Oris Big Crown ProPilot Alarm Limited Edition

Nur wenige Uhrenkomplikationen vereinen die Romantik einer Schweizer Luxusuhr mit der pragmatischen Funktion eines mechanischen Alarms. Die ersten Wecker stellte Oris in den 1940ern her, eine Tradition, die mit der Big Crown ProPilot Alarm Limited Edition nun fortgeführt wird.

Die Big Crown ProPilot Alarm Limited Edition ist das aktuellste Modell in der Oris Fliegeruhrenkollektion. Die Uhr hat zwei besondere Funktionen: Zum einen verfügt sie über einen Alarm, der durch einen zentralen Zeiger mit heller, gelber Spitze eingestellt wird. Die Alarmskala mit 10-Minuten-Schritten verläuft am äußeren Rand eines Kanals in der Mitte des Zifferblatts. Dieser Kanal beherbergt die zweite besondere Funktion: eine im Kreis verlaufende Datumsanzeige. Unter dem Kanal befindet sich eine rotierende Scheibe mit einem gelben Datumsindikator, die sich innerhalb von 31 Tagen einmal komplett dreht. Beide Funktionen werden durch das Swiss Made mechanische Automatikwerk angetrieben.

 

Oris > Big Crown ProPilot Alarm Limited Edition > Ref.-Nr. 01 910 7745 4084 LS

 

Ästhetisch entspringt die Big Crown ProPilot Alarm Limited Edition dem bekannten Design der Big Crown ProPilot. In diesem Fall hat sie zwei große Edelstahlkronen – eine (zwischen 2 und 3 Uhr) zur Einstellung der Zeit und die zweite für den Alarm (zwischen 3 und 4 Uhr). Beide Edelstahlkronen sind verschraubt, um Wasserbeständigkeit bis 10 bar (100 Metern) zu gewährleisten.

Die neue Uhr hat das unverkennbare Design der ProPilot Serie. Die charakteristische Lünette ist durch Jet-Turbinen inspiriert; das klassische runde Edelstahlgehäuse sowie die verjüngten Hörner verleihen der Uhr ihren stylischen Look und die klassischen Designelemente wie die geradlinigen Stunden- und Minutenzeiger sowie die großen, arabischen Leuchtziffern sind klar und funktional.

 

 

Auf dem Gehäuseboden befindet sich die Prägung des Oris Emblems und die eingravierte Limitierungsnummer. Nur 250 Stück des Zeitmessers werden hergestellt, was dieses Oris Modell besonders wertvoll für Sammler macht. Die Uhr kommt mit dunkebraunem Lederband in Kroko-Optik mit Edelstahlfaltschließe.

 

 

Details zur Oris Big Crown ProPilot Alarm Limited Edition
(Ref.-Nr. 01 910 7745 4084 LS, Ø 44.00 mm)

 

  • Mechanisches Automatikwerk Oris Kal. 910, basierend auf LJP5800/AS5008, mit mechanischem 12-Stunden-Alarm, angezeigt durch einen zentralen Zeiger mit gelber Spitze
  • Im Kreis verlaufendes Datum, angezeigt durch einen Kanal und darunter liegende rotierende Scheibe mit gelben Indikator
  • Mehrteiliges Edelstahlgehäuse mit geriffelter Lünette und verschraubter Sicherheitskrone
  • Verschraubter, am Rand geriffelter Edelstahlgehäuseboden mit Oris Emblem-Prägung sowie eingravierter Limitierungsnummer
  • Wasserdicht bis zu 10 bar /100 m
  • Beidseitig gewölbtes, innen entspiegeltes Saphirglas
  • Schwarzes Zifferblatt mit aufgesetzten arabischen Ziffern mit Super-LumiNova®-Einlage; Stunden- und Minutenzeiger mit Super-LumiNova®-Einlage; zentraler Alarmzeiger mit gelber Spitze, zentraler, schwarzer Sekundenzeiger mit weißer Spitze
  • Dunkelbraunes Lederband in Kroko-Optik, mit patentierter Edelstahlfaltschließe mit stufenloser Längenverstellung
  • Limitiert auf 250 Stück
  • Preis 4.600 Euro

 

 

 

Über Oris

Die Schweizer Uhrenmanufaktur Oris wurde 1904 gegründet. Seit dem Management Buy-out im Jahre 1982 ist das Unternehmen im Besitz von Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Unternehmensleitung. Oris hat bereits 1985 und damit lange vor dem Mechanik-Boom der letzten Jahre beschlossen, den Fokus ausschließlich auf die Herstellung mechanischer Uhren zu legen. Diese Strategie ist bis heute unverändert. Produkte aus dem Hause Oris richten sich an Menschen mit Leidenschaft für mechanische Zeitmesser, die echte, zeitgemäße Werte suchen. Die Kollektion ist spezifisch auf die Kundenwünsche in den vier Oris Themenwelten Motorsport, Tauchen, Aviatik und Kultur zugeschnitten, ganz nach dem Motto: real watches for real people.

 

 

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Dugena: Die Dessau Color im monochromen Look

„Weniger ist mehr“, wusste schon Ludwig Mies van der Rohe, einer der bekanntesten Architekten des Minimalismus, der als Direktor des Bauhauses tätig war. Diesem Credo wird auch Dugena mit dem Modell Dessau Color gerecht, das mit seinem klassischen Design nun auch mit einem schwarzen Lederband und einem silberfarbenen Milanaisearmband erhältlich ist.

 

Dugena Dessau Color, Artikelnr. 4460785LB05

Das Edelstahlgehäuse der Dreizeigeruhr hat einen Durchmesser von 38,5 mm und ist damit sowohl als Damen- als auch als Herrenuhr tragbar. Die minimalistische Zifferblattgestaltung spiegelt mit ihrer klaren Formsprache das typische Bauhausdesign wider. Der Name des Modells „Dessau“ ist bei diesem Zeitmesser Programm, denn er ist eine Hommage an den 1926 gebauten, berühmten Gebäudekomplex in Dessau, der von Bauhausgründer Walter Gropius entworfen wurde.
Auch der Grundgedanke des Bauhauses kommt nicht zuletzt in der Kollektion zum Tragen: Gutes und funktionales Design soll für jedermann zugängig sein.

