GPHG 2017, Grand Prix D´Horlogérie De Genève

Am 8. November 2017 fand die große Preisverleihungsgala für den 17. GRAND PRIX D’HORLOGERIE DE GENEVE ( GPHG ) im Grand Théâtre von Genf statt.
Die höchste Auszeichnung, der „Aiguille d’Or“ (Goldener Zeiger) wurde in diesem Jahr an Chopard für das Modell L.U.C Full Strike Watch verliehen.

Weiterhin wurden die Firmen Zenith, Vacheron Constantin, Van Cleef & Arpels, Voutilainen, Ulysse Nardin, Tudor, Parmigiani, Longines, Greubel Forsey, Chanel and Bvlgari mit Auszeichnungen bedacht, welche während der feierlichen Preisverleihung durch Edouard Baer and Lauriane Gilliéron an die jeweiligen CEO´s übergeben wurden.

 

 

Die Liste der Gewinner des Jahres 2017 für die einzelnen Kategorien sieht im Einzelnen so aus:

  • “Aiguille d’Or” (Goldener Zeiger) Grand Prix: Chopard, L.U.C Full Strike
  • Innovationspreis: Zenith, Defy Lab
  • “Revival” Preis: Longines, The Longines Avigation BigEye
  • Ladies’ Watch: Chanel, Première Camélia Skeleton
  • Ladies’ High-Mech: Van Cleef & Arpels, Lady Arpels Papillon Automate
  • Men’s Watch: Bvlgari, Octo Finissimo Automatic
  • Chronograph Watch: Parmigiani Fleurier, Tonda Chronor Anniversaire
  • Tourbillon Watch: Bvlgari, Octo Finissimo Tourbillon Skeleton
  • Calendar Watch: Greubel Forsey, Quantième Perpetuel à Équation
  • Travel Time Watch: Parmigiani Fleurier, Toric Hemisphères Rétrograde
  • Mechanical Exception: Vacheron Constantin, Les Cabinotiers Celestia Astronomical Grand Complication 3600
  • “Petite Aiguille” (Kleiner Zeiger): Tudor, Black Bay Chrono
  • Sports Watch: Ulysse Nardin, Marine Regatta
  • Jewellery Watch: Chopard, Lotus Blanc Watch
  • Artistic Crafts Watch: Voutilainen, Aki-No-Kure
  • Special Jury Preis: Suzanne Rohr and Anita Porchet

 

 

Es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass auch in diesem Jahr zahlreiche renommierte Hersteller von Luxusuhren sich diesem Wettbewerb aus verschiedenen Gründen nicht stellten. Dazu zählen beispielsweise Rolex, Patek Philippe oder auch die Swatch Group mit ihren diversen High-End Marken. Insofern bildet das Ergebnis nicht unbedingt einen repräsentativen Querschnitt des Marktes ab.

 

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Breaking News: Baselworld 2018 mit nur noch der Hälfte der Aussteller

Die Party scheint nun endgültig vorbei. Zwar glauben einige Verantwortlichen in der Uhrenbranche noch immer, dass nach den schwachen Jahren 2015 und 2016 es nun wieder kontinuierlich nach oben geht und mithin das Schlimmste überstanden scheint, dass dem jedoch nicht so ist, zeigen die alarmierenden Signale, die von der Messeleitung für die Baselworld 2018 ausgesendet werden.

Nur noch halb soviele Aussteller wie in 2017 werden erwartet. Von 1.300 Ausstellern in 2017 auf nur noch 600 – 700 in 2018. Das entspricht einem Minus von 50% und so etwas gab es in dieser Form noch nie.

Die Ursachen sind vielfältiger Natur und wurden an dieser Stelle schon mehrfach publiziert. Was jedoch von Jahr zu Jahr immer grotesker wird, dass sich die Schweiz, als vergleichbar kleines Land auf dem Globus, es sich noch immer leistet, binnen weniger Wochen gleich zwei Messen zum Thema Uhren abzuhalten. Die eine im Süden der Republik – die SIHH in Genf – und wenig später die ausblutende Baselworld, ganze 250 km weiter nördlich.

Aber offensichtlich geht es immer noch zu gut, um sich ein derartiges Schauspiel, mit doppeltem Aufwand, leisten zu können. Das Tal der Tränen scheint noch nicht erreicht zu sein, zumindest für die Veranstalter. Für Hoteliers und die umliegende Restauration vermutlich schon, denn hier wird es zu massiven Umsatzeinbußen führen, soviel ist sicher.

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10 Jahre Munichtime und was nun?

