MEMOMEM Project 4.1, ab August 2016 auf Kickstarter

Industrie 4.0, ein Begriff, der sich in aller Munde befindet. Nur in der Uhrenindustrie ist davon bislang wenig zu hören. Damit ist nicht zwangsläufig die Digitalisierung des Produktes gemeint. Vielmehr geht es um die Digitalisierung der Abläufe und der Einführung neuartiger Geschäftsprozesse.

Nun ergreift ein in Hongkong neu angemeldetes Firmenkonsortium die Initiative und startet zusammen mit Partnern in der Schweiz eine über die Plattform Kickstarter finanzierte Kampagne. Über diesen innovativen Weg sollen abseits der Banken ausreichend Mittel für ein mindestens ebenso innovatives Projekt gesammelt und damit dessen Realisierung ermöglicht werden.

Beim MEMOMEM Projekt 4.1 geht es nicht nur darum, eine hochwertige Swiss Made Automatic Uhr über den Direktvertrieb zum Kunden zu ungewöhnlich günstigen Konditionen anbieten zu können. Nein, es geht primär darum, dass der Kunde seine Uhr auf einer Webplattform ganz individuell gestalten kann und diese dann als echtes Unikat exklusiv für ihn montiert wird.

Dazu kann der Kunde aus einer Vielzahl von Komponenten eine nahezu unendliche Kombinatorik erzeugen und sich diese zuvor im virtuellen Raum in Ruhe ansehen. Selbstverständlich können natürlich mehrere Konfigurationen miteinander verglichen werden, so dass der Kunde, ähnlich wie dies heute bereits bei der Konfiguration von Autos möglich ist, ein klares Bild von dem machen kann, was er bestellt und später erhält.

Die Kampagne startet im August. Die Early Bird Angebote sollen bei 449 US$ starten, den Versand aus der Schweiz inklusive.

 

 

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Juni 2016: Der Abwärtstrend bei den Schweizer Uhrenexporten nimmt an Geschwindigkeit wieder zu

Die Situation im Juni 2016

Der am 21.07.2016 veröffentlichte Bericht des Verbandes der Schweizer Uhrenindustrie (La Fédération de l’Horlogérie Suisse ) für den Monat Juni 2016 zeigt, dass sich der Abwärtstrend bei den Exporten der Schweizer Uhrenindustrie weiter beschleunigt.

In Zahlen ausgedrückt heißt dies, dass der Export von Schweizer Uhren im Juni 2016, verglichen mit dem Vorjahresmonat, um 16,4 % zurückging. Der Abwärtstrend schwächt sich also nicht ab, wie noch im Vormonat Mai erhofft, sondern gewinnt im Gegenteil wieder massiv an Fahrt. Die Bilanz des ersten Halbjahres 2016 endet mit einem insgesamt unerfreulichen Ergebnis.

Die Zahlen für Juni sind insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass speziell Uhren aus Edelmetall, wie bereits in den Vormonaten, mit einem Rückgang von knapp 20% zu den größten Verlieren zählen. Uhren aus Stahl bzw. Stahl-Gold Kombinationen kamen mit Verlusten von gut 6% deutlich besser weg.

Dramatisch auch der Schrumpfungsprozess in den Preisklassen 0-200 und 200-500 CHF.

 

Die Entwicklung der wichtigsten Absatzmärkte

Die wichtigsten Länder mit den größten Handelsvolumina reihen sich wie folgt auf.

Länder Mill. CHF Veränderung in % Anteil in %
Hong Kong 185,5 -29,20% 11,30%
USA 179,7 -8,50% 11,00%
Japan 115,6 -4,00% 7,10%
Italien 107,6 -28,20% 6,60%
China 106,3 -6,50% 6,50%
Deutschland 94,4 -15,40% 5,70%
Summe der 6 Länder 789,2 -17,30% 48,20%

 

Nach wie vor extrem schwach entwickelt sich der bedeutsamste Markt Hongkong. Die Lager sind voll, der Abverkauf weiterhin schwach. In China und Japan scheint sich die Situation hingegen zu stabilisieren. Die Rückgänge bewegen sich „nurmehr“ im mittleren einstelligen Bereich.

Europa, im Juni 2016 auf den vorderen Plätzen durch die Märkte Italien und Deutschland repräsentiert, verhält sich extrem schwach. Die zunehmend unsichere geopolitische Lage dürfte einer erhofften baldigen Entspannung entgegenwirken.