 

Dugena Dessau Color: Artikelnr. 4460786MB01

 

 

Details zur Dugena Dessau Color

 

  • Artikelnr. 4460785LB05 /  4460784
    • Gehäuse: Edelstahl, 38,5 mm
    • Armband: Leder
    • Werk: Quarz GM10
    • Preis: 119 €
  • Artikelnr. 4460786MB01
    • Gehäuse: Edelstahl, 38,5 mm
    • Armband: Milanaise
    • Werk: Quarz GM10
    • Preis: 129 €

 

Dugena Dessau Color: Artikelnr. 4460784
Dugena Dessau Color: Artikelnr. 4460784

 

Dugena

Dugena blickt mit seinen Uhren auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zurück. Die Wurzeln der Traditionsmarke aus Deutschland reichen bis ins Jahr 1917. Dabei umfasst das Sortiment klassische Armbanduhren für Damen und Herren zu einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis.

 

 

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Inhorgenta 2019: Neuzugänge in der Uhrenhalle A1

Die Citizen Group kehrt 2019 auf die INHORGENTA MUNICH zurück – und bringt erstmals auch ihre Tochtermarken Frédérique Constant, Alpina und Bulova mit.

Prominente Neuzugänge in der Uhrenhalle A1

Nach über zehn Jahren kehrt die japanische Citizen Group zurück und wird neben der Muttermarke Citizen erstmals auch ihre bekannten Tochtermarken Frédérique Constant, Alpina und Bulova in München präsentieren – und das gleich auf 200 Quadratmetern. „Wir sind sehr froh und stolz, dass wir mit Citizen einen der wichtigsten Akteure der Branche mit unserem Konzept überzeugen konnten“, sagt Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. „Damit setzt die INHORGENTA MUNICH ihren Erfolgskurs der vergangenen Jahre fort. Wir erwarten auch im kommenden Jahr weiteres Wachstum“, so Dittrich.

Keiichi Kobayashi, Managing Director der Citizen Watch Europe GmbH, sagte: „Die Inhorgenta ist wieder die wichtigste Fachmesse für den deutschsprachigen Fachhandel mit Uhren und Schmuck. Daher ist sie die ideale Plattform, unser aktuelles Portfolio und unsere Pläne für die Zukunft als Gruppe zu präsentieren.“

Citizen will die INHORGENTA MUNICH insbesondere nutzen, um dem europäischen Fachhandel die Multimarken-Strategie des Konzerns zu präsentieren. So wurde 2008 Bulova mit Caravelle New York und Wittnauer übernommen, 2016 Frédérique Constant gemeinsam mit Alpina und Ateliers deMonaco. „Wir bieten unseren Kunden ein breites Portfolio aus einer Hand“, sagt Kiechii Kobayashi. „Von japanischer Hightech-Präzision von Citizen über die Swiss-Made-Marken Alpina und Fréderique Constant bis hin zur innovativen amerikanischen Marke Bulova. Top-Qualität, eigenständige Produkt-Strategien und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis gelten dabei für alle Marken und Preissegmente.“

Citizen, gegründet im Jahr 1918, gehört zu den größten und wichtigsten Uhrenherstellern der Welt. Die Marke ist in mehr als 130 Ländern der Welt tätig. Sie ist insbesondere bekannt für Eco-Drive, das erste lichtangetriebene Kaliber der Welt, oder auch die hochmoderne Satellite-Wave-Uhr mit GPS-Modul.

Frédérique Constant, 1988 gegründet, steht für echte Schweizer Handwerkskunst und hat seit 2004 am Standort Genf 27 verschiedene Werke mit verschiedenen Funktionen und Mechanismen entwickelt und produziert. Bekannt ist die Marke zudem durch ihr soziales Engagement – 50 Euro jeder verkauften Uhr aus der Damenkollektion gehen an wohltätige Organisationen. Das Gesicht der Marke ist die Hollywood-Schauspielerin Gwyneth Paltrow.

Alpina, gegründet im Jahr 1883, ist eine erlesene Uhrenmanufaktur aus Genf und ein Pionier der Schweizer Uhrenbranche. So entwickelte sie mit der legendären Alpina 4 das Konzept der Schweizer Sportuhr, wie wir sie heute kennen und folgt weiter der Mission, luxuriöse Sportuhren zu entwickeln, die auch unter anspruchsvollsten Bedingungen präzise und verlässlich laufen.

Bulova, 1875 in New York gegründet, ist eine ikonische amerikanische Uhrenmarke. Sie hat sich der Kunst der modernen Uhrmacherei mit außergewöhnlichen Designs, exklusiver Hochleistungstechnologie und langlebiger Qualität verschrieben.

Die INHORGENTA MUNICH findet vom 22. bis 25. Februar 2019 in der Messe München statt.

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Die Schweizer Uhrenindustrie sollte die Smartwatch nicht unterschätzen

Der Präsident des Verbandes der Schweizer Uhrenindustrie, Jean-Daniel Pasche, bringt im Interview mit der Schweizer Tageszeitung „Le Temps“ zum Ausdruck, dass der Erfolg der Smartwatch die Schweizer Uhrenindustrie nicht völlig unberührt lassen sollte.

Jean-Daniel Pasche, erläutert die am vergangenen Dienstag veröffentlichten Statistiken des Schweizer Zoll zu den Uhrenexporten im April 2018 und bringt zum Ausdruck: „Insbesondere die seit 2015 rückläufige Entwicklung im Einstiegssegment beunruhigt mich, denn die Schweizer Uhrenindustrie muss in allen Segmenten präsent bleiben“.

Von der Erholung am Gesamtmarkt bei Uhren profitiert das Eintiegssegment bislang nur wenig. Die Exporte von Schweizer Einstiegsuhren (< 200 CHF, Exportpreis, entspricht etwa < 500 Franken Publikumspreis) weisen im Vergleich zu den anderen Preissegmenten ein klares Wachstumsdefizit auf. Als die Zahlen aus dem April 2018 veröffentlicht wurden, konnte ein Anstieg der weltweiten Exporte um knapp 14% gegenüber dem Vorjahresmonat berichtet werden. Im Einstiegsmarkt war der Anstieg jedoch nur halb so hoch. Ganze 7,9% nach vielen aufeinander folgenden Monaten des steten Rückgangs.