In diesem Jahr feierte die Munichtime ihr 10-jähriges Bestehen. Da war der Besucher natürlich gespannt, was ihn Besonderes erwartet. Und wer da tatsächlich etwas erwartet hatte, sah sich ziemlich enttäuscht. Weder war von besonderen Feierlichkeiten etwas zu spüren, noch kam der Besucher in den Genuß sonst irgendwelcher Neuigkeiten oder Besonderheiten, verglichen mit den vorangegangenen Jahren.

Im Gegenteil: Die Organisatoren der Munichtime scheinen von den Veränderungen in der Uhrenindustrie sichtlich erfasst und beeindruckt zu sein und begegnen diesen mehr mit Ratlosigkeit, denn die Flucht nach vorne zu ergreifen.

Wie bereits in den letzten 3 Jahren setzte sich der Abgesang der verlustig gegangenen Uhrenmarken fort. Seitens der Groupe Richemont sagte selbst der bisher treue Premium-Aussteller Jaeger Le-Coultre die diesjährige Teilnahme ab. Vacheron Constantin war bereits im letzten Jahr abhanden gekommen. Verblieben sind A. Lange & Söhne, IWC, Montblanc und Panerai. Auch LVMH, mit seinen Marken Bulgari, Hublot, TAG Heuer und Zenith, glänzt durch Abwesenheit und Tudor kehrte der Veranstaltung ebenfalls schon im Vorjahr den Rücken. Audemars Piguet sowie die Swatch Group stehen schon länger nicht mehr auf der Liste der Aussteller.

Schade auch, dass einige deutsche Hersteller, für die München ja eigentlich ein wichtiger und umsatzstarker Ort im Heimatmarkt sein sollte, sich rar machen. Der bekannteste deutsche Hersteller kommt schon seit Jahren nicht mehr und der Senkrechtstarter aus Glashütte scheint sich neuerdings mehr mit überflüssigen politischen Statements zu beschäftigen, denn Kundenpflege auf seinem wichtigsten Absatzmarkt zu betreiben.

 

 

Sehr wohl konnte der Veranstalter einige neue bzw. wieder zurückkehrende Marken gewinnen. Hier sei Askania aus Berlin erwähnt, die noch junge, aus Holland stammende Premium-Marke Staudt, oder auch Guinand, die wiederbelebte Marke von Helmut Sinn, jetzt unter neuer Führung.

Letztlich fragt sich aber eine TOP-Marke, wie beispielsweise Greubel Forsey, die – ähnlich wie Lang & Heyne aus Dresden – nur wenige handverlesene Uhren für ein sehr spezielles, äußerst diskretes Publikum anfertigt, wie sich die Munichtime weiter entwickelt.

Die Frage scheint berechtigt, gewährt der Veranstalter doch nun auch Ausstellern wie „Carl von Zeyten“ oder „DuFa“ auf der Munichtime eine Bühne. Beide werben mit dem Qualitätssiegel „Made in Germany“. Ob das einer ernsthaften Prüfung tatsächlich standhalten würde, darf zumindest bezweifelt werden. Der Veranstalter tut sich und den verbliebenen hochwertigen Ausstellern damit wohl keinen Gefallen. Das Niveau und der Ruf der Messe wird dadurch definitiv nicht besser.

 

 

Aber dem Veranstalter fällt die einst niveauvolle Gestaltung zusehends schwerer. War zur Uhrenwahl während der Munichtime, zu der watchtime.net auch in diesem Jahr wieder aufgerufen hatte, im Obergeschoss stets eine Vitrine mit den zur Wahl gestellten Preziosen aufgestellt, so suchte der Besucher diese in diesem Jahr vergebens. Die Vitrine fand sich selbst nach längerer Suche nicht. Nein, sie wurde schlichtweg weggespart.

War nun alles schlecht auf der Munichtime 2017? Nein, war es natürlich nicht! Wir verbrachten in diesem Jahr immerhin volle 3 Tage auf der Messe, und zwar weil

  • es immer noch eine gute Plattform für Networking und gute Gespräche ist,
  • sich zahlreiche Aussteller wirklich große Mühe gaben, dem Besucher etwas zu bieten und ihn zufrieden zu stellen,
  • es an der ein oder anderen Stelle interessante Neuigkeiten zu bewundern und zu besprechen gab
  • und es nach wie vor weit und breit keine vergleichbare Veranstaltung gibt, bei der der Endverbraucher mit den letzten Neuheiten des Uhrenbaus so unkompliziert in Kontakt treten kann.

Wenden wir uns also stichpunktartig den wirklichen Hightlights zu.

