Der Bereich Schmuck und Uhren der Compagnie Financière Richemont SA hat mit Beginn des seit April 2016 laufenden Geschäftsjahres 2016/17 deutlich weniger Umsatz erwirtschaftet.

 

Umsatzentwicklung

Die gesamte Branche der Luxusgüter leidet unter einer sich weltweit abschwächenden Nachfrage. Richemont sieht sich daher gezwungen, die Kapazitäten in der Produktion als auch im Verkauf den veränderten Bedingungen anzupassen. Besonders hart trifft es den Bereich Uhren, so dass auch die Schliessung weiterer Boutiquen, welche die Renditeziele verfehlen, eine logische Konsequenz sein wird.

Johann Rupert, Präsident des Verwaltungsrates, erläuterte die Hintergründe und machte diese vorrangig an Unsicherheiten im Marktumfeld von Luxusgütern fest.

In den ersten fünf Monaten des Berichtszeitraumes schrumpfte der Umsatz der Gruppe in Lokalwährungen gerechnet um -13%. Kalkulatorisch sind darin auch so drastische Maßnahmen wie die Rücknahme von schlecht oder nur mit erheblichen Preisabschlägen verkäufliche Modelle enthalten.

Bei den Marken Cartier oder Van Cleef & Arpels sank der Umsatz mit Schmuck im Berichtszeitraum – in den jeweiligen Landeswährungen gerechnet – um -15% und in Euro gerechnet um -16%. Der Umsatzeinbruch bei Uhren der Marken Piaget, Jaeger Le Coultre oder IWC fiel mit -18% noch deutlicher aus.

Die von der Groupe Richemont bezifferten Rückgänge stellen aber keine wirkliche Überraschung dar, meldet doch die Exportstatistik des Verbandes der Schweizer Uhrenindustrie (La Fédération de l’Horlogérie Suisse ) seit gut einem Jahr speziell bei hochpreisigen Uhren Einbußen in ähnlicher Größenordnung.

 

Ergebnisprognose und Gewinnwarnung

In einem auf das laufende Geschäftsjahr hochgerechneten Ausblick warnt die Groupe Richemont die Anleger vor dem Hintergrund der gemeldeten Umsatzrückgänge vor einer signifikanten Belastung des Betriebsergebnisses. Das operative Ergebnis werde um rund 45% niedriger liegen als noch im Vorjahr. Den Halbjahresbericht mit exakten Eckdaten wird die Groupe Richemont am 04. Novemver 2016 vorlegen.

Die ernüchternden Zahlen sind von den Anlegern schlecht aufgenommen worden. Die Aktie wurde abgestraft und büßte gegenüber ihren Höchstständen im Vorjahr damit bereits knapp 40% ihres Wertes ein. Um die Papiere des Konkurrenten Swatch Group ist es ebenfalls nicht gut bestellt. Diese gaben seit ihrem Höchststand im Jahr 2013 sogar 50% ihres damaligen Wertes ab.

 

Quelle:

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