Der Smartwatch-Effekt? Jean-Daniel Pasche, Präsident des Uhrmacherverbandes, scheint davon noch immer nicht ganz überzeugt zu sein.

2015 war das denkwürdige Jahr in dem die erste erntzunehmende Connected Watch erschien, die Apple Watch der ersten Generation. Von diesem Moment an sind die Exporte von Schweizer Einstiegsuhren (bis zu einem Publikumspreis von 500 Franken) rückläufig. Sehen Sie hier einen kausalen Zusammenhang?

2015 prophezeiten noch viele, dass die Smartwatch das Ende der Schweizer Uhrenindustrie einläuten würde. Auf unserer Seite haben wir versucht, realistisch und gelassen zu bleiben, und wir wagten zu sagen, dass die klassische Uhrenindustrie sehr wohl eine Zukunft haben würde, weil smarte Uhren Produkte sind, die sich von traditionellen Schweizer Uhren deutlich unterscheiden. Zu dieser Zeit wurden wir für diese Position heftig kritisiert. Heute ist das Gegenteil der Fall: Manchmal bekommen wir sogar zu hören, dass Smartwatches nicht mehr wirklich diskutiert werden oder dass die Schweizer Uhrenindustrie über Bord gegangen sei; davon kann wirklich nicht mehr die Rede sein. Wir, bei der Schweizer Uhrenföderation vertreten ebenfalls diese Auffassung: Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Produkte und Märkte, die sich auch unterschiedlich entwickeln.

Die Verkäufe von Smartwatches schießen nach oben, Quartal für Quartal … Letztes jahr waren es bereits 60 Millionen; allein 18 Millionen davon reklamiert die Apple Watch für sich. Sie können den Einfluss auf den Verkauf von Schweizer Uhren doch nicht bestreiten, oder?

Es ist in der Tat ein Markt, den wir nicht mehr ignorieren können. Aber die Beziehung zwischen diesem und unserem Markt ist nicht unmittelbar. Dies gilt umso mehr, als wir diese 60 Millionen Smartwatches nicht mit den 25 Millionen Schweizer Uhren, die 2017 exportiert werden, vergleichen dürfen, sondern mit den Milliarden an Uhren, die letztes Jahr weltweit verkauft wurden. Wenn es tatsächlich diesen Angriff von smarten Uhren auf traditionelle Uhren geben sollte, dann hätten doch chinesische Uhren – durchschnittlicher Exportpreis: 4 Dollar – viel mehr darunter leiden müssen als Schweizer Uhren mit einem durchschnittlichen Exportpreis von 827 Dollar. Und gerade dieses Phänomen beobachten wir nicht. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich sage nicht, dass es keine Auswirkungen gibt, aber smarte Uhren sind nur ein Faktor von mehreren, welche den Schweizer Uhrenexport beeinflussen können.

An was denken Sie hierbei insbesondere?

Beispielsweise der starke Franken, die Weltwirtschaft, der Terrorismus in Europa, die chinesische Antikorruptionspolitik und weitere Punkte. Konkurrenz kommt aber auch von anderen Produkten, wie einer Geldbörse, oder einer Flasche Parfüm. Oder auch ausländische Marken, zum Beispiel skandinavisch oder amerikanisch.

Gut, aber stellen wir uns einen Kunden vor, der vor dem Kauf einer Uhr von Mondaine oder einer Apple Watch mehr zögert als zwischen einer Mondaine und einer Handtasche. Oder ein neues Smartphone …

Sicher nicht, wenn wir nur auf den Preis sehen. Oder wenn wir uns als alleiniges Kriterium die Anzeige der Zeit vorstellen – ein modernes Smartphone zeigt die aktuelle Uhrzeit ebenso an, wie eine Uhr …

Betrachtet man aber den anhaltenden Rückgang der Exporte von Einstiegsuhren, fragt man sich natürlich schon, ob die Schweizer Uhrenindustrie mittelfristig nur noch Luxusuhren produzieren kann.

Es ist wahr, dass sich das Einstiegsniveau weniger schnell erholt als der Rest der Branche, und das bereitet mir Sorgen. Die Schweizer Uhrenindustrie muss in allen Preissegmenten präsent sein, es gilt, die globale Führungsposition zu behalten. Sowohl die Stückzahlen als auch die Einstiegsebene als solche schaffen Arbeitsplätze und generieren Innovationen. Das ist wichtig für Lieferanten, Subunternehmer und die Entwicklung neuer Technologien und gibt Antworten auf künftige industrielle Herausforderungen.

Die Schweizer Uhrenindustrie hat 2017 ziemlich genau 15 Millionen Schweizer Uhren zu einem Publikumspreis von unter 500 Franken exportiert. Die Marke Swatch reklamiert laut Schätzungen zwischen 8 und 10 Millionen davon für sich. Wenn wir die anderen Marken der Swatch Group (Tissot, Hamilton, Calvin Klein usw.) hinzufügen, erkennen wir, dass dieses erste Segment nahezu ausschließlich von der Uhrengruppe aus Biel bedient wird. Macht Ihnen dieses Monopol nicht auch Sorgen?

Es ist wahr, dass die Swatch Group in diesem Segment einen wichtigen Platz einnimmt. Aber es gibt auch stets Plätze für neue Marktteilnehmer.

Aber sind die denn auch daran interessiert? Der Wettbewerber Richemont, der gerade die neue Einstiegsmarke, „Baume“, ins Leben gerufen hat, hat sich entschieden, diese Uhren nicht als „Swiss Made“ zu vermarkten.

