Das Start-Up Unternehmen Pebble hat allen gezeigt wie es geht, nun folgen mit zeitlichem Abstand eine Reihe weiterer Hersteller und setzen bei ihren Smartwatches der neuesten Generation ebenfalls auf die energieeffizienten E-Ink Displays.

Ihren Ursprung hatten diese Displays in den E-Book Readern, die mit einer Akkuladung problemlos mehrere Wochen betrieben werden können. Das Ladegerät kann so auch bei einem 4-wöchigen Strandurlaub, mit viel Zeit für´s Lesen, zu Hause bleiben.

Das Ganze, nun verkleinert im Mini-Format und verpackt als Smartwatch am Handgelenk, lässt die Akkulaufzeit natürlich schrumpfen; aber mehrere Tage bleiben immer noch zur Verfügung, bis die Watch wieder ans Ladegerät muss.

Apple setzt mit seiner neuen Watch auf ein zwar ebenfalls energieoptimiertes Retina Display mit sehr hoher Auflösung, hat aber in Sachen Energieeffizienz eindeutig das Nachsehen, zumal das Display im Normalzustand verdunkelt ist und erst durch Armbewegung aktiviert wird.

Nicht so bei den E-Ink Displays. Diese sind permanent aktiv und damit ständig lesbar, also wie bei einer richtigen Uhr. Die Apple Watch erinnert da schon eher an die antiquierten LED-Uhren vergangener Tage, die ob ihrer zumeist abgedunkelten Displays bald wieder verschwanden und dann durch hocheffiziente permanent aktive LCD-Displays abgelöst wurden.

Neben Pebble, dem Pionier auf dem Gebiet der E-Ink Displays, kommt nun Asus mit seiner neuesten Generation, der VivoWatch, ebenfalls auf den Geschmack der sparsamen Displays und verspricht 10 Tage Akkulaufzeit. Und Vector, der Neueinsteiger aus England, stellt für seine Watch, unter Verwendung dieser Technologie, sogar 30 Tage in Aussicht.
Archos, das französische Technologieunternehmen, welches den Markt der Tablets und Smartphones seit wenigen Jahren mit extrem knapp kalkulierten Preisen gehörig aufmischt, kündigt ebenfalls eine Smartwatch mit E-Ink Technologie an.
Qualcomm der bekannte Hersteller von Mikroprozessoren für Smartphones und Tablets, hat schließlich bereits vor gut einem Jahr ein noch energiesparenderes, „Mirasol“ genanntes, Interferometric Modulator Display (IMOD) entwickelt und in einer Smartwatch, der Qualcomm Toq, der Öffentlichkeit vorgestellt. Laut Qualcomm sind die Mirasol Diplays noch energieeffizienter als die E-Ink Displays. Der Vorteil der IMOD-Technologie liegt darüber hinaus in der Möglichkeit, diese auch berührungssensitiv als Touch-Display auszuführen. Qualcomm stellt seine Technologie primär Drittanbietern zur Verfügung und möchte sich eigentlich gar nicht selbst um das Smartwatch Geschäft kümmern. Das Modell „Toq“ dient damit mehr oder weniger als Demonstrator dessen, was aktuell technisch möglich ist.

Insofern dürften die Tage der Apple Watch in der ersten Generation, mit Ihrem unzeitgemäßen, weil wenig effizienten Energiemanagement, bereits gezählt sein.

Spielt die Gangautonomie bei den klassischen mechanischen Uhren eine immer größere Rolle, 72 und mehr Stunden sind für neu entwickelte Werke bereits Standard, so können moderne Smartwatches hier nicht hinten anstehen, ansonsten vergeht die Spaß wegen häufig leerer Akkus ganz schnell.

Spannend wird in diesem Zusammenhang nicht nur die Antwort auf die Frage sein, in welcher Form Apple dieser Herausforderung begegnet, sondern auch, mit welcher Technologie jene Hersteller, aus dem Lager der eher traditionellen Uhrenhersteller, sei es die Fashion-Marke Fossil, oder der Premiumhersteller TAG Heuer, aufwarten, die erst gegen Ende des Jahres mit ihren Smartwatches auf den Markt kommen. Bleibt zu hoffen, dass diese die Geschwindigkeit, mit der die Elektronikspezies derzeit unterwegs sind, nicht unterschätzen.

 

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