Glashütte zur DDR-Zeit. Die Uhrenproduktion zwischen 1951 und 1990.

Über 120 Gäste – unter ihnen zahlreiche Zeitzeugen – folgten am 11.06.2015 der Einladung der Stiftung “Deutsches Uhrenmuseum Glashütte – Nicolas G. Hayek” zur Eröffnung der Sonderausstellung „Glashütte zur DDR-Zeit“. Markus Dreßler, Bürgermeister der Stadt Glashütte, und Frank  Kittel, Geschäftsführer von Glashütte Original, begrüßten alle Anwesenden herzlich mit einer kurzen Ansprache. Danach lud Reinhard Reichel, Direktor des Deutschen Uhrenmuseums Glashütte, die Gäste dazu ein, die liebevoll und fachkundig konzipierte Ausstellung zu erkunden.

 

 

Mit dieser Sonderausstellung würdigt das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte 25 Jahre nach der Wiedervereinigung die Leistungen der damaligen Glashütter Konstrukteure, Uhrmacher, Werkzeugmacher und Feinmechaniker. Diesen Personen ist es gelungen, trotz der oftmals schwierigen    Umstände jener Zeit, die Tradition der Uhrmacherei während der DDR-Zeit zu erhalten.

 


Markus Dressler Reinhard Reichel und Frank Kittel mit GUB-Logo

 

Mit der Gründung des Volkseigenen Betriebs Glashütter Uhrenbetriebe, kurz VEB GUB, begann am 1. Juli 1951 ein neuer Abschnitt in der Geschichte  der Glashütter Uhrenindustrie. Der Betrieb fertigte zahlreiche Produkte an, die in Alltag und Wissenschaft Verwendung fanden. Die  Sonderausstellung zeigt, wie vielfältig die Produktpalette war: Armbanduhren, MarineChronometer, Sondermaschinen, Wand- und Schaltuhren.

 

 

Der VEB Glashütter Uhrenbetriebe entwickelte sich bis 1990 zum größten Arbeitgeber der Region. Aus diesem Grund bekleidete er auch viele  Aufgaben, die über die Fertigung von Zeitmessern hinausgingen:
Die Aus- und Weiterbildung talentierter Menschen und verschiedene Angebote zur Freizeitgestaltung in der ehemaligen DDR werden ebenfalls in der Ausstellung beleuchtet. Das Museum zeigt neben einer Auswahl der damaligen Uhrenproduktion auch Werkzeuge, Spezialmaschinen, Lehrmittel, Zeichnungen und eine Vielzahl an Fotografien. Werbefilme und Prospekte veranschaulichen Aspekte des Vertriebs und der Vermarktung.

 

 

Die Sonderausstellung ist vom 12. Juni – 1. November 2015 im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte zu erleben. Ein Begleitband zur Ausstellung in deutscher und englischer Sprache kann für 6,50 Euro im Museumsshop erworben werden.

 

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte
Schillerstraße 3a
01768 Glashütte/Sachsen

 

LINKS:

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.