Die Fachmesse EPHJ-EPMT-SMT für Hochpräzision in Genf vom 20. – 23. Juni 2017

Die Fachmesse EPHJ-EPMT-SMT kennt keine Konjunkturflaute, so lautet der selbstbewußte Arbeitstitel der diesjährigen Messe für Hochpräzisionstechnik, die vom 20. – 23. Juni 2017 in Genf wieder in der Palexpo stattfindet.

Mit nahezu genauso vielen angemeldeten Ausstellern wie 2016, setzt die wichtigste Fachmesse der Schweiz wie gewohnt ihre Mission fort, die Entwicklung und das Know-how der Präzisionstechnikbranche zu begleiten, sei es die Uhrmacherkunst, Mikrotechnologie oder Medizintechnik.

In weniger als vier Wochen öffnen die Messehallen der Palexpo in Genf für die Fachmesse EPHJ-EPMT-SMT ihre Pforten. Die Messe hat sich zu einem Muss und Stelldichein für alle Branchen der Hochpräzisionstechnik entwickelt. Dies betrifft insbesondere alle Vorstufen des Fertigprodukts in den Sparten Uhrmacherkunst und Schmuck sowie Mikrotechnologie oder Medizintechnik.

Trotz eines schwierigeren Marktumfeldes und zahlreicher Ungewissheiten, messen die in diesen drei Sparten tätigen Unternehmen dem Messetermin eine große Bedeutung bei.

Wie in jedem Jahr leisten die Organisatoren mit der Veranstaltung zweier Runder Tische, die dem Einsatz neuer Materialien oder ihrer innovativen Bearbeitung sowie dem neuen Entwicklungsmodell der Schweizer Uhrenbranche gewidmet sind, einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Uhrmacherkunst/Schmuck-Branche (EPHJ). Es werden mehrere branchenweit bekannte Persönlichkeiten, wie beispielsweise der Uhrmachermeister Dominique Renaud, bei Diskussionen zugegen sein.

Neuheiten aus der Technologie und Mikrotechnologie (EPMT) sind ein weiterer Schwerpunkt der auf dem Programm stehenden Runden Tische, mit vielversprechenden Gesprächen über 3D-Druck, die vielversprechenden Verheißungen des 4D-Drucks oder auch völlig neuartiger Lasertechnologien. Es sei auch erwähnt, dass diese Sparte erstmals eine japanische Ausstellerdelegation von 6 Unternehmen aus der in der Mikrotechnologie spezialisierten Region „Greater Nagoya“ begrüßen wird.

Für die Medizintechnikbranche (SMT) ist die EPHJ-EPMT-SMT Messe heute schließlich das wichtigste MedtechForum der Schweiz. Für diese Sparte wird ein von BioALps und der Inartis Stiftung organisierter Schwerpunkt das Westschweizer Health Valley präsentieren. Das so genannte Tal der Biowissenschaften konzentriert 935 Unternehmen, 25.000 Arbeitsplätze und 5.000 Wissenschaftler in einer Region, die weltweit eine der dynamischsten ist. Manche seiner Vertreter werden als Aussteller vor Ort sein und es wird auch ein spezieller Runder Tisch „Health Valley“ organisiert.

Den Organisatoren liegt ganz besonders die Unterstützung der vielversprechenden neu gegründeten Unternehmen am Herzen. Deshalb haben sie einen eigenen Bereich für Start-ups ins Leben gerufen, wo die Nachwuchsunternehmer der Präzisionstechnikbranche hochwillkommen sind.

Mit dem Ausstellerpreis „Grand Prix des Exposants 2017“ räumt die EPHJ-EPMT-SMT Messe dem Thema Innovation erneut einen besonderen Stellenwert ein. Der Preis zeichnet das innovativste der zahlreich eingereichten Projekte aus.

Dem Fachbesucher bietet die EPHJ – EMPT – SMT:

•        Kostenlose Eintrittskarten für alle Messetage

•        Zugang zu Konferenzen und Runde Tische (Platzreservierung auf Anfrage)

•        Kostenloses Zugticket in Genf und Umgebung

•        20% Rabatt auf Züge in der Schweiz

•        Welcome Kit: Messekatalog, Stadtführer, Karten

Bei Interesse an einem Besuch können Sie sich gerne unter „BESUCHER ANMELDUNG“ registrieren: http://www.ephj.ch/de/

 

Die Fachmesse EPHJ-EPMT-SMT findet vom 20. bis 23. Juni 2017 in Genf – Palexpo statt.