Es ist bedauerlich, dass einige Anbieter dieses wertvolle Label aufgeben, aber ich muss mich nicht dazu äußern, welche Entscheidungen einzelne Marken oder Gruppen treffen. Unsere Aufgabe ist es, „Swiss Made“ zu schützen und zu unterstützen, welches auf den Weltmärkten weiterhin eine hohe Strahlkraft hat. Eine Studie der Universität St. Gallen belegt auch, dass es eine Reihe von Uhrenmarken auf der Welt gibt, die ihre Produkte gerne mit einem Bild vom Matterhorn oder vom Großen St. Bernhard inszenieren, mit der Schweiz selbst aber nichts zu tun haben.

Laut Nick Hayek sind Schweizer Marken außerhalb der Swatch Group nicht mehr am Einstieg in das untere Segment interessiert, da die Margen zu gering sind. Ganz zu schweigen davon, dass die jüngste Stärkung der „Swiss Made“ Vorgaben sie weiter in die Defensive gedrängt hat. Ist das auch Ihre Meinung?

Zunächst einmal muss gesagt werden, dass wir mit der Einführung der neuen „Swiss Made“ Regeln Pech hatten. Diese fand mitten in der Krise des hochbewerteten Schweizer Franken statt. Viele Marken mussten sich entscheiden: Geben sie die Investitionen frei, die nötig waren, um weiterhin bei „Swiss Made“, auch nach Verschärfung der Regeln, zu bleiben oder nicht. Die Mehrheit entschied sich dafür, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, was manchmal aufwendig und kostspielig war. Andere haben sich entschieden, nur bestimmte Teile ihres Produktportfolios für die neuen „Swiss Made“ Regeln zu befähigen, und dann gab es solche, die uns klar sagten, dass sie an „Swiss Made“ kein Interesse mehr hätten.

Was tut sich bei der „Swiss Made“-Zertifizierung für smarte Uhren?

Falls für diese Art von Produkten Klärungsbedarf besteht, sehen wir uns den jeweiligen Einzelfall an und entscheiden dann von Fall zu Fall. Man muss letztlich sehr genau verstehen, welche Komponente in der Uhr was macht.

Die neue Definition von „Swiss Made“ bedarf bei intelligenten Uhren einer erhöhten Aufmerksamkeit, insbesondere hinsichtlich der Rolle, die die Software dabei spielt. Ist das nicht alles etwas diffus und wie gehen Sie damit um?

Nein, das ist völlig normal. Wenn neue Gesetze oder Verordnungen in Kraft treten, ist während einer Übergangszeit immer eine gewisse Unklarheit vorhanden. Selbst bei traditionellen Uhren suchen die Hersteller den Kontakt mit uns, weil die Entscheidung, ob die Vorgaben der neuen „Swiss Made“ Regelungen erfüllt sind, im Einzelfall komplex sein kann.

Die Schweizer Uhrenexporte erholen sich weiter und sind im April 2018 um fast 14% gestiegen

In der Tat, die Exporte im April erholen sich sehr deutlich. Die Lieferungen ins Ausland nahmen gegenüber dem Vorjahr um 13,8% auf 1,76 Milliarden Franken zu. In den ersten vier Monaten des Jahres kletterten sie um 11% auf 6,74 Milliarden. Nach einer vorübergehenden  Beruhigung im März (+4,8%) ist das Wachstum für die Schweizer Uhrenindustrie im April wieder deutlich angestiegen. Das besagen die aktuell vorliegenden Zahlen.

Hong Kong, der führende Absatzmarkt für Schweizer Uhren, verzeichnet seit nahezu einem Jahr ein stetes und ununterbrochenes Wachstum. Mit CHF 259,5 Millionen, und einem fulminanten Plus von 43,4% gegenüber April 2017, verzeichnen die Uhrenlieferungen an die ehemalige britische Kolonie den größten Zuwachs in den letzten sechs Jahren.

Auch der Markt in den Vereinigten Staaten springt wieder an und entwickelt sich mit einem Plus von 12,8% auf 175,7 Millionen Franken. Der Anstieg in China (+ 11% auf 138,8 Mio.) bleibt, wenn auch leicht abgeschwächt, auf einem sehr hohen Niveau. Die Erholung in Japan (+ 9,1%) setzt nun ebenfalls ein, und selbst die langanhaltende Baisse in Deutschland scheint überwunden zu sein; ein Plus von 12,8% setzt ein sehr vielversprechendes Signal ab.  Allein im Vereinigten Königreich verläuft die Entwicklung mit einem Minus von 14,7% gegen den allgemeinen Trend und setzt die seit 3 Monaten andauernde Negativentwicklung fort.

 

Das Interview mit Jean-Daniel Pasche führte Valère Gogniat von der Schweizer Tageszeitung „Le Temps“. Die Übersetzung vom Französischen ins Deutsche erfolgte durch das Deutsche Uhrenportal.

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Baselworld 2018, Teil 2: Internationale Uhrenmarken

In Teil 1 der Berichterstattung zur Baselworld 2018 haben wir – neben allgemeinen Feststellungen – unsere Eindrücke zu einigen deutschen Uhrenmarken wiedergegeben, welche wir auf der sicht- und spürbar kleineren Messe besucht haben.

Im vorliegenden Teil 2 befassen wir uns mit den internationalen Uhrenmarken, allen voran den Ausstellern aus der Schweiz. Die Verkleinerung der Messe geht denn auch hauptsächlich auf Anbieter aus der Schweiz oder Frankreich zurück. Entweder hat sich der ein oder andere entschieden, Basel den Rücken zu kehren, um fortan in Genf, auf dem konkurrierenden SIHH, auszustellen, wie beispielsweise Hermès oder die zur Kering-Gruppe gehörenden Marken Girard-Perregaux und Ulysse Nardin. Wieder andere konnten bzw. wollten gar nicht mehr ausstellen, wie die Movado Group oder Eterna. Und dann gab es noch die Gruppe der Verlierer, wie z.B. Vulcain, deren Geschäftstätigkeit inzwischen ruht.