 

 

Einer der absoluten TOP-Aussteller und langjährigen Begleiter der Munichtime ist der Glashütter Uhrenhersteller A.Lange & Söhne. Er hatte einige neue Modelle mit nach München gebracht, die das Thema „Blau“ als Zifferblattfarbe der Wahl dem interessierten Besucher präsentiert. Über A.Lange&Söhne viele Worte zu verlieren, erübrigt sich. Wir lassen Bilder sprechen. Uhren von A.Lange&Söhne sind nicht nur technisch extrem anspruchsvoll, nein sie auch mindestens genauso ästhetisch, ausdruckstark und dabei extrem fotogen. Es macht einfach Spaß, die Uhren im Bild festzuhalten.

 

A. Lange & Söhne: Saxonia

 

 

A. Lange & Söhne: 1815 RATTRAPANTE ewiger Kalender Handwerkskunst

 

 

 

A. Lange & Söhne: Lange 1

 

 

A. Lange & Söhne: Richard Lange Springende Sekunde

 

Unmittelbar am Nachbarstand war Greubel Forsey anzutreffen. Diesen im Schweizerischen La Chaux-de-Fonds beheimateten Hersteller von Luxusuhren der obersten Klasse gibt es erst seit 2004, nachdem die beiden Gründer Robert Greubel und Stephen Forsey den Entschluss fassten, eine Premium-Marke der Extraklasse zu gründen.

 

Greubel Forsey: Quantieme Perpetuel

 

Das Ziel war es stets, Uhren der höchsten Komplikationsstufe zu bauen und zwar in Kleinstserie und nur für handverlesene Kunden. Mehrfache Auszeichnungen beim Grand Prix d’Horlogerie de Genève für hervorragende Leistungen sprechen für sich.

 

Greubel Forsey: Quadruple Tourbillon

 

 

Greubel Forsey: Signature 1

 

Luxusuhren der oberen Klasse bietet auch Moritz Grossmann aus Glashütte. Besonders ins Auge sticht die neue Tefnut Twist Fancy in Weissgold.

 

Moritz Grossmann: Tefnut Twist Fancy

 

Die Ablichtung der ebenfalls neu vorgestellten Moritz Grossmann Atum Pure Skull haben wir uns erspart. Bei der Gestaltung dieser Uhr hatte der Designer wohl einen ganz schlechten Tag erwischt.

Ebenfalls in Glashütte beheimatet ist der Uhrenhersteller Mühle Glashütte, Nautische Instrumente. Das neue, unlängst vorgestellte Sondermodell des erfolgreichen Rescue-Timers, gefertigt aus salzwasserbeständiger Aluminiumbronze, ist bereits ausverkauft.

 

Mühle-Glashütte: Sondermodell Rescue-Timer

 

Mühle-Glashütte: Lunova Tag / Datum

 

Mühle-Glashütte: ProMare Lady

 

Ein Modell aus Bronze hat auch Wempe Glashütte im Programm. Sämtliche Uhren von Wempe werden in der Chronometerprüfstelle der Sternwarte Glashütte zertifiziert, die in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Meß- und Eichwesen betrieben wird.

 

Wempe: Zeitmeister Sport Taucher Chronograph Bronze

 

 

Verlassen wir gedanklich den Ort Glashütte und seine auf der Munichtime vertretenen Aussteller und begeben uns gedanklich etwas weiter nördlich nach Dresden, zur Uhrenmanufaktur Lang & Heyne. Marco Lang gründete als Nachkomme einer Dynastie von Uhrmachern im Jahr 2001 die Uhrenmanufaktur Lang & Heyne und pflegt seither konsequent das Erbe der traditionellen Uhrmacherkunst des 18. und 19. Jahrhunderts.

 

Lang & Heyne: Modell Georg

 

Seit 2005 ist Marco Lang Mitglied der „Académie Horologère des Créateurs Indépendants“ (AHCI). Seine außergewöhnlichen Uhren benennt er ausnahmslos nach berühmten sächsischen Kurfürsten.

 

 

Wie die Uhrenmanufaktur Lang & Heyne so gehört auch die in München ansässige Uhrenmanufaktur Leinfelder zum Verbund der Tempus Arte Gruppe. Leinfelder baut Uhren in Klein- und Kleinstserie und sticht auch immer wieder mit Unikaten hervor, die zumeist nach Kundenwunsch angefertigt werden.