 

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Eterna und Corum: Es mag keine Ruhe aufkommen

Bei Corum und Eterna rumort es gewaltig. Der bisherige CEO von Corum, Davide Traxler, der sich interimsweise auch um die Geschicke der glücklosen Schwesterfirma Eterna kümmern sollte, verlässt das Unternehmen.

Das ist umso überraschender, als Traxler es war, der Corum voranbrachte und im vergangenen Jahr – völlig entgegen dem gegenwärtigen Trend – ein Umsatzwachstum von 38% auf CHF 50 Mio. berichten konnte. Corum war damit zurück im profitablen Bereich.

Nun sollte er sich parallel auch bei Eterna einbringen. Beide Unternehmen, Eterna und Corum gehören der chinesischen Citychamp Watch & Jewellery Group, mit dem Investor Hon Kwok Lung an der Spitze. Eterna ist bereits seit geraumer Zeit in Schieflage, was zuletzt dazu führte, dass laufende Verbindlichkeiten nicht mehr oder nur noch unzureichend bedient wurden. Das Unternehmen ist damit nahe an die Zahlungsunfähigkeit geraten und die Reputation hat erneut gelitten.

Traxler sollte, nachdem der chinesische Investor weitere finanzielle Unterstützung zugesagt hat, alle Verbindlichkeiten regeln und Eterna wieder neuen Schwung verleihen. Dazu kommt es jetzt nicht mehr, obgleich Hon Kwok Lung erst noch in einem kürzlich geführten Interview gegenüber der Neuen Züricher Zeitung bekundet hatte, Uhren wären seine Leidenschaft.

Traxler hat das Unternehmen verlassen. Die wahren Hintergründe sind undurchsichtig. Welche Strategie der chinesische Eigentümer verfolgt, ist nicht ersichtlich. Es bleibt abzuwarten, was jetzt weiter passiert und wie eine Nachfolgereglung an der Spitze von Corum und Eterna aussehen wird.

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Aktionärsversammlung 2017 bei der Swatch Group

Anlässlich der Generalversammlung bei der Swatch Group am vergangenen Dienstag hat der Vorstand versucht, die Aktionäre in Bezug auf die Zukunft des Unternehmens zu beruhigen. Innovationen seien in der Pipeline und die Arbeitsplätze bleiben erhalten, so hieß es.

In einem schwierigen Marktumfeld ist der Nettogewinn der Gruppe um fast die Hälfte eingebrochen, aber die Erholung sei bereits in Sichtweite. Mit diesen Worten versuchte das Management der Swatch Group die Aktionäre zu beruhigen.

Aber trotz des schon fast unerschütterlichen Optimismus, welchen Nick Hayek als Präsident der Swatch Group an den Tag legt, bleiben die Aussichten für die Uhrenbranche reichlich vage.

Die Swatch Group verfolgt dennoch die feste Absicht, Arbeitsplätze in schwierigen Zeiten zu erhalten und auch keinen verschärften Druck auf Geschäftspartner oder Kunden auszuüben“, postolierte Nayla Hayek vor 3465 anwesenden Aktionären im Velodrome von Grenchen (SO).

Im zurückliegenden Jahr sank der Nettogewinn der Swatch Group um 47% auf 593 Millionen Franken. Der Umsatz sank um 10,6% auf 7,55 Milliarden Franken. Das operative Ergebnis fiel um 44,5% auf CHF 805 Mio. Das Ebit sank damit um 6,5 Punkte auf 10,7%; ein für die erfolgsverwöhnte Luxusgüterbranche ungwöhnlich schlechter Wert.