Vor diesem Hintergrund zeigte sich eine durchwachsene Gemengelage; und so stellte sich für uns die Frage, wo setzen wir an, wo bilden wir Schwerpunkte, was sehen wir uns genauer an, was lassen wir außen vor. Wir entschieden wir uns letztlich dafür, diesmal nur wenig Energie aufzuwenden, über Marken und Uhren zu berichten, bei denen sich die Farbe des Zifferblatts gerade wieder von hellblau auf mittelblau geändert hat, oder das Material der Lünette von Aluminium auf kratzfeste Keramik umgestellt und vom Hersteller als Sensation gepriesen wird. Nein, wir sehen genauer hin und interessieren uns vor allem für das, was sich unter der Haube, hinter den Kulissen und natürlich in Bezug auf generelle Trends ausloten lässt.

Dabei ist uns natürlich nicht entgangen, dass die Farbe Grün auf dem Zifferblatt das neue Blau ist und bei vielen Herstellern nachgefragt wird. Aber letztlich ist alles eine Frage des persönlichen Geschmacks und darüber lässt sich bekanntlich trefflich streiten. Und auch kaum ein Hersteller, der uns nicht irgendeine „Limited Edition“ angepriesen hat. Wenn´s denn zu häufig geschieht, dann lässt auch hier die Spannung nach.

So haben wir uns vermehrt den kleineren und häufig unabhängigen Uhrenmarken zugewandt. Die eher kleinen Stückzahlen dieser Anbieter sind schon per se Limited Editions.

Diese oftmals familiengeführten Unternehmen agieren meist flexibler, reagieren schneller auf Marktveränderungen und spielen auch beim stationären Handel eine zunehmend wichtigere Rolle. Denn die Bereitschaft sich von Großkonzernen vorschreiben zu lassen, was zu tun und was zu lassen ist, nimmt im Einzelhandel von Tag zu Tag weiter ab. Hohe Lagerbestände, Abverkäufe über Online-Shops, ein florierender Graumarkt, der weitere Ausbau von firmeneigenen Flagship-Stores und strikte Vorgaben hinsichtlich des abzunehmenden Produktmix sind keine besonders attraktiven Rahmenbedingungen. Da tut sich eine Lücke auf, die die KMU´s geschickt auffüllen können.

Auf der Produktseite wird sogenannten Einsteigermodellen wieder eine größere Aufmerksamkeit zuteil. So gibt es zahlreiche neue Modelle, die aufhorchen lassen und vor allem diejenigen Uhrenaficionados begeistern, die nach wie vor und vielleicht auch in Zukunft entweder keine smarte Uhr erwerben möchten, oder zusätzlich zur smarten Uhr an einem langlebigen, traditionellen und damit eher konservativen Produkt interessiert sind, aber dennoch nicht bereit sind, ein beliebig hohes Budget dafür aufzuwenden. Die Zeiten, in denen Kunden daran gewöhnt wurden, sich jedes Jahr mit Preisaufschlägen von 10% und mehr abfinden zu müssen, sind – so scheint es – vorbei. Und ob diese „goldenen Zeiten“ jemals wiederkehren, darf bezweifelt werden.

Allerdings – und an dieser Stelle möchten wir ein klares Statement formulieren – hört der Spaß auf, wenn – trotz aller Bemühungen um kostengünstige Mechanik – große Anbieter, wie beispielsweise die Swatch Group, bei Einsteigermodellen neuerdings mechanische Uhrwerke einfachster Machart verbauen und auch nicht davor zurück schrecken, selbst in der hochbelasteten Hemmungsbaugruppe Bauteile (Ankerrad und Anker) aus Kunststoff zu verwenden. Wenn die für die Fixierung des Räderwerks zuständigen Platinen dann auch noch untrennbar miteinander verschweißt sind – es sich also zweifelsfrei um einen irreparablen Wegwerfartikel handelt – dann fehlt uns hierfür jeglicher Zugang. Das Qualitäts-Label „Swiss Made“ wird so letztlich ad absurdum geführt. Mit hochwertiger und langlebiger Mechanik hat das nicht ansatzweise etwas zu tun. So etwas verkaufen nicht einmal die Chinesen, die bei mechanischen Uhrwerken nicht gerade die besten Referenzen vorzuweisen haben.

Tissot Everytime „Swissmatic“: Eine reine Wegwerfuhr für 390 EUR, bei der jede Form der Revision entweder gar nicht möglich oder zumindest unrentabel wäre.

 

Aber es gibt derer auch sehr positive Beispiele und die kommen z.B. aus Japan.

 

SEIKO

Ein Hersteller, der seinen Kunden sehr viel für´s sauer verdiente Geld bietet und dabei erstklassige und robuste Mechanik aus eigenem Hause einsetzt, ist Seiko. Der Hersteller aus Japan versteht es – selbst in Preislagen um 400 Euro – hervorragende Qualität zu liefern. Dort wo Tissot auf ein primitives „Swiss Made“ Wegwerf-Kaliber setzt, erhält der Kunde bei Seiko langlebige Qualität „Made in Japan“.

 

Seiko Presage SRPB41J1 Automatik mit bewährtem und robusten Seiko Manufakturkaliber 4R35

 

Seiko Presage Automatik mit Zeigerdatum und Gangreserveanzeige

 

Der Klassiker von Seiko, die robuste Taucheruhr SRPB49K1 Prospex Automatik Diver

 

Eine Bereicherung war aber nicht nur das ein oder andere sauber gemachte Einsteigermodell (mehr dazu in Teil I unserer Berichterstattung über Deutsche Uhrenhersteller), nein auch in den mittleren und oberen Preislagen konnten wir traumhaft schöne Stücke finden. An dieser Stelle punkten zahlreiche bekannte, aber auch weniger bekannte Schweizer Hersteller.

Tauchen wir ein in die Welt der edlen und sehr edlen Zeitmesser.

 

TAG Heuer

Seit der Übernahme von TAG Heuer durch Jean-Claude Biver als CEO und Chef der Uhrensparte von LVMH, kam die Marke wieder mächtig voran. Weniger hochpreisige High-End Modelle, stattdessen „Affordable Luxury“, wie Biver es nennt. TAG Heuer will sich als Türöffner und Einstiegsmarke in die Welt hochwertiger Schweizer Uhren verstanden wissen. Die gezeigten Modelle machen Spaß, bieten gutes Image und einen hohen Gegenwert für´s Geld.