 

Die Entwicklung des Absatzes in einzelnen Preisgruppen

Grafik_06-2016

 

Betrachten wir die Auswirkungen in den einzelnen Preiskategorien, so entwickeln sich die Verkäufe im Bereich 500 – 3000 CHF deutlich weniger (-6,5%) negativ als in allen anderen Preisgruppen. Besonders hart sind – wie bereits in den Monaten zuvor – die Preisgruppe 200 – 500 CHF mit -19,8% sowie der Preisbereich oberhalb von 3.000 CHF, mit einem Rückgang von 16,4%, betroffen. Da gerade in diesem Bereich in der Regel gute Margen eingefahren werden, wird dies erheblichen Einfluss auf die Gewinnerwartungen der Unternehmen und des Handels haben.

Überraschend schlecht schnitt im Juni 2016 die unterste Preisklasse 0-200 CHF mit einem Rückgang von 12,1% im Umsatz und 16,5% im Volumen ab. Damit ist eine gute Auslastung der in diesem Preisbereich auf hohe Stückzahlen ausgelegten Fertigungen nicht mehr gewährleistet.

 

Einschätzung

Eine mögliche Erklärung für den anhaltend starken Rückgang im Premiumbereich (>3.000 CHF) sind die immer geringere Bereitschaft der Kunden – und zwar weltweit – die zum Teil überdehnte Preisgestaltung mancher Edelmarken gerade bei Uhren aus Edelmetallen mitzutragen. Auch der durch neuentwickelte sog. Manufakturkaliber zusätzlich befeuerte Preisanstieg wird vom Kunden als zusehends kritisch wahrgenommen. Schlussendlich sorgt der ungebremste Vormarsch der Fitnesstracker und Smartwatches im Preisbereich 0-200 und 200-500 CHF zu den von Analysten erwarteten Substitutionseffekten.

 

Gesamtsituation im ersten Halbjahr 2016

Betrachten wir das gesamte erste Halbjahr 2016 (Jan. – Jun.), so ist ein Rückgang i.H. von 10,6% im Vergleich zum bereits schwächeren Vorjahr 2015 festzustellen. Der Wendepunkt in der Entwicklung des Absatzes von Armbanduhren und Uhrwerken aus Schweizer Produktion kam mit Beginn des Jahres 2015. Die magische Zahl eines Exportumsatzes von > 20 Mrd. CHF dürfte dieses Jahr erstmals seit 2011 verfehlt werden.

Inwieweit die Einführung der Apple Watch im März 2015 das rückläufige Ergebnis zumindest anteilig erklärt, kann noch nicht abschließend bewertet werden. Fakt ist jedoch, dass Apple mit der Apple Watch bereits in 2015 einen errechneten Umsatz von rund 4,5 Mrd. CHF erwirtschaftet hat, der sich damit auf einem ähnlichen Niveau bewegt, wie jener von Rolex und Omega bereits ganz weit hinter sich gelassen hat.

Problematisch für die Uhrenhersteller im Generellen ist dabei jedoch nicht nur, dass die neue Konkurrenz das Geschäft aus Sicht des Endkunden belebt, sondern die in den letzten 3 Jahren zum Teil massiv aufgestockten Produktionskapazitäten jetzt unter erheblichen Auslastungsproblemen leiden.

Stand 06/2016

 

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Test der neuen Smartwatch CASIO WSD-F10

CASIO als Hersteller multifunktionaler elektronischer Uhren hoher Zuverlässigkeit in unterschiedlichsten Designs ist seit Jahrzehnten ein Begriff. Die Uhren der Sub-Marke G-Shock sind insbesondere bei Sportlern und Outdoor-Aktivisten beliebt und bekannt. Aber auch für den normalen Einsatz – mehr im Business-Bereich – hat CASIO einiges im Programm. Von sich reden machte zuletzt die Edifice EQB-500, die als eine der ersten erfolgreich vermarkteten Connected Watches auf dem Markt auf Kundenfang ging.

Nun war es an der Zeit, auch für den Outdoor-Bereich eine Connected Watch zu entwickeln. Sie sollte jedoch nicht nur Meldungen vom Smartphone empfangen, sondern mit dem Phone bilateral kommunizieren und die Möglichkeit eröffnen, auch Apps nach Kundenwunsch zu installieren, also eine echte Smartwatch werden.

Im Bereich der Hardware ging CASIO seinen eigenen Weg, im Bereich der Software entschied sich das Unternehmen für Google´s Android Wear als Plattform, was längerfristig betrachtet sicher kein Fehler ist. Trotz der engmaschigen Vorgaben aus dem Hause Google gelang es CASIO, dem User-Interface (UI) in einigen Punkten seine eigene Handschrift mitzugeben.

 

Unboxing:

Die CASIO WSD-F10 wird über den Uhrenfachhandel zu einem Preis von stattlichen 499 EURO vertrieben. Insofern ist davon auszugehen, dass der Preis auch relativ stabil bleiben dürfte. Mit irgendwelchen Internet-Schnäppchen, wie bei so manchem Konkurrenten der Fall, ist so schnell also wohl nicht zu rechnen.