Die rückläufige Performance bekommen nun auch die Aktionäre zu spüren. Sie erhalten eine Dividende von CHF 6.75 pro Inhaberaktie und CHF 1,35 pro Namensaktie in diesem Jahr. Dies entspricht einem Rückgang von 10% gegenüber dem Vorjahr. Das sei ausgesprochen wenig, im Vergleich zum Rückgang des Ertrages um 47%, fügte Nayla Hayek hinzu.

Die Swatch Group sieht dennoch Grund für Optimismus und verwehrt sich gegen Tendenzen, nur noch Schwarzmalerei zu betreiben. „Was zählt, sei nicht nur das vorliegende Ergebnis, sondern ebenso die Planung und die Realisierung. Und das laufende Jahr 2017 stecke noch voller Möglichkeiten“, führt Nick Hayek weiter aus. Aktuelle und bereits laufende Produkte würden erneuert oder überarbeitet und völlig neue Dinge stünden kurz vor ihrer Marktreife, kündigte er weiter an.

Wir dürfen gespannt sein.

 

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Deutsches Uhrenportal

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Schweizer Uhrenexporte im April 2017: Das Minuszeichen dominiert die Szene

Etwas Hoffnung kehrt zurück. Obgleich der April 2017 drei Arbeitstage weniger aufwies, erreichten die Schweizer Uhrenexporte einen Wert von 1,5 Milliarden Franken. Mit einem Rückgang von -5,7% wurde ein besseres Ergebnis erreicht als zunächst erwartet worden war. Der Trend folgt damit den bereits vom Monat März berichteten Zahlen. Im Querschnitt der ersten 4 Monate errechnet sich ein Minus von „nur noch“ -3,6%.

Die wichtigsten Exportmärkte zeigten im April ein extrem ambivalentes Bild. Die noch im März vermutete Hoffnung einer Stabilisierung des Marktes in Hongkong, hat sich nicht bestätigt. Ein erneuter Rückgang um -16,8% zeigt, dass der Abschwung noch nicht abgefangen werden konnte. Auch der unerwartet hohe Rückgang in den USA mit -19,0% zeigt, dass die Märkte von einer Beruhigung und Stabilisierung noch ein ganzes Stück weit entfernt sind.

Ganz anders die Situation hingegen in China, wo mit einem Anstieg von + 38,9% der einstige Optimismus zurückzukehren scheint. Damit ist das Niveau von 2015 nahezu wieder erreicht. Auch das Vereinigte Königreich konnte mit einem Anstieg von satten 30,0% erneut überdurchschnittliches Wachstum melden. Dagegen blieben die Märkte in Japan (-7,3%) Italien (-13,4%) und Deutschland (-5,3%) im deutlich negativen Bereich.

 

Länder Mio. CHF Veränderung in % Anteil in %
Hong Kong 180,9 -16,80% 11,80%
USA 156,1 -19,00% 10,20%
China 124,8 38,90% 8,10%
Vereinigtes Königreich 109,9 30,00% 7,20%
Japan 103,3 -7,30% 6,70%
Italien 89,2 -13,40% 5,80%
Summe der 6 Länder 764,2 -4,30% 49,90%

 

Nach wie vor ist ein großes Überangebot an Ware im Umlauf und der Graumarkt entwickelt sich zum Leidwesen der Hersteller prächtig. Die in den letzten Jahren von zahlreichen Uhrenherstellern aufgebauten Überkapazitäten rächen sich jetzt.

 

 

Uhren mit einem Exportpreis von unter 200 Franken haben im Vergleich zum Vorjahresmonat einen regelrechten Absturz erfahren. Ihr Umsatz sank um 21,8% gegenüber April 2016. Uhren, die sich im Preisgefüge zwischen 200 und 500 CHF (Exportpreis) bewegen, halten sich – wie bereits in den Vormonaten berichtet wurde – vergleichsweise stabil; der Rückgang mit -2,6% verhielt sich moderat. Oberhalb von 500 CHF bewegen sich die Verluste in allen Kategorien bei rund -4,5%.

Uhren mit Gehäusen aus Edelmetall waren auch diesmal wieder am stärksten von der rückläufigen Nachfrage betroffen. Auf der anderen Seite können Uhren in Gold-Stahl Ausführung mit einem Zuwachs von +6,2% punkten. Bi-Color-Modelle können sich somit als neue Trendsetter etablieren. Ebenfalls einen starken Rückgang erfahren hingegen Modelle aus sonstigen Metallen und Werkstoffen, wie Titan oder Keramik.

