Nach dem Erfolg der Blue Enamel mit einem tiefblauen Emaillezifferblatt, das an den Nachthimmel erinnert, wird es ab Dezember 2018 ein neues Modell der mechanischen Uhrenkollektion Presage geben, welche nun an dem  Mond in der Morgendämmerung erinnert.

Die Presage Urushi Byakudan-nuri Limited Edition ist nach den beiden aufwendigen japanischen Lacktechniken – es werden mehrere Schichten Lack von Hand aufgetragen, anschließend getrocknet und poliert –  benannt, welche für die Herstellung des Email-Zifferblatts der Uhr verwendet werden.
Byakudan-nuri ist eine Technik, die seit Jahrhunderten verwendet wird, um Urushi-Lack zu verzieren. Aufgrund der Komplexität dieser Handwerkskunst wird die Technik ausschließlich für ausgewählte Orte und hochwertige Gegenstände verwendet, wie zum Beispiel Tempel, Schreine und auf der Rüstung von Shogun Kriegern.

Die Presage Urushi Byakudan-nuri Limited Edition ist ab Anfang Dezember bei ausgewählten Seiko Händlern erhältlich. Es werden nur 2.000 Stück hergestellt, jede Uhr hat eine eigene Seriennummer und wird in einer speziellen Uhrenbox angeboten.

 

SEIKO > Presage Urushi Byakudan-nuri Limited Edition SPB085

 

Details zur Presage Urushi Byakudan-nuri Limited Edition SPB085

  • Werk:
    • Kaliber 6R21
    • Handaufzugsmöglichkeit
    • 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (8 pro Sekunde)
    • Beidseitiger automatischer Aufzug (Magischer Hebel)
    • Gangreserve mehr als 45 Stunden
    • 29 Steine, 208 Werkteile
    • Magnetischer Widerstand: 4.800 A/m
  • Gehäuse:
    • Edelstahl
    • Durchmesser: 40,5 mm, Höhe: 12,8 mm
    • Doppelt gewölbtes, entspiegeltes Saphirglas
    • Verschraubter Glasboden
    • 10 bar wasserdicht
  • Zifferblatt:
    • Zifferblatt mit Urushi Byakudan-nuri und Maki-e Technik
  • Armband:
    • Krokodillederband mit Faltschließe und Sicherheitsdrücker
  • Limitierung:
    • Weltweit auf auf 2.000 Stück
  • Preis:
    • 2.500 Euro

 

Details zu den Techniken Urushi, Byakudan-nuri und Maki-e

Drei traditionelle Techniken werden kombiniert, um die beeindruckende Atmosphäre des Mondes am Nachthimmel bei Einbruch der Morgendämmerung darzustellen. Zuerst werden die Zifferblätter mit der traditionellen Urushi-Technik hergestellt, bei der pechschwarzer Lack von Hand auf die Metallbasis des Zifferblatts gemalt, getrocknet und dann poliert wird. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt bis der Handwerkskünstler die von ihm gewünschte Schwärze erreicht hat. Unter Verwendung einer neuen Schicht Urushi, das nun als Bindemittel dient, werden die Hilfszifferblätter mit einem sehr feinen Metallpulver bestreut.

 

Der Urushi Lack wird sorgfältig per Hand aufgetragen.

Daraufhin wird das ganze Zifferblatt mehrmals mit einem rötlichen, halbtransparenten Urushi-Lack bemalt und jede neue Schicht wird so oft getrocknet und poliert, wie es der Handwerkskünstler für nötig hält. Das Ergebnis ist atemberaubend: die dunkelroten Hilfszifferblätter nehmen das Umgebungslicht auf und funkeln, sobald es heller wird, genau wie der Himmel, der das Morgenlicht in unterschiedlichen Tönen auffängt.

Im nächsten Schritt wird der Mond durch das Auftragen einer sichelförmigen Gangreserveanzeige mit Hilfe von Maki-e hinzugefügt. Wie bei der Byakudan-nuri Technik wird die Sichel zuerst mit einer Schicht Urushi-Lack überzogen, der als Klebstoff für das feine, goldfarbene Pulver dient. Nachdem das Pulver auf dem Zifferblatt aufgetragen wurde, klopft der Handwerker sanft darauf, um es gleichmäßig zu verteilen und vervollkommnet die Oberfläche durch das Auftragen eines von ihm speziell ausgewähltes Materials. Das Ergebnis ist eine Anzeige, die nicht nur die Form der Mondsichel widerspiegelt, sondern auch die schillernde, körnige Struktur des Mondes im Kontrast zur Sanftheit des Himmels verdeutlicht.

Damit ist die Fertigung des Zifferblattes abgeschlossen. Jeder einzelne Fertigungsschritt wird in mühsamer Handarbeit ausgeführt und erstreckt sich über mehrere Wochen, da die Byakudan-nuri Technik viel aufwändiger ist als die Fertigung eines einfachen Urushi Zifferblattes.

 

 Techniken Urushi, Byakudan-nuri und Maki-e
Prüfung aller fertigen Zifferblätter durch Urushi Meister Tamura.

Jeder Fertigungsschritt – Urushi, Byakudan-nuri und Maki-e – wird von den Künstlerinnen und Künstlern im Studio des Urushi Meisters Isshu Tamura in der Region Hokuriku auf Japans Hauptinsel Honshu von Hand ausgeführt. Schon zuvor war Tamura für die Fertigung von Urushi Zifferblättern verantwortlich. Durch die Kombination von handwerklichem Können mit Zeit und Geduld, die er und sein Team bei der Byakudan-nuri Technik aufbringen, erreicht Presage eine neue Dimension der Uhrmacherkunst.

 

 

 

 

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