Insofern hat der Käufer dieser Smartwatch auch die hohe Erwartung an kompetente Beratung, Übergabe und ggfs. auch Unterstützung bei der Erstinbetriebnahme.

 


Im Bild:
Die Umverpackung der CASIO WSD-F10

 

Das Auspacken der neuen CASIO WSD-F10 gerät indes nicht zur ungetrübten Freude. Statt einer Umverpackung, die dem Wert und Anspruch der Uhr nachkommt, wird das edle Stück High-Tech aus einer billigen Pappkarton Schachtel entnommen. Das mag für einfache Smartwatches vom Elektronik-Discounter noch akzeptabel sein, aber bitte nicht in dieser Preisklasse. Hier erwartet der Kunde eine Aufbewahrungsbox, die ihren Namen auch verdient, schließlich geht der Kunde für den Erwerb auch ins Uhrenfachgeschäft und bezahlt knapp 500 EURO.

Im Übrigen: Wir werden im Folgenden auch wieder mehr von einer Uhr und weniger von einer Smartwatch sprechen. Eine Quarz-Uhr ist bekanntlich auch eine Uhr, auch wenn dort ebenfalls mittels Batterie und etwas Elektronik die Zeit angezeigt wird.

 


Im Bild:
Die CASIO WSD-F10 gleich nach dem Auspacken, mit insgesamt 3 Drückern

 

Verarbeitung und Wertigkeit:

Nach dem Auspacken und dem ersten Anfühlen kommt bei der CASIO spontan das Gefühl von Robustheit auf. Das Gehäuse, im Stil einer G-Shock, wirkt mächtig und ist es mit seinen 56 mm im Durchmesser auch. Das proprietäre Band aus Silikon passt sich nahtlos an das Gehäuse an und unterstreicht den wertigen Eindruck. Allein die vergleichsweise einfache Dornschließe will nicht so ganz ins Bild passen. Zwar ist diese einwandfrei verarbeitet, eine hochwertige Faltschließe gäbe aber ein besseres Bild ab.

Ansonsten ist nicht viel dabei. Das obligatorische Ladegerät sowie ein wiederum proprietäres Ladekabel mit Magnetkontakt. Das erfüllt zwar seinen Zweck, der offen und ungeschützt seitlich am Gehäuse der Uhr angebrachte Ladekontakt wirkt für unseren Geschmack dann aber doch reichlich rustikal. Hier gibt es auf dem Markt elegantere und bessere Lösungen.

 


Im Bild:
Die CASIO WSD-F10 mit dem großflächig vergoldeten, jedoch ungeschützten Ladekontakt

 

Auffallend sind die seitlich angebrachten insgesamt drei Tasten mit gut fühlbarem Druckpunkt. Die mittlere entspricht der klassischen Home-Taste aller Android Wear Smartwatches. Die zwei zusätzlichen von CASIO spendierten Tasten stellen eine sinnvolle Erweiterung der Funktionalität dar. Die obere Taste ist mit der Aufschrift „Tool“ gekennzeichnet. Hierfür hat CASIO ein spezielles Softwarepaket für allerlei Outdoor-Aktivitäten geschnürt. Über eine oder auch mehrere Betätigungen dieser Taste lassen sich die verschiedenen Modi und Informationen sequentiell abrufen.

Die untere Taste schließlich ist mit der Aufschrift „App“ gekennzeichnet. Sie fungiert als Soft-Key und lässt sich per Steuerungs-App auf dem Smartphone mit einer Favoriten-App belegen. D.h. beim Druck auf diese Taste öffnet sich sofort die voreingestellte App. Eine sehr sinnvolle Einrichtung, gewährleistet dies den unmittelbaren und sofortigen Zugriff und lässt sich auch prima z.B. mit Handschuhen bedienen. Bei einer Outdoor-Watch keine ganz unwichtige Eigenschaft.

Um die Outdoor-Qualitäten nicht nur funktional abzubilden, hat CASIO die Uhr nach MIL-STD-810G qualifiziert. Die WSD-F10 ist damit für hohe Beanspruchung ausgelegt.

 

Design und Tragekomfort:

Legen wir die Uhr bereits vor ihrer Erstinbetriebnahme einmal kurz ums Handgelenk, so sehen wir, dass schiere Größe nicht alles aussagt und bei entsprechend passender Ergonomie durchaus Spaß machen kann. Die Entwickler und Designer bei CASIO haben hier auf jeden Fall einen guten Job gemacht. Eine Uhr dieser Größe mit einer stimmigen Passform selbst am schmalen Handgelenk unterzubringen, war keine leichte Aufgabe.