Die Krise, so zeigen die ersten 4 Monate des Jahres, ist damit noch längst nicht zu Ende, wenngleich der Schmerz an der ein oder anderen Stelle etwas nachzulassen beginnt und sich eine gewisse Stabilisierung auf niedrigerem Niveau abzeichnet.

Stand 05/2017

 

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Groupe Richemont: Drastischer Gewinneinbruch

Richemont hat ein schwieriges Geschäftsjahr 2016/2017 durchlaufen, das Nettoergebnis ist um 46% auf 1,21 Milliarden Euro (1,31 Milliarden Franken) gefallen.

Das Ergebnis für das jeweils bis Ende März laufende Geschäftsjahr wurde durch die Fusion von Net-a-Porter und Yoox zusätzlich belastet. Ohne diesen Sondereffekt hätte der Rückgang rund 25% betragen.

Der Umsatz fiel um 4% auf 10,65 Mrd. Euro. Der operative Gewinn ist gegenüber dem Vorjahr um 14% auf 1,76 Milliarden Euro gesunken. Die Umsatzrendite reduzierte sich damit auf rund 16%.

Der Bereich Schmuck bei Richemont (Cartier, Van Cleef & Arpels) ging um 2% zurück, wohingegen Uhren (Vacheron Constantin, Baume & Mercier, Jaeger-LeCoultre, Piaget, IWC und Lange & Söhne) Verluste von 11% hinnehmen mussten.

Trotz der negativen Geschäftsentwicklung schlägt der Verwaltungsrat eine Erhöhung der Dividende um CHF 0,20 auf dann CHF 1.80 pro Aktie vor. An der Börse wurde die Richemont Aktie mit einem Verlust von 5% abgestraft.

„Richemont hat ein schwieriges Jahr hinter sich“, formulierte der Vorsitzende Johann Rupert. In einem Gespräch mit der Presse, sprach er als Maßnahmen den Rückkauf von Aktien sowie die weitere Optimierung und Reduzierung von Verkaufspunkten an. In Anbetracht des schwierigen Marktumfelds, hatte Richemont zudem beschlossen, etwa 200 Arbeitsplätze in La Côte-aux-Fées (NE) in Genf und dem Vallée de Joux (VD) abzubauen. Das Management von Richemont wird zudem komplett umgebaut, der Vorstand erheblich abgespeckt und verjüngt.

Der ehemalige CEO von IWC Schaffhausen, Georges Kern, übernimmt im Konzern die Leitung des neue eingerichteten Funktionsbereichs Uhren sowie Marketing and Digitale Transformation. Kern spielt damit in der oberen Liga der Uhren­industrie. Insgesamt 9 Marken, von Piaget, Vacheron Constantin, Panerai, Baume & Mercier, Jaeger-LeCoultre, Roger Dubuis, A. Lange & Söhne bis IWC sind ihm dann unterstellt.

Um die Tragweite des Konzernumbaus zu verstehen, hat Richemont-Präsident Johann Rupert für den abtretenden Konzern-CEO Richard Lepeu keinen Nachfolger ­ernannt. Rupert steht dem Konzern nun selbst vor und verlässt sich auf Kern und den bisherigen CEO von Montblanc, Jérôme Lambert, der Head of Operations und Chef all jener Marken wird, die außerhalb der Sparte Uhren oder Schmuck positioniert sind.

Johann Rupert ist zusätzlich Verwaltungsratspräsident der von seiner Familie kontrollierten Holding Remgro, welche unter anderem die Schweizer Privatklinikgruppe Hirslanden besitzt. Über die von der Familie Rupert kontrollierte luxemburgische Reinet Investments S.C.A. hält die Familie gleichzeitig Aktien im Wert von vier Milliarden Franken an British American Tobacco und verdient so durch Dividenden in dreistelliger Millionenhöhe am gesundheitsschädlichen Zigarettenkonsum mit. Die „Lungenliga Schweiz“ sieht darin einen nicht argumentierbaren Interessenkonflikt.

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