Am 27. Oktober 2017 lud JUWELIER HILSCHER im Rahmen der MUNICHTIME zum Talk ins Hotel LOVELACE 

Die Insider der Uhrenbranche blickten nach vorne – wie sind die Aussichten der Uhrenbranche für 2018? Was sind die anstehenden Herausforderungen? Sind Smartwatches eine Gefahr oder eine Chance für den Handel? Wie kann man heute junge Kunden gewinnen? Haben Weltzeituhren, Uhren mit Mondphasen, Tourbillons und ewigem Kalender ausgedient? Gehört die Zukunft den einfachen und preiswerten Uhren oder den Smartwatches?

Fragen über Fragen, die Herstellern, Händlern und Kunden auf den Nägeln brennen. JUWELIER HILSCHER nahm die MUNICHTIME zum Anlass und diskutierte diese Fragen mit Experten in einer hochkarätig besetzten Talkrunde im Hotel LOVELACE in München.

Teilnehmer der Talkrunde waren:

Gerd-Rüdiger Lang, der zusammen mit Jack Heuer die Marke „Heuer“ auf den Weg brachte, die heute als Weltmarke „TAG Heuer“ Erfolge feiert. Der in der Uhrenwelt als „Der Mann mit dem Tick“ bekannte Gerd-Rüdiger Lang gründete 1983 die international renommierte Uhrenmarke „Chronoswiss“, die er 2012 verkaufte. Von ihm stammt der Slogan: „Ich produziere nur Uhren, die ich selber gern trage“.

Marco Lang, der als Nachkomme einer Dynastie von Uhrmachern im Jahr 2001 die Marke „Lang & Heyne“ gründete. Er verschreibt sich seither dem Erbe der traditionellen Uhrmacherkunst des 18. und 19. Jahrhunderts. Seit 2005 ist Marco Lang Mitglied der „Académie Horologère des Créateurs Indépendants“.

Thomas Wanka, der als Chefredakteur einem der ältesten und einflussreichsten deutschsprachigen Publikation der Branche, dem „UHREN MAGAZIN“, vorsteht. Er ist ein langjähriger Wegbegleiter der Uhrenindustrie. Sein Urteil ist geschätzt und gefürchtet.

Kai-Pierre Thieß, Geschäftsführer des über 70-jährigen Münchner Traditionsunternehmens „Juwelier Hilscher“, der ein leidenschaftlicher Verfechter des stationären Fachhandels ist. Seit Jahrzehnten engagiert sich Juwelier Hilscher  in mehr als 20 Institutionen und Projekten der Stadt. Das Engagement reicht von der Staatsoper, über das P1 bis hin zum lokalen Leistungssport in mehreren Sparten.

Ruth Hofmann, Moderatorin bei Sport1, führte durch den Abend und moderierte die teilweise kontroverse Diskussion.

Von Links: Marco Lang, Thomas Wanka, Manfred Hilscher, Ruth Hofmann, Kai-Pierre Thieß, Gerd-Rüdiger Lang

Die Teilnehmer der Talk-Runde waren sich weitgehend einig, dass die Entwicklung der Uhrenindustrie eine kritische Phase durchläuft. Der Online-Handel ist ein ernst zu nehmender Faktor, die sich etablierende neue Gattung der intelligenten Uhren ein weiterer. Dennoch sind die Perspektiven für den Fachhandel durchaus positiv zu bewerten, sofern die Juweliere sich den neuen Herausforderungen stellen und gleichzeitig den persönlichen Kontakt mit dem Kunden suchen und intensivieren.

Problematisch werden von den Gesprächsteilnehmern die Entwicklungen auf dem grauen Markt beurteilt, hervorgerufen durch ein Überangebot an Ware auf bestimmten Märkten. Aber auch die restriktive Ersatzteilpolitik einiger Hersteller macht sich negativ bemerkbar; der Kunde zeigt für hohe Servicekosten und z.T. monatelange Wartezeiten immer weniger Verständnis. Durch die ausschließliche Belieferung zertifizierter Betriebe mit Ersatzteilen wird es für freie Uhrmacher zudem immer schwieriger, dringend benötigte Ersatzteile für eine qualifizierte Instandsetzung zu erhalten. Dies beeinträchtigt die Attraktivität des Uhrmacherberufs weiter, der ohnehin an Nachwuchssorgen leidet.

Patrick Weigert vom Deutschen Uhrenportal lenkte die stark von Luxusmarken und sehr hochwertigen Uhren geprägte Diskussion auch hin zu den Einsteigermarken in der Preisklasse bis 1000 EUR. In diesem Bereich dürfte es zu den größten Veränderungen kommen, da zusehends branchenfremde Unternehmen, wie Apple, Samsung oder Garmin nun ebenfalls um die Gunst des Käufers werben.

Umso mehr wird in Zukunft die persönliche Beratung, das emotionale Erlebnis und die Empathie beim Kauf einer Uhr oder eines Schmuckstücks von großer Bedeutung sein. Dem muss sich der stationäre Handel stellen, um den Kunden – mehr denn je – für ein einzigartiges Kauferlebnis zu gewinnen.

 

JUWELIER HILSCHER:

Ein Familienunternehmen, mit Kompetenz und Tradition – seit 1945. Das Traditionshaus Juwelier Hilscher ist seit zwei Generationen in München als herausragendes Fachgeschäft für hochwertige Uhren und außergewöhnlichen Schmuck bekannt. Das Team rund um Manfred und Brigitte Hilscher versteht es, bei seinen Kunden die Faszination für komplizierte Uhren mit fachlicher Kompetenz und Erfahrung zu wecken. So finden sich in den Juweliergeschäften am Flughafen München sowie am Elisabethplatz in Schwabing renommierte Marken wie Rolex, Tudor, Breitling, Bulgari, Omega, Breitling for Bentley, TAG Heuer, Zenith, Lang & Heyne, Montblanc, Longines, Chopard, Carrera y Carrera und Erwin Sattler Uhren.

LINKS:

 

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