 


Im Bild:
Die CASIO WSD-F10 schmiegt sich trotz ihrer Größe sehr gut an

 

Dass der Durchmesser des Displays dabei nur vergleichsweise bescheidene 1,32 Zoll beträgt, verwundert in Anbetracht der Größe des Gehäuses hingegen schon etwas. Die Auflösung von 320 x 300 Pixel geht in Ordnung, wenngleich kein Spitzenwert.

 

Inbetriebnahme:

Verbinden wir die CASIO erst einmal mit dem Ladegerät, um für den anschließenden Start genügend Energie im Speicher zu haben. Das erfolgt über das bereits zuvor erwähnte, im Lieferumfang befindliche, magnetische Ladekabel. Eine Statusanzeige an der Uhr zeigt an, dass geladen wird.

Während des Ladevorgangs befassen wir uns schon einmal mit der ausführlichen Bedienungsanleitung. Hieran ist rasch zu erkennen, dass ein Uhrenhersteller und eben kein Elektronik-Gigant hinter dem Produkt steht. CASIO führt den Kunden wirklich Schritt für Schritt an das Produkt heran. Ergebnis: Fehlbedienung nahezu ausgeschlossen. Die Samsungs, LG´s und Co. lassen ihre Kunden da viel mehr alleine und bauen wohl darauf, dass sich diese per Internet schon irgendwie mit dem nötigen Wissen ausstatten.

Nach Abschluss des Ladevorgangs drücken wir, wie von anderen Android Wear Produkten bereits bekannt, zum Start die mittlere der insgesamt 3 Tasten. Der Prozessor nimmt umgehend seine Arbeit auf und fährt das System hoch. Nach der Installation der Android Wear App auf dem Smartphone beginnt der Koppelungsvorgang. Das alles verläuft einfach und problemlos.

Gut gelöst auch, dass sich nunmehr mehrere intelligente Uhren über die Android Wear App mit dem Smartphone verknüpfen lassen. So kann der Kunde die wuchtige CASIO Outdoor Watch sein Eigen nennen und sich zusätzlich noch ein filigraneres Modell – auch eines anderen Herstellers – zulegen, ohne dass sich an den einmal vorgenommenen Einstellungen oder ausgewählten Apps etwas ändert.

Zusätzlich zur Android Wear App kann die CASIO-eigene App „Moment Setter+“ installiert werden. Diese ermöglicht es, die im CASIO Software Tool-Set hinterlegten Zusatzfunktionen, wie Barometer, Kompass, Anzeige von Ebbe und Flut, Sonnenauf- und Sonnenuntergang und Aktivitätsstatus zu konfigurieren.

 


Im Bild:
Nach dem Hochfahren und Einrichten des „Authentisch“ genannten Zifferblattdesigns

 

Connectivity und Kompatibilität:

Das alles funktioniert leider nur im Zusammenspiel mit einem Android-Smartphone ab Vers. 4.3 problemlos und nahezu perfekt. Die Koppelung mit einem iPhone ist zwar grundsätzlich möglich, der Funktionsumfang nach wie vor jedoch stark eingeschränkt. Aus einer multifunktionalen Smartwatch wird so leider eine  Connected Watch mit überschaubarem Funktionsumfang.

Das ist jedoch kein CASIO-spezifisches Problem, sondern betrifft alle mit Android Wear ausgestatteten intelligenten Uhren. Vielleicht sollten sich Google und Apple einmal zusammen an einen möglichst runden Tisch setzen. Und vielleicht könnte im Ergebnis dann nicht nur eine mit Android Wear arbeitende Smartwatch besser mit dem iPhone zusammenarbeiten, sondern umgekehrt eine Apple Watch das Zusammenspiel mit einem Android-Phone erlernen. Das wäre doch ein interessanter Ansatz, oder?

Bleiben wir bei unserer Betrachtung also schwerpunktmäßig bei Android. Hier funktioniert die CASIO wirklich tadellos. Auch die bei anderen Modellen gelegentlich anzutreffenden Probleme mit der Bluetooth-Verbindung sind hier kein Thema. Geht die Verbindung wegen zu großer Distanz zum Smartphone verloren, so erfolgt der automatische Reconnect zügig und unauffällig. Sollte die Koppelung gar komplett verloren gehen, so ist auch ein manueller Reconnect mit erneuter Koppelung problemlos möglich.

Die CASIO ist neben Bluetooth zusätzlich mit einem WLAN-Modul ausgestattet. Damit kann, sollte die Bluetooth-Reichweite nicht ausreichend sein, über das lokale Netzwerk mit dem Smartphone kommuniziert werden. Allerdings erhöht sich dabei der Stromverbrauch und reduziert die Betriebsdauer des Akkus spürbar.