 

Die neue TAG Heuer Carrera Heuer 02 GMT mit Manufakturkaliber und zweiter Zeitzone

 

TAG Heuer Carrera Heuer 02 Tourbillon in blauem Gehäuse als Limited Edition

 

TAG Heuer Carrera Heuer 02T in der Rückansicht

 

TAG Heuer Formula 1 Lady

Zenith

Eine Marke, die endgültig aus dem Dornröschenschlaf erwacht zu sein scheint, ist Zenith. Das Unternehmen aus Le Locle, welches, wie TAG Heuer, ebenfalls zu LVMH gehört und von Jean-Claude Biver neues Leben eingehaucht bekam, zelebriert einerseits in gekonnter Weise seine Vintage-Modelle, hat aber mit der neuen Defy Lab, einem Ultraschnellschwinger, ausgestattet mit einer Hemmungsbaugruppe aus einem monolithischen Stück Silizium, die Grenzen des Machbaren neu definiert.

 

Zenith Defy Lab Ultrahochfrequenzschwinger

 

Ob das mit klassischer Uhrmacherei allerdings noch etwas zu tun hat, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir haben an dieser Stelle gewisse Zweifel

Sehr viel mit klassischem Uhrenbau zu tun hat hingegen das neue Modell Defy Zero G, bei dem das Tourbillon frei drehbar gelagert ist, und dieses sich, je nach momentaner Lage der Uhr, immer in die senkrechte Position austarieren kann. So wird der Einfluss der Erdanziehung tatsächlich vollständig eliminiert.

 

Uhrmacherkunst vom Feinsten: Zenith Defy Zero G Tourbillon

 

Zenith Defy Zero G Tourbillon

 

Zenith beherrscht aber auch Retro und Vintage. Die Ahnengalerie erfolgreicher Vitageuhren ist groß und so kann Zenith an dieser Stelle immer wieder aus dem Vollen schöpfen.

 

Zenith Pilot Extra Special

 

Zenith Pilot Chronograph Extra Special

 

MB & F

Mindestens genauso spektakulär, jedoch auf ganz andere Weise, zeigt MB&F seine uhrmacherischen Fähigkeiten. Max Büsser, der Gründer des Unternehmens, stellt nie in den Raum, alles selbst machen zu müssen. Ganz im Gegenteil: Er lobt immer wieder aus, wie wichtig Networking ist, d.h. sich mit den jeweils Besten auf dem Markt zu umgeben, um anspruchsvolle Projekte realisieren zu können. So geht Teamwork!

 

„The Fifth Element“ wurde gemeinsam von MB&F und L´Epée entwickelt

Dieses Kunstwerk besteht neben der Uhr aus mehreren Zusatzmodulen, die als Wetterstation Luftdruck, Luftfeuchte und Temperatur anzeigen. Das fünfte Element ist „Ross“, der als kleiner Alien auf einer Umlaufbahn durch´s Universum kreist.

 

„The Fifth Element“ wurde gemeinsam von MB&F und L´Epée entwickelt

Eine weitere Besonderheit ist die neue Legacy Machine Perpetual. Ein ewiger Kalender der absoluten Sonderklasse. Auch hier ging MB&F den Weg, sich mit den besten unabhängigen Uhrmachern zusammen zu tun. Kreativer Kopf dieser Runde ist Stephen McDonnell, der das aus 581 Einzelteilen bestehende Uhrwerk maßgeblich entwickelt hat.

 

MB&F Legacy Machine Perpetual Calendar Tourbillon

 

MB&F Legacy Machine Perpetual Calendar Tourbillon

 

NORD-Zeitmaschine

Ebenfalls außergewöhnlich sind die Kreationen einer ganz kleinen Uhrenschmiede, die sich im Norden der Schweiz findet. Die Manufaktur mit dem vielversprechenden Namen NORD-Zeitmaschine baut keine Uhren im klassischen Sinne, sondern vielmehr miniaturisierte Maschinen, die unter anderem auch die Zeit anzuzeigen vermögen.

Bei der neuen CROSSNROLL setzt sich der Name zum einen aus dem Wort „CROSS“ zusammen; das beschreibt, wie der aus vielen Einzelteilen bestehende Minutenzeiger, einer kreuzförmigen Minutenanzeigebahn entlang fährt. Die Spitze des Minutenzeigers ist auf einem Schlitten montiert, welcher auf der Zeigerplattform vor und zurück rollt und daher der Begriff ROLL“ im Namen der Uhr.

 

 

Nord-Zeitmaschine „Crossnroll“

 

Nord-Zeitmaschine „Crossnroll“

 

Nord-Zeitmaschine „Crossnroll“

Rebellion

Bleiben wir bei den außergewöhnlichen Kreationen, so finden wir diese auch bei Rebellion. Der Uhrenhersteller, der gleichzeitig auch im Automobilrennsport aktiv ist, verkörpert einmal mehr die Synthese zwischen hochkarätigen Automobilen und ebensolchen Uhren. Auch hier entstehen Uhren, die fernab eines jeglichen Mainstreams einzuordnen sind, sich dem normalen Geldbeutel aber auch nicht unbedingt erschließen.

 

Rebellion T2M. Das Kürzel steht für 2 Monate Gangautonomie, oder in Stunden ausgedrückt: 1.400 h

 

Rebellion Weap-One. Das in einem Röhrchen aus Saphirglas gelagerte und aus 529 Teilen bestehende Uhrwerk mit Toubillon, dreht sich um die eigene Achse. Daher der Name: „Asymertrical Flying Tourbillon“

 

Rebellion Weap-One

 

Rebellion T-1000 Gotham Watch mit 1000 Std. Gangautonomie

 

Louis Moinet

Uhren, die ebenfalls besonderen Ansprüchen nachkommen, stammen aus dem Hause Louis Moinet. Louis Moinet (1768 – 1853), der Erfinder des Chronographen und einer der fähigsten Uhrmacher der Zeitgeschichte, präsentiert in seiner heutigen Form dem Kunden traumhaft schöne, und vor allem sehr individuelle Kreationen. Wer sich differenzieren will, wird hier garantiert fündig.