 

Leinfelder Uhren München: Modell Dragon Fly

 

Leinfelder Uhren München: Modell Elysium Classic

 

Zum Verbund der Tempus Arte Gruppe gehören auch die Uhrenwerke Dresden (UWD), wo auf modernsten Bearbeitungszentren Einzelteile für Uhrwerksteile für den Eigenbedarf, aber auch im Lohnauftrag, gefertigt werden. Das von der UWD entwickelte und gefertigte hochkarätige Handaufzugskaliber UWD 33.1 findet derzeit in den Premium-Modellen bei Leinfelder Uhren, Sinn Spezialuhren und neuerdings auch Degussa Verwendung.

 

 

Wertvolles schafft und bietet auch ein anderer Aussteller. Degussa, ein Name, der vornehmlich dann in Erinnerung kommt, wenn an Edelmetalle und dabei insbesondere an Gold gedacht wird. Degussa ist nicht nur ein großer und bekannter Händler auf dem Sektor der Edelmetalle, Degussa ist auch ein Bankhaus und nun eben auch Hersteller von hochwertigen Uhren, aus Edelmetall versteht sich. Die Devise von Degussa ist es, dem Kunden möglichst viel Edelmetall für´s angelegte Geld zu bieten. Sicherlich eine Marktlücke. Dort wo andere viel Marketing für´s Geld bieten, stimmt hier tatsächlich das Preis-/Leistungsverhältnis.

 

Degussa Grand Classic

 

Degussa: Limited Edition Grand Classic

 

 

Setzen wir unseren Rundgang zu einigen kleineren Manufakturen fort. Im südlichen Schwarzwald befindet sich Hanhart. Vielen bekannt aus früheren Jahren als Hersteller von präzisen und extrem zuverlässigen Stopp-Uhren. Aber auch im Motorsport und in der Fliegerei hat sich Hanhart einen Namen gemacht. Diese Tradition wird konsequent gepflegt und so entstand über die Jahre eine treue Fangemeinde. Die hohe Publikumsfrequenz am Stand von Hanhart war somit keine Überraschung.

 

 

Hanhart 1882: PIONEER MonoControl

 

 

Ganz in der Nähe von Hanhart, aber noch näher an der Grenze zur Schweiz befindet sich die Borgward Zeitmanufaktur. Jürgen Betz, der die Namensrechte des wieder auferstehenden Automobilherstellers BORGWARD für Uhren hält, entwirft und fertigt, ebenfalls in Kleinserie, ausgewählte und exklusive Modelle, unter strenger Berücksichtigung der Formensprache der traditionsreichen Borgward Automobile.

 

Borgward: New Heritage Gentleman

 

Borgward Zeitmanufaktur: New Heritage Steam Chronograph

 

In Baden-Württemberg, aber deutlich nördlicher, im Raum Stuttgart gelegen, befindet sich Temption. Eine Marke für Individualisten, welche die hohe Schule deutscher Ingenieurskunst suchen. Die Uhren sind nicht nur extrem robust und hervorragend verarbeitet, sondern auch kompromißlos klar und präsize gezeichnet. Die perfekte Ablesbarkeit der aktuellen Uhrzeit lautet der Arbeitsauftrag. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Temption: CGK 205

 

 

Neben dem Stand von Temption stellte Guinand seine neuen Modelle aus. Der Uhrenhersteller aus Frankfurt setzt die lange Tradition von Helmut Sinn fort. Nach dem Verkauf der Eigenmarke SINN an Lothar Schmidt, widmete sich Helmut Sinn der Marke Guinand, die nun unter neuer Führung und mit neuen Modellen die Tradtion der Marke fortführt.

 

 

Lothar Schmidt, der 1994 die Marke SINN von Helmut Sinn übernahm, entwickelte das Portfolio der in SINN Spezialuhren umbenannten Firma konsequent weiter. Neben vielen neuen Modellen wurden über die Jahre auch spezielle Technologien zur Serienreife gebracht, die Uhren aus dem Hause SINN nicht nur im Alltag, sondern auch für zahlreiche besondere Einsatzfälle (Sinn nennt diese Uhren Einsatzzeitmesser) zur ersten Wahl werden ließen.

 

SINN Spezialuhren: JAGDUHR 3006

 

Auf der Munichtime stellte SINN u.a. als neues Modell eine Uhr für den Jagdfreund vor. Die  JAGDUHR 3006 verfügt über eine spezielle Mondphasenanzeige mit genauer Anzeige der besten Lichtverhältnisse bei Nacht.  Wenn diese für einen Schuss gegeben sind, spricht der Jäger von gutem Büchsenlicht und das gewährt die natürlich bedingte Nachthelligkeit durch Mondlicht jeweils 3 Tage vor und 3 Tage nach Vollmond.

