Die Baselworld steht spätestens seit 2016 auf wackeligen Beinen. Der stete Rückgang der Zahl der Aussteller erreichte 2018 seinen vorläufigen Höhepunkt. Mit nur noch 650 gemeldeten Ausstellern halbierte sich die Zahl gegenüber dem bereits schwachen Vorjahr.

Die Stimmung auf der diesjährigen Messe war – aller Unkenrufe zum Trotz – jedoch insgesamt gut und die anziehende Konjunktur beim Verkauf hochwertiger Schweizer Uhren hat die Diskussionen um weitere Anpassungen und etwaige Ausstellerreduktionen auf der Basler Messe mehr oder weniger verstummen lassen.

Nun meldet sich völlig überraschend die Swatch Group zu Wort und gibt ihren Rückzug von der Baselworld bekannt. Damit geht der Messe Basel der bislang größte und bedeutendste Aussteller verloren.

Die Swatch Group, die für die Baselworld bislang ein Budget von über 50 Millionen Franken bereitgestellt hatte, habe beschlossen, ab 2019 an der Uhren- und Schmuckmesse nicht mehr präsent zu sein, erklärte Konzernchef Nick Hayek der «NZZ am Sonntag».

Als Begründung gab Nick Hayek zu verstehen, dass traditionelle Uhrenmessen für Swatch nicht mehr sinnvoll seien. Bereits ein Jahr zuvor hatten sich die Luxusmarken Hermès, Ulysse Nardin und Girard-Perregaux von der Baselworld abgemeldet und stattdessen der SIHH-Uhrenmesse in Genf angeschlossen.

Baselworld Quo Vadis?

Steht die Messe damit am Abgrund? Besteht die Gefahr, dass noch weitere wichtige Player wie die LVMH-Group oder Rolex oder Patek Philippe aussteigen, oder gab es zwischen der neuen Messeleitung und der Swatch Group spezielle Befindlichkeiten, die nicht ausgeräumt werden konnten?

Über die Hintergründe und die nächsten Schritte kann trefflich spekuliert werden. Wir werden sehen, wo die Uhrenbranche hinläuft. Eine SIHH in Genf, eine abermals deutlich geschwächte Basler Messe und verschiedene eigene Veranstaltungen diverser Hersteller; man mag es drehen und wenden wie man möchte: Einen Gefallen tut sich die Schweizer Uhrenindustrie damit mittel- und langfristig sicher nicht.

Quellen:

 

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