Schenkt man mehreren unabhängigen Quellen und Pressemeldungen Glauben, so erfüllen die bisherigen Verkaufszahlen der Apple Watch wohl nicht ganz die Erwartungen ihrer Väter und Befürworter.

Nun gibt Apple bekanntlich keine offiziellen Zahlen bekannt, aber viele Indizien sprechen dafür, dass es so, oder zumindest so ähnlich ist, wie in den Medien berichtet wird.

Nun, weshalb ist das so? Unseres Erachtens gibt es vier wesentliche Gründe.

  • Das Produkt Smartwatch als solches ist noch unausgereift; z.B. ein Display welches wegen der ohnehin schon kurzen Laufzeit des Akkus überwiegend abgedunkelt ist, denn etwas anzuzeigen, bereitet wenig Freude.
  • Der echte Mehrwert einer Apple Watch (auch stellvertretend für andere Smartwatches) hat sich für viele Nutzer noch nicht erschlossen; keine wirklich neuen oder einzigartigen Funktionen.
  • Die Apple Watch kann nicht von den in der Mehrzahl befindlichen Besitzern von Android-Phones genutzt werden.
  • Die Apple Watch ist schlichtweg viel zu teuer.

 

Apple Watch Sport Edition

 

Somit ist die Bereitschaft, vergleichsweise viel Geld für ein Produkt auszugeben, dessen Mehrwert überschaubar und dessen technische Substanz noch nicht wirklich überzeugen kann, nicht in dem Maße vorhanden, wie es von einem aktuellen Apple Produkt eigentlich erwartet wird. Die Tatsache, dass das Produkt dann zudem nur in Verbindung mit einem iPhone Verwendung finden kann, grenzt zudem ein Marktvolumen von mittlerweile rund 75% an Android Smartphone Nutzern aus.

Zurück zum vielen Geld. Auch hier gibt es aktuell eine interessante Untersuchung vom Online-Magazin Wearable, die besagt, dass die Schmerzgrenze für eine Smartwatch bei rund 250 US$ liegt und da liegt die Apple Watch selbst in ihrer einfachsten Form deutlich darüber.

Allein einige Android Wear Produkte sowie die Produkte aus dem Hause Pebble bleiben unterhalb dieser Grenze und können sich von daher relativ gut behaupten, wenngleich auch hier der große „Aha-Effekt“ bislang ausbleibt. Android Wear ist zu schwerfällig und zu komplex. Die Funktionen des Smartphones auf die Smartwatch zu spiegeln und dann auf einem Mini-Bildschim herumzufingern, ist wenig sinnreich. Geradezu grotesk: zu Hause an der Wand hängt der Mega-Bildschirm – je größer desto besser – und bei der Smartwatch wird der Griff zur Lupe dann schon fast zur Pflicht.

Pebble geht einen völlig anderen Weg, speckt ab, schiebt nur die Funktionen auf die Smartwatch, die halbwegs Sinn ergeben, und ersetzt das Herumgetapse auf dem Mini-Bildschirm durch ein paar wenige, seitlich angeordnete Drucktasten. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

 

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