In Rovinj (Kroatien) war am Wochenende 30. / 31. Mai 2015 jede Menge los, am Himmel, zu Wasser und auch zu Land, unmittelbar am Wasser.
Warum? – Die Frage ist schnell beantwortet: Der kleine Ort Rovinj war einer der Austragungsorte der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015.

 

 

Die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft ist eine internationale Luft – Rennserie. Es werden hierbei einmotorigen Propellermaschinen eingesetzt, welche etwa 350 PS (etwa 260 kW) leisten und Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h erreichen können.

Das Ziel ist es, einen Luft-Rennkurs, der mit luftgefüllten Pylonen abgesteckt ist, die vorgeschriebenen Manöver in möglichst kurzer Zeit und mit so wenigen Fehlern wie möglich zu absolvieren. Die Piloten können in jedem Rennen Punkte für die Weltmeisterschaft holen. Der Pilot mit den meisten Punkten nach dem letzten Rennen wird der Red Bull Air Race Weltmeister.

 

In dieser Saison gehen 14 Piloten an den Start.

  1. Hannes Arch (Österreich)
  2. Peter Besenyei (Ungarn)
  3. Paul Bonhomme (Vereinigtes Königreich)
  4. Kirby Chambliss (Vereinigte Staaten)
  5. Matthias Dolderer (Deutschland)
  6. Michael Goulian (Vereinigte Staaten)
  7. Matt Hall (Australien)
  8. Nigel Lamb (Vereinigtes Königreich)
  9. Nicolas Ivanoff (Frankreich)
  10. Pete McLeod (Kanada)
  11. Francois Le Vot (Frankreich)
  12. Yoshihide Muroya (Japan)
  13. Martin Šonka (Tschechien)
  14. Juan Velarde (Spanien)

 

 

Es werden in der Saison 2015 insgesamt acht Rennen durchgeführt.

Die bisherigen Stationen waren:
13./14. Februar: Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate)
16./17. Mai: Chiba (Japan)
30./31. Mai: Rovinj (Kroatien)

Die nächsten Stationen sind:
4./5. Juli: Budapest (Ungarn)
15./16. August: Ascot (Großbritannien)
5./7. September: Spielberg (Österreich)
26./27. September: Fort Worth (USA)
17./18. Oktober: Las Vegas (USA)

Das Red Bull Air Race besteht aus den Flugsessions: Training, Qualifying, Round of 14, Round of 8 und Final-4.

Das TRAINING findet an den Tagen vor dem Qualifying statt. Für die Master-Class-Piloten gibt es zwei Trainingstage, welche jeweils aus zwei verpflichtenden Trainingssessions bestehen. Die Zeit des finalen Trainings (Training 4) ist ausschlaggebend für die Reihenfolge des Qualifyings.
Das QUALIFYING findet einen Tag vor dem Rennen statt. Es beinhaltet eine verpflichtende Qualifying-Session. Anhand der Ergebnisse des Qualifyings wird die K.o.-Runde Round of 14 festgelegt. Der Schnellste des Qualifyings trifft in dieser auf den Langsamsten, der Zweitschnellste auf den Vorletzten usw.

Die erste Session am Renntag ist die ROUND OF 14. Hier treten die Piloten in „Mann gegen Mann“-Duellen gegeneinander an. Die sieben „Round of 14″-Gewinner qualifizieren sich ebenso für die „Round of 8″ wie der schnellste Verlierer. Die Piloten, die es nicht in die Round of 8 schaffen, erhalten entsprechend ihrer Zeiten die Platzierungen 9 bis 14.

In der ROUND OF 8 trifft der schnellste der Round of 14 auf den schnellsten Verlierer, der Zweite auf den Siebten, der Dritte auf den Sechsten und der Vierte auf den Fünften. Die vier Gewinner dieser Duelle qualifzieren sich für das Final – 4. Die restlichen Zeiten der Round of 8 legen die Endplatzierungen von 5 bis 8 fest. Die vier schnellsten Piloten aus der Round of 8 kämpfen im FINAL- 4 wieder einzeln in einem Lauf gegeneinander an und fliegen um die Positionen 1, 2, 3 und 4.

 

 

Der Startflughafen und auch Trainingsort war der Flughafen des kleinen Fischerortes Vrsar. In Vrsar fiel das Event mehr durch die vielen MINIs mit den „Red Bull Air Race – Logos“ und durch das laustarke Motorengeräusch in der Luft, denn durch Werbeplakate auf. Hier haben die Veranstalter noch Potenzial, dieses einzigartige Event den Gästen und Urlaubern durch bessere Information nahezubringen.