 

Das neue Modell „Spacewalker“ widmet Louis Moinet dem ersten russischen Kosmonauten im Weltall: Alexei Leonov. Ein um den Käfig des Tourbillons kreisender Diamant symbolisiert dabei die Umlaufbahn um die Erde.

 

Das Modell „Skylink“ widmet Louis Moinet der ersten erfolgreichen Koppelung einer amerikanischen Apollo Weltraumkapsel mit einer russischen Soyuz im Jahre 1975.

 

Louis Moinet bietet in seinem umfangreichen Portfolio zumeist komplizierter Uhren auch wunderschöne, die Zeit anzeigende Schmückstücke für das Handgelenk der Dame

 

Chronoswiss

Die noch vergleichsweise junge Firma Chronoswiss, einst 1982 von Gerd Rüdiger Lang in München gegründet, heute im Besitz der Familie Ebstein und angesiedelt im Schweizerischen Luzern am malerischen Vierwaldstätter See, hat sich seiner Tradition, dem Armbanduhren-Regulator, fest und erfolgreich verschrieben. Neben der bereits bekannten Variante (Flying Regulator) mit 3D-Zifferblatt wurde in Basel nun eine weitere Version mit sogenannter „Open Gear Optik“ präsentiert. D.h. das Zifferblat wurde an einigen Stellen geöffnet und ausgespart, so dass der Betrachter jederzeit Einblick in die filigrane Mechanik des Regulatormoduls erhält.

 

Chronoswiss Flying Regulator Open Gear

 

Chronoswiss Flying Regultor Open Gear

 

Chronoswiss Flying Regulator Night & Day in 3D-Optik mit Tag/Nacht Indikator

Aber Chronoswiss kann auch Farbe, wie das nachfolgend abgebildete limitierte Modell eindrucksvoll zeigt. Der Regulator und sein charakterististisches Design lassen große Interpretationsspielräume zu.

 

Chronoswiss Flying Regulator „Limited Edition“ in sportlich frischer Optik

 

 

Carl F. Bucherer

Ebenfalls in Luzern beheimatet ist Carl F. Bucherer. Bucherer hat sich nicht nur als einer der weltgrößten Konzessionäre einen Namen gemacht, sondern ist auch mit eigenen Kreationen auf der Produktseite sehr erfolgreich unterwegs.

Die neueste Version aus der Manero-Reihe, die auf der Baselworld 2018 vorgestellt wurde, ist das Manero Tourbillon Double Peripheral. Mittels dreier mit wartungsfreien Keramikkugeln bestückten und unterhalb des Zifferblattes versteckt angeordneten Kugellagern, wird das Tourbillon optisch in der Schwebe gehalten. Die Gangautonomie beträgt 65 Stunden. Das sich einmal pro Minute um die eigene Achse drehenden COSC-zertifizierte Tourbillon zeigt mittels aufgesetzem Zeiger auch präzise die Sekunden an.

 

Carl. F. Bucherer Manero Double Peripheral Tourbillon

 

Carl. F. Bucherer Manero Double Peripheral Tourbillon. In der Rückansicht ist der ebenfalls peripher angeordnete (deshalb die Bezeichnung „Double Peripheral“) Aufzugsrotor gut zu erkennen.

 

Claude Meylan

Begeben wir uns ins Tal der Uhrmacher, dem berühmten und sagenumwobenen Vallée de Joux, so treffen wir hier u.a. auf Claude Meylan. Diese kleine Uhrenschmiede am Ostufer des Lac de Joux hat zwei Linien im Portfolio. Zum einen Vintage-Uhren, aber solche, die diesen Namen auch tatsächlich verdienen und mit historischen, nicht mehr erhältlichen Uhrwerksraritäten bestückt sind sowie neue Kreationen, die den Betrachter hinsichtlich Design und Ausführung in ihren Bann ziehen.

 

Das sehr aufwendig veredelte, legendäre Kaliber Valjoux 88 im 18 kt. Gehäuse eines Vintage Chronos von Claude Meylan

 

Das legendäre Kaliber Valjoux 69 im 18 kt. Weißgoldgehäuse eines Claude Meylan Chronos. Eine Rarität und optischer Leckerbissen zum Niederknien

 

Claude Meylan Ref. LAC 6047 mit exklusivem Manufakturkaliber im Tonneau-Gehäuse

 

 

Claude Meylan LAC 6047

Als absolute Neuheit im Uhrenbau präsentierte Claude Meylan das Wassertransferdruckverfahren. Dabei wird ein Wassertransferdruckfilm auf die Wasseroberfläche des Tauchbeckens gelegt und mit einem Aktivator angeregt. Durch das aktivieren löst sich die Trägerfolie auf und gibt das aufgedruckte Dekor an die Wasseroberfläche ab, hierbei bleibt das Dekor und Muster in seiner Form erhalten. Das zu beschichtende Bauteil wird durch das auf dem Wasser schwimmende Dekor getaucht. Durch den entstehenden Druck legt sich das Dekor überall gleichmäßig an und erzeugt das gewünschte Muster.

 

Im Wassertransferdruckverfahren beschichtete Uhrwerksteile, Gehäuse und Bänder von Claude Meylan

 

Ferdinand Berthoud

Etwas weiter nördlich im Schweizer Jura, in Fleurier, im schönen Val de Travers, befindet sich nicht nur die Uhrenmanufaktur von Chopard, sondern auch jene, von Karl-Friedrich Scheufele wieder zum Leben erweckte Edelschmiede, Ferdinand Berthoud. Dort entstehen nach überlieferten Handwerkskünsten, aber auch unter Nutzung von High-Tech Gerät von Chopard, in aufwendiger Handarbeit wieder ganz besondere Zeitmesser für jenen betuchten Uhrenfreund, der das Besondere sucht.