 

 

SINN: Limited Edition F.A.Z.

 

Die Neuheiten von SINN Spezialuhren:  Jagduhr 3006, 6096 – Frankfurter Weltzeituhr, 556 I B und 556 I Perlmutt S

 

Uhren in Handarbeit und in Kleinstserie fertigt Jochen Benzinger in seiner Werkstatt in Pforzheim an. Er ist ein Meister und Virtuose im Guillochieren von Zifferblättern aber auch im Gravieren von Uhrwerksteilen. Jochen Benzinger lässt es sich auch nicht nehmen, eine rund 100 Jahre alte und mehrere Zentner schwere Guillochiermaschine mit nach München zu bringen, um dem interessierten Besucher Einblick in ein fast vergessenes Kunsthandwerk zu geben.

 

 

Mit einer unglaublichen Ruhe und mit dem feinen Gefühl seiner goldenen Hände leistet er schier Unglaubliches. Es ist immer wieder faszinierend, ihm über die Schulter zu sehen.

 

 

 

Benzinger Uhrenunikate: Subskription Modell

 

Jochen Benzinger guillochiert aufwendig gestaltete Zifferblätter aber nicht nur für den Eigenbedarf, sondern fertigt auch für Dritte. So z.B. für die neue, aus Holland stammende, noch junge Marke Staudt. Yvo Staudt gründete die Marke 2014, nachdem er von einem längeren Aufenthalt in Italien wieder in seine Heimat zurückgekehrt war. Yvo Staudt ist einer der weltbesten Akkordeonspieler, aber seine Passion gehört den Uhren. Und mit der gleichen Leidenschaft, mit der er virtuos das Akkordeon spielt, entwirft er seine zeitlos anmutenden, klassischen Uhren.

 

Staudt Praelludium

 

 

 

Mit ebenfalls großer Begeisterung präsentiert Steffen Cornehl seine kleine handgefertigte Kollektion hochwertiger Uhren mit eigenem Manufakturkaliber. Die in Stuttgart beheimatete Uhrmacherwerkstatt bedient sich in der Grundkonstruktion des ETA/Unitas 6498 und modifiziert bzw. fertigt Brücken und Kloben selbst an und verleiht dem bewährten Uhrwerk so eine ganz neue Identität.

 

Cornehl: SC1 Classic Silver

 

 

 

Ihre ganz eigene Identität strahlen auch die Uhren von Dirk Dornblüth aus. Die in Kalbe in Sachsen-Anhalt beheimatete Uhrenmanufaktur hat sich ähnlich, wie bereits zuvor bei Lang & Heyne beschrieben, ganz der traditionellen Uhrmacherei verschrieben. Hier wird bei der Anfertigung der Uhren und Uhrwerksteilen ganz bewußt auf High-Tech verzichtet und stattdessen wie vor 100 Jahren mit althergebrachten Werkzeugen und Methoden traditioneller Uhrwerksbau vom Feinsten gepflegt. Kaum zu glauben, dass es auch in unserer modernen Zeit immer noch möglich ist, hervorragende und extrem langlebige Uhren, und zwar ganz ohne Verwendung von Silizium, zu bauen.

 

 

 

Erinnerungen an vergangene Tage werden wach als wir in der Vitrine von Dornblüth & Sohn den „Leihwecker“ entdecken. Schon lange bevor alle vom Leihwagen oder vom Leasing sprachen.

 

 

Uhrmacherei der ganz besonderen Art betreibt auch die Manufaktur Alexander Shorokhoff. Die im bayerischen Alzenau, nahe der Grenze zu Hessen, befindliche Uhrenmanufaktur beschreitet ihren ganz eigenen Weg.

 

 

Uhren von Alexander Shorokhoff sind einzigartig und unverwechselbar. Sie bringen ihren eigenen Stil zum Ausdruck und machen ihren Besitzer und Träger zum Individualisten.

 

 

Anlässlich des 25-jährigen Firmenjubiläums legt Alexander Shorokhoff als Jubiläumsmodell und Talking-Piece ein Tourbillon auf und stellte dieses auf der Munichtime aus.

