Die Groupe Richemont verzeichnete im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018, welches im Dezember abgeschlossen wurde, einen Umsatzanstieg, der aber durch Währungseffekte erheblich belastet war. Der Verkauf im Asia-Pacific Raum sowie der Geschäftsbereich Schmuck haben die Ergebnisse primär unterstützt, vermeldet die Luxusgruppe in einer Pressemitteilung.

Von Oktober bis Dezember betrug der Umsatz 3,12 Milliarden Euro, was rechnerisch einen leichten Anstieg von lediglich 1% (bzw. +7% ohne Berücksichtigung von Währungseffekten) ergibt. Der Schmuckbereich kam dabei mit 5% voran und erreichte einen Umsatz von 1,83 Milliarden Euro.

Der Uhrenbereich erwirtschaftete hingegen lediglich 781 Millionen Euro, was einem Rückgang von 4%, entspricht (bzw. einem leichten Wachstum von 1% ohne Brücksichtigung von Währungseffekten). Der Geschäftsbereich „Sonstige“ zu dem auch die Marken Montblanc, Chloe und Lancel zählen, fiel um 5% auf 509 Millionen Euro (bzw. +/- 0% ohne Berücksichtigung von Währungseffekten), hieß es in der Stellungnahme.

Der Grund: Auch im für die Branche so wichtigen Weihnachtsgeschäft kam der Bereich Uhren des Schweizer Luxusgüterkonzerns nicht wirklich voran. Wegen nach wie vor zu hoher Lagerbestände und Rückkäufe setzte der Konzern im Großhandel im dritten Quartal deutlich weniger um.

Geografisch gesehen entwickelten sich die meisten Regionen (kalkuliert in Lokalwährungen) positiv; in der Region Asien-Pazifik wird das Feld angeführt von China, Hongkong sowie Macao. Von dort wurde ein Umsatz von 1,18 Milliarden Euro berichtet, was einer Steigerung von 5% (+ 11% in Lokalwährung) entspricht, während Europa mit 846 Millionen Euro einen Rückgang um -2%, zu beklagen hat.

Die auf dem Alten Kontinent beobachtete Schwäche versucht Richemont durch die Aufwertung der Gemeinschaftswährung gegenüber dem US$ Dollar zu erklären.

Offensichtlich tut sich die Groupe Richemont mit der Währungsabsicherung – trotz eines wieder massiv abgewerteten Schweizer Franken – weiterhin schwer, auch scheint der Konzern nicht in der Lage zu sein, das weltweite Überangebot an Luxusuhren endlich in den Griff zu bekommen.

Diesen hausgemachten Problemen überlagert sich ein auf einigen wichtigen Märkten (u.a. den USA) zu beobachtendes weiter abschmelzendes Interesse an überteuerten Luxusuhren im Generellen. Die passenden Antworten hierauf bleibt Richemont bislang schuldig.

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