

Baselworld: Woran erkennen Sie Qualität?

Kim-Eva Wempe: Das sieht und spürt man an der Verarbeitung: Aus exzellentem Handwerk entsteht echte Qualität, die sich ganz besonders auch in der Liebe zum Detail offenbart.

Baselworld: Welche menschlichen Qualitäten schätzen Sie besonders?

Kim-Eva Wempe: Verantwortungsbewusstsein!

Baselworld: Was macht die Qualität einer Uhr oder eines Schmuckstücks aus?

Kim-Eva Wempe: Qualität entsteht aus dem Uhrmacherhandwerk und aus der Goldschmiedekunst im Zusammenwirken mit hochwertigen Materialien, wie zum Beispiel Gold und Platin, Diamanten oder Smaragden. Und auch die Idee, also das Design, trägt zur Qualität wesentlich bei.

Baselworld: Wen würden Sie gern einmal (auf der Baselworld) treffen? Und warum?

Kim-Eva Wempe: Ich würde mich gerne mit dem Designer Marc Newson unterhalten. Er hat die Apple Watch mitgestaltet und hat zuvor Varianten der faszinierenden „Atmos“ von Jaeger-LeCoultre entworfen. Denn er war wohl schon als Kind von mechanischen Uhren beeindruckt, begeisterte sich als Jugendlicher für Patek Philippe und ultraflache Uhren von Piaget. Diese Spannung zwischen Moderne und Mechanik interessiert mich: Was hat ihn bei der Apple Watch inspiriert? Hat ihn hier auch das traditionelle Uhrmacherhandwerk beeinflusst? Das sind Fragen, die ich gerne mit ihm diskutieren würde.

Baselworld: Wie bereiten Sie sich auf die Baselworld 2018 vor?

Kim-Eva Wempe: Sehr nüchtern: mit Statistiken und Verkaufszahlen. Bevor ich zur Baselworld fahre, muss ich wissen, was bei unseren Kunden besonders gut ankam, was in unserem Sortiment ergänzt werden sollte und welches Einkaufsvolumen wir planen. Inspirationen und Ideen suche ich meist im Vorfeld der Messe auf Reisen.

 

Zur Person:

Kim-Eva Wempe leitet seit 2003 in vierter Generation die Geschicke des gleichnamigen traditionsreichen, international agierenden Hamburger Juwelierhauses, das 1878 gegründet wurde.

 

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Thierry Stern: „Ich freue mich stets auf die Zukunft!“

Thierry Stern über Qualität, die Premieren auf der Baselworld 2018 und die neue Generation von Kunden.

Baselworld: Welche Premiere kann man nur auf der Baselworld 2018 erleben?

Thierry Stern: Die komplette Kollektion „Seltene Handwerkskünste“ wird nur während dieser Messe gezeigt. Diese exklusiven und einzigartigen Uhren werden normalerweise unmittelbar vor der Eröffnung der Messe fertiggestellt, danach verlassen sie unsere Ateliers und werden ausgeliefert. Die Baselworld bietet also die seltene Gelegenheit, diese erstaunliche Kollektion zu sehen.

Baselworld: Wie bereiten Sie sich auf die Baselworld 2018 vor?

Thierry Stern: Es ist immer sehr intensiv, da alles erst in der letzten Minute fertig wird. Aber es ist eine Zeit voller positiver Energie für mich und das Team, das an der Messe beteiligt ist.

Baselworld: Was bedeutet Qualität für Sie persönlich?

Thierry Stern: Qualität bedeutet alles für mich. Dies ist einer unserer wichtigsten Werte als Unternehmen. Und für unsere Kunden ist Qualität ein wesentlicher Bestandteil einer Uhr.

Baselworld: Gibt es jemanden, dem Sie in Ihrem Leben gerne begegnen würden? Welche Frage würden Sie dieser Person stellen?