Ein eSIM-Chip (Embedded SIM), wie ihn z.B. Samsung für die Gear S2 anbietet fehlt, so dass zur Kommunikation immer das per Bluetooth gekoppelte oder über WLAN verbundene Smartphone erforderlich ist.

 

Funktionalität und Bedienkonzept:

Die sonstige Bedienung über Android Wear verläuft wie gewohnt und bereits von anderen Smartwatches (hier verwenden wir bewusst wieder diesen Begriff) bekannt ist. Will der Nutzer Einfluss darauf nehmen, was Google standardmäßig an Funktionen alles vorhält, so ist das vergleichsweise mühsam. So sind z.B. alle auf dem Smartphone installierten Apps per Default erst einmal aktiviert, um Mitteilungen bzw. Meldungen an die CASIO zu senden. Das kann ganz schön nervig werden. Ist dies unerwünscht, was in der Regel der Fall ist, so müssen die unerwünschten Apps einzeln deaktiviert werden. Hier sollten die Hersteller auf Google einwirken, schleunigst nachzubessern.

Einmal eingerichtet funktioniert alles jedoch – des flotten Prozessors sei Dank – flüssig und reibungslos. Auch die Erwärmung ist kein Thema. Das berührungsempfindliche Display reagiert sehr fein auf Wischbewegungen. Fehlbedienungen kommen so gut wie nicht vor, sofern das Display und die Finger trocken und nicht nass sind. Auch die Gestensteuerung funktioniert prima. Das ist Spitzenklasse und macht Spaß.

Nicht gerade vorbildlich – jedoch wieder ein Android Wear spezifisches Thema – ist hingegen das langwierige Scrollen und Suchen einzelner Applikationen durch die lange Liste der übertragenen Apps. Hier zeigt die neue Samsung Gear S2 mit ihrem einzigartigen Bedienkonzept, einer Kombination aus Touchscreen, Drehlünette und Bedienknöpfe, wo der Hammer derzeit hängt. Die Erwartungen an das für Herbst 2016 angekündigte große Update von Android Wear sind entsprechend hoch. Leider liegt uns von CASIO bislang noch keine finale Bestätigung zur uneingeschränkten Update-Fähigkeit der WSD-F10 auf Android Wear 2.0 vor.

Ebenfalls verbesserungsfähig: Die auf dem Smartphone installierte Android Wear App überträgt bzw. synchronisiert derzeit alle Wear fähigen Apps auf die Uhr, was nicht unbedingt im Sinne des Erfinders ist; die Uhr sollte ja nicht zwingend zum Abbild des Smartphones werden.

 

Fitnessfunktionen und Wasserdichtigkeit:

Bei den Fitnessfunktionen bietet die CASIO einen guten Mix an. Neben dem klassischen Erfassen der täglichen Schritte ist eine eigene App vorhanden, um Tracking-Aktivitäten, Radfahren oder aber auch Angeln aufzuzeichnen. Zu letzterem passt die auf Knopfdruck mögliche Abfrage von Ebbe und Flut auf Grundlage eines zuvor eingegebenen Standortes. Neben dem eingebauten Kompass werden auch der Luftdruck mittels Barometer gemessen und über entsprechende Korrekturfaktoren daraus die Höhe über Normal Null ermittelt.

Der Schrittzähler arbeitet zuverlässig und lässt sich nach Bedarf Android Wear typisch mit Google Fit verknüpfen und synchronisieren.

Was wir vermissen, dass die CASIO, wie übrigens auch die TAG Heuer Connected, keinen Pulsmesser besitzt. Bei einer Outdoor Uhr wäre das ein Feature, welches der Kunde in dieser Preisklasse schon erwarten kann. Einige Mitbewerber zeigen wie es geht.

 

 


Im Bild:
Gehäuseboden aus Edelstahl; Wasserdicht bis 5 bar, „Made in Japan“. Leider ohne Pulssensor

 

Kommen wir zum Thema der Wasserdichtigkeit (ohne diese selbst überprüft zu haben). Der Hersteller nennt 5 bar bzw. 50 m Wassertiefe, was in Anbetracht des Sensors zur Messung des Luftdrucks als auch des verbauten Mikrofons ein guter Wert ist. CASIO gibt die Uhr damit für den Einsatz zum Schwimmen frei, nicht jedoch zum Tauchen und nicht für exzessiven Wassersport, wie beispielsweise Wasserski oder Windsurfing. Die hierbei kurzzeitig auftretenden hohen Belastungen und Drücke könnten die Belastungsgrenze überschreiten. Dies alles ist in der ausführlichen Bedienungsanleitung gut beschrieben.