Am Flughafen konnte man beim Training zusehen, zudem wurden für die zwei Wettkampftage eine Tribüne und eine Großbildleinwand aufgebaut, somit hatten die Zuschauer die Möglichkeit die Starts und Landungen der Flugzeuge life zu sehen und das Rennen in Rovinj via Leinwand mit zu verfolgen. Leider wurde diese Möglichkeit vor Ort zu wenig publiziert.

 

 

Wir verfolgten in Vrsar einen Trainingstag. Es war einfach fesselnd, die Geschwindigkeit und das unglaubliche Geschick der Piloten, im Umgang mit diesen Hochleistungsmaschinen zu beobachten.

 

 

 

Am Sonntag sahen wir uns in Rovinj die „Round of 14″ und die „Round of 8″ dann vom Wasser aus an.

 

 

Die Stimmung war gewaltig: hunderte von Booten und Yachten, vom kleinen 5 PS Schlauchboot über Fischer- und Ausflugsboote bis hin zu Luxus-Yachten lagen hier außerhalb der „Sperrzone“ vor Anker.

 

 

Einige Wassersportler mit neuartigen Jet-Surfbrettern sorgten ebenfalls für Abwechselung.

 

 

Die in Rovinj eigens aufgebaute Tribüne war sehr gut besucht.

 

 

 

BREITLING ist der offizielle Zeitnehmer für die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft, die Firmengeschichte läßt diese Tatasache logisch erscheinen:
Schon Gaston Breitling, der Sohn des im Jahr 1914 verstorbenen Firmengründers, beginnt sich im Zuge der damals neu einsetzenden Entwicklung der Luftfahrt für Fliegerei zu interessieren und stellt Überlegungen an, wie sich Uhren hierzu geeignet einsetzen lassen. Bereits ab 1914 werden Armbanduhren mit Chronographenfunktion für sportliche und militärische Zwecke gefertigt, und 1915 fertigt Gaston Breitling den ersten Armbandchronographen mit zentralem Sekundenzeiger und 30-Minuten-Zähler.

Mit diesem Handgelenkinstrument ermöglicht er Flugzeugpiloten, Messungen der Flugzeit und andere Berechnungen durchzuführen.
1923 entwickelt Breitling den ersten Chronographendrücker; zuvor war der Start und die Rückstellung der Kurzzeitmessung noch über die Aufzugskrone erfolgt.

Gaston Breitling starb im  Juli 1927, erst 1932 kann Willy, sein einziger Sohn, die Firmenleitung übernehmen. Er setzt die Innovationstätigkeit seines Vorgängers fort. Schon 1930 hatte die Firma ca. 40 verschiedene Chronographen-Modelle anbieten können. Die Erfindung des zweiten Chronographendrückers im Jahre 1934 untermauert die Vorrangstellung der Firma. Im Jahre 1936 bringt Willy Breitling einen berühmt gewordenen Bordchronographen für Flugzeuge auf den Markt, der später von über 30 Luftfahrtgesellschaften verwendet wird, und beliefert seither die Royal Airforce mit Borduhren für ihre Flugzeuge.

Die Automarke MINI, der Logistikdienstelister DHL, sowie X-BIONIC und GARMIN unterstützen die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft ebenfalls.

 

 

Es war einfach phänomenal wie die einzelnen Piloten diesen Luft-Rennkurs absolvierten. Sie flogen zackig und präzise entlang der luftgefüllten Pylonen, in einer enormen Geschwindigkeit bei der es einem schon beim Zusehen mulmig wurde.

 

 

 

Noch bizarrer war es, zu verfolgen, wie diese wendigen Maschinen den 90 Grad Lagewechsel absolvierten oder auch nahezu senkrecht zum Himmel aufstiegen, um dem Publikum dann weitere waghalsige Manöver zu zeigen.

 

 

Aber nicht nur das „Air Race“ selbst war beeindruckend, sondern auch das Rahmenprogramm, denn Fallschirmspringer, Wasserflugzeuge und Hubschrauber brachten die Zuschauer zum Staunen und sorgten immer wieder für stockenden Atem.

 

 

 

 

Der Österreicher Hannes Arch konnte den dritten Saison-Stopp der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015, also das Rennen in Rovinj, für sich entscheiden.

Der Sieg bescherte ihm in der Gesamtwertung Platz 3  und er konnte somit seinen Rückstand auf Bonhomme und Hall auf acht Punkte reduzieren. Bei dem Rennen in Abu Dhabi und in Chiba belegten jeweils Paul Bonhomme (Vereinigtes Königreich) und der Australier Matt Hall die Plätze eins und zwei.

 

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