 

Alexander Shorokhoff: Handaufzugsuhr Tourbillon „Tomorrow“

 

Modell Candy Avantgarde

 

Modell Camomile

 

 

Ebenfalls ein Jubiläum feierte der in Ismaning bei München beheimatete Uhrenhersteller POINTtec. Neben den etablierten Marken Junkers und Zeppelin hat der Inhaber und Gründer, Willi Birk, zum 30-jährigen Jubiläum eine weitere Marke erstmals der Öffentlichkeit präsentiert: Iron Annie, nach dem Kosenamen der in Diensten der Lufthansa benannten und immer noch flugfähigen JU-52, dürfen sich auch die erstmals auf der Munichtime vorgestellten Modelle, Iron Annie Bauhaus und Iron Annie Cockpit nennen.

 

Iron Annie Cockpit

 

Iron Annie Jubiläumsmodell

 

Iron Annie Bauhaus

 

Eine Marke, die die jahrzehnte alte Tradition im Bau ganz besonderer Uhrwerke pflegt, ist Corum. Das für Corum charakteristische Stabwerk hat bis heute nichts von seiner Fazination verloren und ist eine wahre Ikone der Schweizer Uhrenindustrie.

 

 

 

Verlassen wir zum Schluss den traditionellen Uhrenbau und wenden uns in einer immer digitaler und virtueller werdenden Welt nicht nur einer neuen Art von Uhren zu, sondern auch einer neuen Art, Uhren zu vertreiben und kaufen.

Die aus der Schweiz stammende Firma Formex macht Ernst mit dem virtuellen Einkaufserlebnis. Der Uhrenkäufer von morgen, insbesondere, wenn er auf dem flachen Land lebt und nicht gleich einen Juwelier um die Ecke hat, kann nun seine Wunschuhr nicht nur per Internet direkt bei Formex bestellen, sondern zuvor in einer virtuellen Umgebung mittels Smartphone und der von Formex eigens bereitgestellten App, unter Nutzung von Augmented Reality (erweiterte Realität), die Wunschuhr am eigenen Handgelenk realitätsgetreu darstellen und virtuell anprobieren.

 

Munichtime: Formex

 

Da der Verkauf dann direkt an den Kunden erfolgt, kann Formex seine hochwertigen Uhren zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen anbieten.

 

Formex: Element Ceramic Bezel Black

 

Casio präsentiert als innovatives japanisches High-Tech Unternehmen, mit seiner Erfolgsmarke G-Shock, unter anderen die unkaputtbare MR-G. Gehäuse und Band der Premiumversion werden hier in aufwendiger, jahrhunderte alter japanischer Tradition mit speziellen Werkzeugen von Hand mit einer Hammerschlagstruktur (Kasumi-Tsuchime) versehen. Getreu dem Motto: Tradition trifft Moderne.

 

 

G-Shock: MRG – G2000HT-1ADR

 

Kehren wir last but not least nochmals zur Groupe Richemont zurück und besuchen den Stand von Montblanc. Montblanc ist einer der ganz wenigen traditionellen Uhrenhersteller, die sich dem neuen Trend zu intelligenten Uhren nicht verschließen, sondern – ganz im Gegenteil – diesen sogar aktiv mitgestalten. Die neue, volldigitale Smartwatch Montblanc Summit, mit hochauflösendem Display und Android Wear 2.0 als Betriebssystem wurde auf der Munichtime präsentiert und macht keine schlechte Figur. Insbesondere das hervorragend ablesbare Display sticht hervor.

 

Montblanc: SUMMIT Smartwatch

 

 

Nach Aussage des Standpersonals interessieren sich für das neue Produkt von Montblanc gar nicht so sehr eingefleischte Uhrenfans, sondern vielmehr Kunden, die nach einem innovativen Accessoire Ausschau halten.

 

Fassen wir zusammen

Die Munichtime, so wie wir sie aus früheren Jahren kennen, hat in 2017, aber auch schon den Jahren zuvor, ihr Gesicht stark verändert. Es dominieren nicht mehr so sehr die großen bekannten Namen und Marken, sondern heute sind es vielmehr die kleineren Manufakturen, aber auch neue Anbieter, die der Veranstalter für die Ausstellung gewinnen konnte.

Es müssen nicht immer große bekannte Marken sein, die ohnehin in jedem Schaufenster und an fast jeder Straßenecke zu sehen sind. Die kleinen, oftmals viel exklusiveren Marken bringen heute mindestens ebenso begehrenswerte Uhren auf den Markt, der mittlerweile an einer akuten Reizüberflutung leidet. Und da kann es dann schon wieder wohltuend sein, auf Entdeckungsreise zu gehen und der ein oder anderen Uhr zu begegnen, die dem eigenen Anspruch perfekt nachkommt und die eben nicht jeder am Handgelenk trägt und auch nicht in jedem x-beliebigen Onlineshop zum billigsten Preis bestellt werden kann.