CASIO benutzt zur Angabe der Wasserdichtigkeit sehr konsequent die in der Welt der Uhren hinlänglich bekannten Kenngrößen und verfällt nicht wie viele andere Hersteller der Idee, nach IP-Standard zu spezifizieren, was für den Gebrauch einer Uhr absolut nichtssagend ist. Was kann der Kunde schon mit der Information IP67 oder IP68 anfangen: rein gar nichts. Gut gemacht CASIO!

 

Display und Anzeigen:

Im Vergleich der heute auf dem Markt befindlichen intelligenten Uhren mit Display, spielt dessen Ausführung und Qualität eine essentielle Rolle, ähnlich der eines konventionellen Zifferblattes. Das Zifferblatt und mithin das Display sind das Gesicht der Uhr. Die wesentlichen Kriterien sind dessen Ablesbarkeit unter allen im Alltag vorkommenden Umgebungs- und Lichtbedingungen sowie der Energiebedarf, was letztlich die Laufzeit des Akkus maßgeblich beeinflusst.

 

 


Im Bild:
WSD-F10 mit Dual-Layer LCD-Display

 

CASIO setzt bei der WSD-F10 ein Dual-Layer Display in LCD-Technologie ein. Ein Farb-LCD mit einer Auflösung von 320 x 300 Pixel bei 16 Mio Farben und ein darüberliegendes transreflektives Monochrom-LCD. Die Helligkeit lässt sich in insgesamt 5 Stufen variieren. Stufe 3 war zumeist ausreichend, eine automatische Anpassung der Helligkeit an die Umgebung erfolgt jedoch leider nicht. Das ist umso unverständlicher als der schwarze Balken unterhalb des Display zur Aufnahme des Helligkeitssensors ja vorhanden ist.

 


Im Bild:
Verschiedene von CASIO vorkonfigurierte Watchfaces (Zifferblattdesigns)

 

Die Anzeige dunkelt, wie bei anderen Smartwatches auch, nach wenigen Sekunden ab, die Zeitanzeige bleibt im Modus „Display An“ jedoch weiterhin einfarbig und mit reduziertem Kontrast sichtbar. Dies können andere Mitbewerber auch und bringt der CASIO noch keinen Vorteil.

Wird jedoch der Modus „Display Aus“ im Menü voreingestellt, so dunkelt das Farb-LCD komplett ab und das monochrome LCD übernimmt die Anzeige von Zeit und Datum in digitaler Form. Das ist einzigartig!

Der große Vorteil in diesem Modus liegt u.a. darin, dass das monochrome LCD in transreflektiver Technologie aufgebaut ist, d.h. je mehr Fremdlicht auftrifft, umso besser ablesbar wird das Ganze. Für eine Outdoor Uhr ein wichtiges Kriterium. Ein weiterer Vorteil liegt in der Schonung des Akkus, denn das monochrome Display ist mit weit weniger Energie zufrieden als das Farb-LCD.

 

 


Im Bild:
WSD-F10 im Strom-Sparmodus mit Monochrome-LCD bei Sonnenlicht; hervorragend ablesbar

 

Wird das Handgelenk mittels einer Geste nach oben geschwenkt, so schaltet sich das Farb-LCD wieder zu und bringt alle weiteren smarten Informationen zur Anzeige. Nach einigen Sekunden der Inaktivität geht die Uhr dann wieder zurück in den Sparmodus.

 

 


Im Bild:
WSD-F10 im Aktiv-Modus bei Sonnenlicht; ebenfalls sehr gut ablesbar

 

CASIO hat hier eine interessante technische Lösung gefunden. Die von CASIO aktuell bereitgestellten Zifferblätter entsprechen den von CASIO bekannten Designs. Allein die Konfigurationsmöglichkeiten könnten mehr Raffinesse und Freiheitsgrade bieten. Hier zeigen Motorola oder Samsung, was möglich und nützlich ist.

Aus unserer Sicht schade, dass CASIO die Chance nicht genutzt hat, eine App zu entwickeln, die einen echten Chronografen-Modus mit darauf abgestimmten Zifferblattdesign ermöglicht. Die beiden CASIO-spezifischen zusätzlichen Drücker sollten sich softwareseitig ohne größere Probleme zu diesem Zweck als Start-/Stopp Taste (oberer Drücker) bzw. Rückstelltaste (unterer Drücker) nützen lassen.

 


Im Bild:
Die WSD-F10 wirkt mit ihren drei Drückern optisch wie ein klassischer Chronograph

 

So hätte der Nutzer zusätzlich noch eine echte Sportuhr, mit präziser Zeiterfassung, über manuell betätigte Tasten und eindeutigem Druckpunkt. In diesem Modus könnten auch Schleppzeiger und/oder Flyback Funktion problemlos dargestellt werden. Vielleicht gibt es ja irgendwann ein Softwarerelease oder eine App, welches diese Zusatzfunktion beinhaltet.