Thierry Stern: Ich würde gerne unseren Kunden der Zukunft treffen … der, den wir in vielleicht 20 Jahren haben. Ich würde mit dieser neuen Generation über Uhren sprechen, um zu erfahren, wie sie denkt und was sie mag, um mich für künftige Kreationen inspirieren zu lassen. Das ist meine Leidenschaft und ich freue mich stets auf die Zukunft!

 

Über Patek Philippe

Die traditionsreiche Manufaktur Patek Philippe wurde 1839 gegründet und wird seit 1932 von der Inhaberfamilie Stern geführt. Seit 2009 ist Thierry Stern der Präsident des Familienunternehmens. Unter seiner Leitung verbindet sich überlieferte Handwerkskunst mit innovativen Materialien und neuen Technologien. Das Ergebnis sind Uhren, die als die begehrtesten der Welt gelten.

 

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Die Jahresbilanz 2017 der Schweizer Uhrenexporte

Gesamtsituation

Die Ergebnisse der Schweizer Uhrenexporte des Jahres 2017 liegen vor und lassen einen verhaltenen Optimismus aufkommen. Haben die Exporte über das gesamte Jahr hinweg, in Bezug auf den erwirtschafteten Umsatz, wieder an Fahrt gewonnen, so schwächst sich der Anstieg im Dezember bereits wieder etwas ab.

 

Der Schwung lässt bereits im Dezember wieder nach. In Summe beträgt der Zuwachs bei Uhren nur noch 0,1%

Im Dezember beläuft sich der Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat lediglich auf 0,7% und ist weniger den Uhren geschuldet, die nur noch 0,1% zulegten, sondern vielmehr der Kategorie „Sonstige“, die etwas mehr Rückenwind entfalten konnte.

 

Über das Jahr gerechnet ergibt sich bei Uhren ein Umsatzplus von 2,9%, begleitet von einem Stückzahlminus von 4,3%

Sieht man sich die einzelnen Preiskategorien etwas genauer an, so wird immer offensichtlicher, dass die Schweizer Uhrenindustrie in der unteren Preiskategorie bis 200 EUR, was einem Verkaufspreis von 500 – 600 EUR entspricht, eine immer geringere Bedeutung einnimmt.

 

Unteres Preissegment

Da in diesem Preissegment vornehmlich Quarzuhren gelistet sind, zeigt eine Grafik von Bloomberg den Niedergang dieser Kategorie. Im Vergleich zu 1993 beträgt das heutige Volumen mit rund 17 Mio. Einheiten weniger als die Hälfte dessen, was zu Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1993 noch ausgeliefert wurde.

 

Quelle: Bloomberg

 

Deutlich besser ist es um das mittlere Preissegment bestellt. Dort haben wir es vornehmlich mit mechanischen Uhren zu tun, die den durch die neuen smarten Uhren ausgelösten Verwerfungen bislang einigermaßen standhalten können.

 

Entwicklung der Umsätze

 

Das Exportvolumen erhöht sich in 2017 leicht von 19,4 auf 19,9 Mrd. CHF

 

Die Gesamtbilanz zeigt ein Ergebnis von 19,9 Mrd Schweizer Franken und verfehlt damit die magische Zielmarke von 20 Mrd CHF nur ganz knapp. Im Vorjahr belief sich der Jahresendwert auf 19,4 Mrd. CHF, so dass sich ein Umsatzanstieg von 2,6% errechnet. Werden allein die ausgelieferten Uhren betrachtet, beträgt der Zuwachs 2,9%.

Allerdings wachsen auch hier die Bäume nicht mehr in den Himmel. Einige Hersteller haben aus den Misserfolgen der Jahre 2015 und 2016 gelernt und erinnern sich nun wieder an etwas bodenständigere und preiswertere Modelle. Die SIHH 2018 bildete hierfür den Auftakt. Das scheint der Kunde zu honorieren. Letztlich haben es auch die Premium-Uhren in der Preisklasse jenseits von 3000 CHF (Verkaufspreis > 8000 EUR) nicht leicht. Das Interesse dort bleibt weiterhin gedämpft. Die Hersteller müssen froh sein, wenn sie ihr Niveau halten können. Und wenn ein Hersteller frohlockt, seinen Marktanteil ausgebaut zu haben, dann geht das zu Lasten eines Wettbewerbers. Hier schenkt keiner dem jeweilig anderen mehr etwas.