Individualität ist mehr denn je gefragt und genau das ist die Chance der Munichtime, den Wandel für sich zu nutzen. Ein gesunder Mix aus Bekanntem und weniger Bekannten wäre wünschenswert. Aber nur um Fäche zu füllen, fragwürdige Anbieter mit an Bord zu nehmen, ist definitiv keine Lösung. Hier müssen Anspruch und Wirklichkeit zusammenpassen und dem wird die Munichtime leider nicht mehr in jedem Fall gerecht. Auch der diesjährige Ablauf der Uhrenwahl, ohne dass in einer Vitrine die zur Wahl stehenden Exponate ausgestellt gewesen wären, ist nicht nachvollziehbar.

Der nun eingeläutete Wechsel an der Managementspitze des Veranstalters lässt Hoffnung aufkommen. Wir wünschen der neuen Führung hierfür alles Gute und viel Erfolg für die Munichtime 2018.

 

 

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Tradition durch Innovation? – Insider der Uhrenbranche gewährten Einblicke

Am 27. Oktober 2017 lud JUWELIER HILSCHER im Rahmen der MUNICHTIME zum Talk ins Hotel LOVELACE 

Die Insider der Uhrenbranche blickten nach vorne – wie sind die Aussichten der Uhrenbranche für 2018? Was sind die anstehenden Herausforderungen? Sind Smartwatches eine Gefahr oder eine Chance für den Handel? Wie kann man heute junge Kunden gewinnen? Haben Weltzeituhren, Uhren mit Mondphasen, Tourbillons und ewigem Kalender ausgedient? Gehört die Zukunft den einfachen und preiswerten Uhren oder den Smartwatches?

Fragen über Fragen, die Herstellern, Händlern und Kunden auf den Nägeln brennen. JUWELIER HILSCHER nahm die MUNICHTIME zum Anlass und diskutierte diese Fragen mit Experten in einer hochkarätig besetzten Talkrunde im Hotel LOVELACE in München.

Teilnehmer der Talkrunde waren:

Gerd-Rüdiger Lang, der zusammen mit Jack Heuer die Marke „Heuer“ auf den Weg brachte, die heute als Weltmarke „TAG Heuer“ Erfolge feiert. Der in der Uhrenwelt als „Der Mann mit dem Tick“ bekannte Gerd-Rüdiger Lang gründete 1983 die international renommierte Uhrenmarke „Chronoswiss“, die er 2012 verkaufte. Von ihm stammt der Slogan: „Ich produziere nur Uhren, die ich selber gern trage“.

Marco Lang, der als Nachkomme einer Dynastie von Uhrmachern im Jahr 2001 die Marke „Lang & Heyne“ gründete. Er verschreibt sich seither dem Erbe der traditionellen Uhrmacherkunst des 18. und 19. Jahrhunderts. Seit 2005 ist Marco Lang Mitglied der „Académie Horologère des Créateurs Indépendants“.

Thomas Wanka, der als Chefredakteur einem der ältesten und einflussreichsten deutschsprachigen Publikation der Branche, dem „UHREN MAGAZIN“, vorsteht. Er ist ein langjähriger Wegbegleiter der Uhrenindustrie. Sein Urteil ist geschätzt und gefürchtet.

Kai-Pierre Thieß, Geschäftsführer des über 70-jährigen Münchner Traditionsunternehmens „Juwelier Hilscher“, der ein leidenschaftlicher Verfechter des stationären Fachhandels ist. Seit Jahrzehnten engagiert sich Juwelier Hilscher  in mehr als 20 Institutionen und Projekten der Stadt. Das Engagement reicht von der Staatsoper, über das P1 bis hin zum lokalen Leistungssport in mehreren Sparten.

Ruth Hofmann, Moderatorin bei Sport1, führte durch den Abend und moderierte die teilweise kontroverse Diskussion.

Von Links: Marco Lang, Thomas Wanka, Manfred Hilscher, Ruth Hofmann, Kai-Pierre Thieß, Gerd-Rüdiger Lang

Die Teilnehmer der Talk-Runde waren sich weitgehend einig, dass die Entwicklung der Uhrenindustrie eine kritische Phase durchläuft. Der Online-Handel ist ein ernst zu nehmender Faktor, die sich etablierende neue Gattung der intelligenten Uhren ein weiterer. Dennoch sind die Perspektiven für den Fachhandel durchaus positiv zu bewerten, sofern die Juweliere sich den neuen Herausforderungen stellen und gleichzeitig den persönlichen Kontakt mit dem Kunden suchen und intensivieren.