 

Akkulaufzeit:

Bleibt das Farb-Display der CASIO im Stand-by Modus aktiviert, so verhält sich die Laufzeit des Akkus wie bei vielen anderen Mitbewerbern. Der Träger der Uhr kommt bequem über den Tag, aber abends zu fortgeschrittener Stunde ruft dann das Ladegerät. Wird hingegen der Stromsparmodus aktiviert, bei dem, wie bereits zuvor beschrieben, im abgedunkelten Modus das monochrome Display die Arbeit übernimmt, so verdoppelt dies die Laufzeit des Akkus und es können zwei volle Tage ohne Ladegerät überbrückt werden.

Als besonderen Clou gibt es auch noch die Möglichkeit, den Stromsparmodus dahingehend zu konfigurieren, dass alle smarten Funktionen abgeschaltet werden. D.h. die Uhr arbeitet dann ohne Kontakt zum Smartphone im sog. Zweitmessermodus. Die Anzeige der Uhrzeit erfolgt dann ausschließlich über das monochrome LCD; aus der Smartwatch wird eine normale Digitaluhr. So konfiguriert, hält der Akku nach Herstellerangabe rund einen Monat durch. Das kann sonst keiner und macht im Urlaub vielleicht durchaus Sinn.

 

Imagefaktor und emotionaler Aspekt:

Die CASIO WSD-F10 ist wegen ihrer Größe vielleicht nicht auf Anhieb jedermanns Geschmack, aber der Appetit kommt bekanntlich beim Essen. Nach einer kurzen Eingewöhnung trägt sich die Uhr angenehm und die tadellose Funktion überzeugt umso mehr. Die Ingenieure bei CASIO haben hier professionelle Arbeit geleistet. Das zahlt sich im täglichen Umgang mit dem High-Tech Produkt aus.

Dass CASIO den Weg geht, das neue Flaggschiff nur über ausgesuchte CASIO-Stützpunkthändler zu vertreiben, tut der Qualität und dem Image gut. Der Fachhandel hat an dieser Stelle eine große Aufgabe und Herausforderung vor sich. Bei diesem hochkarätigen Produkt geht es nicht länger darum, dem Kunden im Verkaufsgespräch eine einfache Quarz-Uhr mit ein paar wenigen Funktionen zu erläutern, oder ihn vom Kauf einer hochwertigen und langlebigen mechanischen Uhr zu überzeugen.

Wir haben es hier vielmehr mit einem hochkomplexen Mini-Computer der allerfeinsten Art zu tun. Da sind die auftretenden Fragen ganz andere und der Kunde wird auch im After-Sales Bereich andere Anforderungen stellen. Nach einer längeren Nutzungsdauer wird nicht nach einer Revision gefragt, weil die Ganggenauigkeit nachlässt, oder ein Batteriewechsel fällig wird. Nein, hier sind die Themen andere; es geht um Softwareupdates und neue Funktionen. Das ist aber auch eine große Chance, den Kunden zu binden und wieder ins Geschäft zu holen. Auf der anderen Seite geht es aber auch darum, ein abgenutztes Armband zu tauschen und auch die Wasserdichtigkeit sollte in gewissen Abständen überprüft werden. Da sind wir dann wieder bei jenen Anforderungen, die für jede andere konventionelle Uhr auch gelten.

 

Preis-/Leistung:

Bei der Preisgestaltung markiert CASIO derzeit den oberen Bereich, sehen wir von der TAG Heuer Connected einmal ab. Die Apple-Watch beginnt aktuell bei 349 EURO und hat je nach Ausführung eine weite Spreizung nach oben.

Samsung, Motorola und Huawei spielen in der 300 EURO Klasse, das gilt auch für die neue FOSSIL, SONY ist eher bei 200 EURO positioniert. Dagegen sind die von CASIO geforderten 499 EURO schon eine Ansage.

Der Kunde bekommt dafür jedoch eine Reihe zusätzlicher Funktionen, die nicht allgemeiner Standard sind und in Sachen Qualität und Robustheit ist die CASIO über jeden Zweifel erhaben. Allein das Fehlen des Puls-Sensors muss dagegen gerechnet werden und auch die billige Verpackung will nicht so recht ins Bild passen.