 

Der Abwärtstrend ist fürs Erste gestoppt

Analyse der wichtigsten Märkte

Letztlich stört und erschwert auch die neue Art des Einkaufs die in der Vergangenheit gepflegte vornehme Zurückhaltung und Verschwiegenheit. Der moderne Kunde ist – dem Smartphone sei Dank – jederzeit bestens informiert und kann heute auch weitgehend problemlos grenzüberschreitend einkaufen. Das Internet und das moderne Online-Shopping eröffnen ungeahnte Möglichkeiten.

 

Außer in Asien und in UK bleibt die Marktentwicklung weiterhin verhalten bis schwach, mit weiterem Rückgang in den USA

 

Sieht man sich die einzelnen Märkte genauer an und vergleicht die Entwicklung mit den Vorjahren, so wird einmal mehr die starke Abhängigkeit der Uhrenhersteller vom asiatischen Markt sichtbar. Die geringen Zuwächse sind im Wesentlichen diesen Märkten sowie dem Vereinigten Königreich zu verdanken. Andere große und wichtige Märkte stagnieren entweder oder sind – wie das Beispiel USA zeigt – trotz guter Konjunktur weiterhin rückläufig. Das ist ein gefährliches Signal und dieses Phänomen sollte in so mancher Chefetage sehr sorgfältig analysiert werden.

 

Einschätzung

In verschiedenen Publikationen werden die in 2017 eingefahrenen Ergebnisse bereits gefeiert und der Eindruck verbreitet, alles wäre wieder im Lot.

Wie die verschiedenen Auswertungen und grafischen Darstellungen zeigen, erscheint eine vereinfachte und lediglich auf oberer Ebene subsummierte Sichtweise jedoch zu eindimensional und zu kurzsichtig.

Es zeigt sich eine immer größer werdende Abhängigkeit der Uhrenhersteller von:

  • den Märkten in Asien, allen voran Hong Kong und China
  • hochwertigen und damit teuren mechanischen Uhren

Das kann gut gehen, muss aber nicht. Und weiteres Wachstum ist schon wegen des anhaltenden Abschwungs bei den preiswerteren Quarzuhren kaum zu erwarten. Gleichzeitig wächst jene Klientel, die auch in Zukunft bereit ist, tausende von Euros für hochwertige Uhren zu bezahlen, nicht beliebig an. Der Markt ist weitgehend gesättigt und der weitere Verlust von Marktanteilen in den USA setzt – trotz Hochkonjunktur – ein Zeichen.

 

Ausblick

Unverständlich bleibt, weshalb die Schweizer Uhrenindustrie sich dem Trend der preiswerten, immer intelligenter werdenden Uhren weiterhin standhaft verweigert und nicht einmal ansatzweise versucht, die Rückgänge bei den Quarzuhren durch smarte Technologien zu kompensieren. Stattdessen überlässt man das Geschäft anderen, zumeist branchenfremden Anbietern wie Apple, Garmin, Huawei oder Samsung, die mit immer besserer Qualität und erweitertem Nutzen schon so manchen Träger selbst einer teuren Uhr zum Nachdenken bringen.

Dieser Markt weist jährliche Steigerungsraten von 15 – 20% auf. Das aktuelle Marktvolumen von 115 Mio. Einheiten / anno wird sich nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens IDC bis zum Jahr 2021 mithin verdoppeln. Apple hat Rolex als umsatzstärksten Uhrenhersteller der Welt bereits vom Thron gestoßen.

Stand 12/2017

 

Links:

 

 

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