Der von Ferdinand Bertoud auf der SIHH im Januar 2018 vorgestellte Regulateur wurde zur Baselword um eine ganz besondere Limited Edition erweitert. Wie allgemein bekannt, altern Gehäuse aus Bronze im Laufe von Jahren und bilden je nach den vorherrschenden äußeren Einflüssen ganz unterschiedliche Schutzschichten. So muss der Uhrenfreund oftmals viele Jahre zuwarten, bis seine Uhr die gewünschte Alterspatina entwickelt.

Ferdinand Berthoud kam dem nun zuvor und hat die Bronze-Gehäuse von nur 5 Uhren einer ganz individuellen Alterung unterzogen. Die Ausbildung der Patina ist höchst unterschiedlich, jedes Modell somit ein Unikat. Etwas für echte Sammler und Liebhaber.

 

Ferdinand Berthoud Regulateur mit gealterten Bronzegehäuse

 

Ferdinand Berthoud Regulateur mit gealterten Bronzegehäuse

 

Ferdinand Berthoud Regulateur mit gealterten Bronzegehäuse und hochfeinem Manufakturkaliber

 

Greubel Forsey

Kommen wir zum Schluss und besuchen abermals eine Uhrenmanufaktur der Sonderklasse, die sich abseits der Baselworld in einem feinen Hotel eingemietet hatte. Greubel Forsey, zu Hause im Uhrenmekka La Chaux de Fonds, stellt seine Neuigkeiten traditionsgemäß bereits im Januar auf der SIHH in Genf aus. Da aber immer mehr Journalisten sich für oder gegen den Besuch der ein oder anderen Messe entscheiden, reagieren die Hersteller und kommen dann fallweise auch nach Genf oder umgekehrt nach Basel, um Präsenz zu zeigen.

Die Uhren von Greubel Forsey sind von absoluter Einzigartigkeit getragen und weisen eine Komplexität auf, die sich an die Grenzen des Machbaren immer wieder neu herantastet.

 

Greubel Forsey „Double Tourbillon 30°“

 

Greubel Forsey „Double Tourbillon 30°“ in der Rückansicht

 

Die faszinierende „GMT Earth“ von Greubel Forsey

 

Die „GMT Earth“ von Greubel Forsey in der Rückansicht

 

Fassen wir zusammen:

Die Baselworld ist nach wie vor die Leitmesse für Uhren. Ob das für immer so bleiben wird, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Mit dieser Fragestellung wird sich die neue Messeleitung fortlaufend befassen und die Messe den sich rasch verändernden Rahmenbedingungen anpassen müssen.

Hinsichtlich der ausgestellten Produkte gab es diesmal wirklich viel Neues zu sehen. Das sind auf der einen Seite ansprechende Einsteigermodelle, die mit viel Liebe zum Detail auch anspruchsvolle Kunden mit begrenztem Budget erfreuen, das sind aber auch Uhren der höchsten Stufe der Uhrmacherkunst, der Haute Horlogérie. Dazu bedarf es nicht zwingend einer Reise nach Genf zur SIHH. Die Baselworld kann sich an dieser Stelle nach wie vor auf Augenhöhe positionieren.

Die Vielfalt ist also ungebrochen. Im Gegenteil: Das rückläufige Geschäft mit hochwertigen Uhren hat einige Hersteller zu neuen, innovativen Produkten inspiriert. Ganz besonders tun sich die kleinen und mittelständischen, häufig inhabergeführten Hersteller hervor. Sie haben das Ohr auf der Schiene und hören oft früher als andere, wenn der Zug sich nähert. Viele der neu gezeigten Produkte begeistern, machen Spaß und lassen die Hoffnung aufkeimen, dass der Kunde Gefallen daran finden und wieder vermehrt in die Geschäfte zurückkehren wird.

Die aktuelle vorliegenden Exportzahlen des ersten Quartals 2018 stützen diese Einschätzung. Speziell in den asiatischen Wirtschaftsraum ist die Kauflaune zurückgekehrt. Die neuen Produkte haben daran sicher ihren Anteil.

Die großen Uhrenmarken und Konzerne glänzen auf der Produktseite ebenfalls mit vielen Neuigkeiten, gehen aber auf der Vertriebsseite ungleich aggressiver vor und fahren zunehmend mehrgleisig. Der immer mehr unter Druck stehende stationäre Einzelhandel sieht sich einem weiter verschärfenden Wettbewerb durch herstellereigene Flagship-Stores sowie einer weiter ansteigenden Zahl von Online-Plattformen gegenüber. Und der nach wie vor florierende Graumarkt, über den überschüssige Ware mit zum Teil hohen Preisabschlägen in den Markt gepumpt wird, macht die Situation auch nicht einfacher.

Da ist dann weniger oftmals mehr. Und das ist die Chance für die kleineren Anbieter in Kooperation und fairem Umgang mit dem Fachhandel in ruhigerem Fahrwasser zu segeln. An dieser Stelle wartet auch kein Shareholder bereits angespannt und nervös auf die nächsten Quartalszahlen.

Womit sich die Baselworld hingegen nach wie vor schwer tut, sind die neuen smarten Zeitmesser. Nur weil sich die Swatch Group als einer der wichtigsten Aussteller in dieser Disziplin noch immer in Zurückhaltung übt, bleibt die Zeit aber nicht stehen. Hersteller, die in Basel das Gefühl haben, nicht so gerne gesehen zu sein, präsentieren ihre Neuheiten längst auf anderen Bühnen dieser Welt. Damit schafft sich die Baselworld unnötigerweise weitere Konkurrenz. Der Trend in diese Richtung wird aber nicht aufzuhalten sein, der Zug ist abgefahren, ob mit oder ohne Baselworld. Apple lässt grüßen.

Darüber mehr in Teil 3 unserer Ausführungen zur Baselworld 2018.

 

Der Autor:
Herr Dipl.-Ing. (FH) Patrick Weigert ist als freier Journalist und Geschäftsführer einer Unternehmensberatungsgesellschaft u.a. für die Automobil- und Luxusgüterindustrie tätig und beobachtet und analysiert als Mitbegründer und Gesellschafter beim Deutschen Uhrenportal die Entwicklungen und Trends auf dem Sektor für hochwertige Uhren und neue Technologien.

 

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