Die Baselworld 2019 scheint gesichert. Nun gibt es einen Termin für 2019:

2019 findet die Baselworld vom 21.03.2019 bis 26.03.2019 statt.

Nachdem die Baselworld 2018 von vielen Unwägbarkeiten begleitet war und bis kurz vor Torschluß nicht klar war, wie sich Breitling und Chopard verhalten und eine mögliche weitere Teilnahme zugunsten einer Umsiedelung nach Genf oder alternativer Szenarien zur Diskussion stellten, ist dieser Druck nun aus dem Kessel gewichen. Nachdem, trotz gewisser Nebengeräusche, davon auszugehen, dass auch die Swatch-Group dabei bleibt, kann 2019, wohl wie ursprünglich geplant, stattfinden.

Wie es jedoch darüber hinaus weiter geht, bleibt indes offen. Jean-Claude Biver, CEO von TAG Heuer und verantwortlich für die Uhrensparte bei LVMH, schlägt im Interview mit CNN ungewohnt kritische Töne an. Er behält sich vor, längerfristig andere Konzepte zu verfolgen, sollte die Baselworld sich nicht grundlegend verändern.

Zu den Forderungen von Jean-Claude Biver zählen,

  • dass die SIHH und die Baselworld sich terminlich abstimmen, so dass Besucher aus Übersee nur einmal anreisen müsse und es sich somit um eine Messe mit zwei, lediglich 2 1/2 Auto- oder Bahnstunden, voneinder entfernten Standorten handelt,
  • und die Eintrittspreise für Endkunden drastisch gesenkt werden. Er nennt als Beispiel den Automobilsalon in Genf, wo das Ticket an den Besuchertagen für 16 CHF erhältlich ist (nicht 55 CHF, wie auf der Baselworld) und so auch die ganze Familie die Messe besuchen kann, ohne das Budget zu überdehnen. Denn gerade die jungen Leute sind die Käufer von morgen. Das wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Kundennähe und Kundenorientierung.
  • Zudem muss die Messe künftig eine Informations- und Diskussionsplattform bieten, beispielsweise in Form von Foren, Vorträgen und Workshops und sich viel aktiver mit Zukunftsthemen befassen. Was tut sich im Silicon Valley und welche dieser Trends mögen Auswirkungen auf die Uhrenbranche haben?
  • Sollte einer der großen Player die Lust und Laune an der Baselworld verlieren, so steht seiner Auffassung nach die Messe auf verlorenem Posten. Und genau das sollte nicht passieren, denn das würde letztlich eine Kettenreaktion auslösen.
  • Die Baselworld muss als Messe erhalten bleiben, dieses Ziel gilt es zu verfolgen. Denn kein anderer Platz bietet eine solch hervorragende  Möglichkeit des Netwerkens; jedoch muss die Transformation von einer reinen Ordermesse hin zu einer modernen Informations- und Kommunikationsplattform gelingen und vorangetrieben werden.

 

 

Unsere Meinung dazu:

Die Branche sollte endlich aufhören, sich bevorzugt selbst zu feiern und sich stattdessen endlich demjenigen öffnen und zuwenden, an den die Produkte letztlich verkauft werden müssen: Den E N D K U N D E N ! Weshalb kann die Automobilindustrie das, die Uhren- und Schmuckbranche jedoch nach wie vor nicht? Vermutlich muss der ein oder andere noch von seinem hohen Roß heruntergebeten werden. Ein kleiner Fußmarsch würde manchem Verantwortlichen nicht schaden. Dazu würde auch ein Umgang auf Augenhöhe zwischen Messeleitung und Ausstellern (speziell mit kleineren) gehören. Denn Arroganz war bekanntlich noch nie ein guter Ratgeber.

 

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