Problematisch werden von den Gesprächsteilnehmern die Entwicklungen auf dem grauen Markt beurteilt, hervorgerufen durch ein Überangebot an Ware auf bestimmten Märkten. Aber auch die restriktive Ersatzteilpolitik einiger Hersteller macht sich negativ bemerkbar; der Kunde zeigt für hohe Servicekosten und z.T. monatelange Wartezeiten immer weniger Verständnis. Durch die ausschließliche Belieferung zertifizierter Betriebe mit Ersatzteilen wird es für freie Uhrmacher zudem immer schwieriger, dringend benötigte Ersatzteile für eine qualifizierte Instandsetzung zu erhalten. Dies beeinträchtigt die Attraktivität des Uhrmacherberufs weiter, der ohnehin an Nachwuchssorgen leidet.

Patrick Weigert vom Deutschen Uhrenportal lenkte die stark von Luxusmarken und sehr hochwertigen Uhren geprägte Diskussion auch hin zu den Einsteigermarken in der Preisklasse bis 1000 EUR. In diesem Bereich dürfte es zu den größten Veränderungen kommen, da zusehends branchenfremde Unternehmen, wie Apple, Samsung oder Garmin nun ebenfalls um die Gunst des Käufers werben.

Umso mehr wird in Zukunft die persönliche Beratung, das emotionale Erlebnis und die Empathie beim Kauf einer Uhr oder eines Schmuckstücks von großer Bedeutung sein. Dem muss sich der stationäre Handel stellen, um den Kunden – mehr denn je – für ein einzigartiges Kauferlebnis zu gewinnen.

 

JUWELIER HILSCHER:

Ein Familienunternehmen, mit Kompetenz und Tradition – seit 1945. Das Traditionshaus Juwelier Hilscher ist seit zwei Generationen in München als herausragendes Fachgeschäft für hochwertige Uhren und außergewöhnlichen Schmuck bekannt. Das Team rund um Manfred und Brigitte Hilscher versteht es, bei seinen Kunden die Faszination für komplizierte Uhren mit fachlicher Kompetenz und Erfahrung zu wecken. So finden sich in den Juweliergeschäften am Flughafen München sowie am Elisabethplatz in Schwabing renommierte Marken wie Rolex, Tudor, Breitling, Bulgari, Omega, Breitling for Bentley, TAG Heuer, Zenith, Lang & Heyne, Montblanc, Longines, Chopard, Carrera y Carrera und Erwin Sattler Uhren.

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Bei De Bethune ändern sich die Eigentumsverhältnisse

Von der Geschäftsleitung des Luxusuhrenherstellers De Bethune wurde bekannt gegeben, dass sich die Eigentumsverhältnisse ändern.

De Bethune wurde im Jahre 2002 in La Chaux L`Auberson – unweit der französischen Grenze – von Denis Flageollet, Meisteruhrmacher in 4. Generation, sowie dem ursprünglich aus Italien stammenden David Zanetta gegründet. Mit Vollendung seines 70. Geburtstag hatte sich David Zanetta bereits im vergangenen Jahr aus dem operativen Geschäft verabschiedet. Nun zieht er sich völlig zurück und gibt auch seine Unternehmensanteile auf.

Ein Investoren-Konsortium, unter der Leitung von Pierre Jacques, dem früheren CEO der Marke (2011 – 2015), und dem Private-Equity-Investor Giovanni Perin, übernimmt nun die Mehrheit des Unternehmens.

Denis Flageollet an seinem Schreibtisch im Stammhaus von De Bethune in La Chaux L`Auberson

Denis Flageollet, Mitbegründer und COO von De Bethune, hält weiterhin eine wesentliche Beteiligung am Unternehmen.

Seit seiner Gründung 2002 hat De Bethune eine einzigartige Basis für die hohe Kunst der Uhrmacherei geschaffen. Heute zeichnet sich die Marke durch ein Höchstmass an Qualität und Innovation aus. Damit ist ihr der rasche Aufstieg in den exklusiven Kreis der Haute Horlogerie gelungen. De Bethune hat in den zurückliegenden 15 Jahren nicht weniger als 25 Kaliber vollständig im eigenen Haus entwickelt.

Diese herausragenden Leistungen von De Bethune wurde bei vielen internationalen Wettbewerbe gewürdigt. Uhren von De Bethune sind für engagierte Uhrenkenner und -sammler, rund um den Globus, bestimmt. Gemeinsam planen die neuen Eigentümer zusätzliche Investitionen, um die Marke, unter Beibehaltung ihrer Exklusivität, wieder zu stärken.

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