 

Stellen wir die Vor- und Nachteile gegenüber:

Pro´s

  • Sehr robuste Bauweise, nach MIL-STD 810G zertifiziert
  • Gute Verarbeitung, hochwertige Materialwahl, Gehäuseboden aus Edelstahl
  • 50 m wasserdicht
  • Sehr umfangreiche Softwareausstattung mit zahlreichen (outdoorspezifischen)- Zusatzfunktionen
  • Die WSD-F10 lässt sich zur Steuerung mit der EXILIM EX-FR100 Action Cam koppeln
  • Zwei zusätzliche Drucktasten gegenüber anderen Android Wear Uhren
  • Android Wear typische problemlose Inbetriebnahme
  • Hohe Funktionssicherheit
  • Interessante, stromsparende Dual-Layer Displaytechnologie mit Color- und zusätzlichem monochrom LCD-Display
  • Verschiedene, gut ablesbare CASIO-typische Watchfaces
  • Präzise Touchfunktion und kurze Reaktionszeiten
  • Vergleichsweise lange Betriebsdauer mit einer Akkuladung
  • Kurze Ladezeit für den Akku

Cont´s

  • Billige Verpackung
  • Einfache Dornschließe statt hochwertiger Faltschließe aus Metall
  • Proprietäres Uhrenarmband
  • Große und wuchtige Bauweise; für Damen nicht geeignet
  • Kein Puls-Sensor
  • Kein GPS-Sensor
  • Kein induktives Laden, stattdessen über einen offen liegenden Magnetkontakt
  • Vibrationsalarm etwas schwach, sollte in min. drei Stufen verstellbar sein.
  • Stark eingeschränkte Funktionalität i.V. mit iPhones
  • Bedienoberfläche mit den von Android Wear her bekannten Einschränkungen und Mängeln

 

Fassen wir zusammen:

Die CASIO WSD-F10 ist derzeit eine der teuersten Smartwatches, bringt aber das Image eines der Marktführer von multifunktionalen Outdoor-Uhren mit. Die Materialwahl und die Verarbeitung der CASIO sind ohne Fehl und Tadel. Selbiges gilt für die zuverlässige Funktion im täglichen Gebrauch. Das in den Gehäuseboden aus Edelstahl geprägte Prädikat „Made in Japan“ vermittelt nicht nur Vertrauen, sondern ist auch ein Garant für tadellose Qualität und lange Lebensdauer.

Trotz der beeindruckenden Größe von 56 mm im Durchmesser ist der Tragekomfort überraschend gut; für Damen aber definitiv zu wuchtig.

Durch das Dual-Layer Display bringt die CASIO WSD-F10 eine Reihe zusätzlicher Eigenschaften mit, die als klare Differenzierung zum Wettbewerb gesehen werden müssen. Das zusätzlich verbaute monochrome LCD verlängert die Betriebsdauer des Akkus auf gut 2 Tage, im reinen Zeitmessermodus sogar auf bis zu einem Monat. Auch die Ablesbarkeit, selbst bei grellem Sonnenschein, ist i.V. mit dem Monochrome-LCD hervorragend. In dieser Disziplin kann dz. nur die TAG Heuer Connected mithalten.

Ein Alleinstellungsmerkmal sind die zusätzlichen zwei Knöpfe zur Menü-Steuerung. Der obere aktiviert eine CASIO-spezifische App mit einer Reihe von outdoor-relevanten Zusatzfunktionen wie Barometer, Höhenmesser, Kompass, Anzeige von Ebbe und Flut sowie Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Schon fast selbstverständlich ist die Trackingfunktion für die zurückgelegten Schritte, die mit guter Genauigkeit arbeitet. Daneben können aber auch Aktivitäten wie Radfahren oder Angeln erfasst und protokolliert werden. Der untere Taster kann als Soft-Key zur raschen Anwahl mit einer beliebigen App belegt werden.

Leider konnte sich CASIO nicht dazu durchringen, der WSD-F10 einen Puls-Sensor zu spendieren. Das gibt Punkteabzug.

Wie es sich für eine robuste Outdoor-Uhr gehört, ist die CASIO wasserdicht bis 50 m und zum Schwimmen geeignet. Damit aber nicht genug, CASIO hat die WSD-F10 zusätzlich nach MIL-STD-810G qualifiziert. So erhält der Kunde die Gewissheit, dass seine CASIO Smartwatch auch einem rauhen Outdoor-Einsatz Stand hält.

Aber auch die WSD-F10 und allen voran das Betriebssystem Android Wear haben noch Luft nach oben. Unser Benchmark in Sachen Bedienoberfläche, mit einer gekonnten und perfekt abgestimmten Mischung aus Touch, Gesten und haptischen Bedienelemente ist die Samsung Gear S2. Insbesondere die Drehlünette ist einfach und genial in der Handhabung. Da sollte Google vielleicht nochmals über den Gartenzaun sehen und in sich gehen. Auch muss Android Wear in der Zusammenarbeit mit dem iPhone noch deutlich nachlegen; in diesem Punkt gibt es nach wie vor ein spürbares funktionales Defizit gegenüber der Apple Watch. Hier sollten die Hersteller wie CASIO, TAG Heuer & Co. auf Google einwirken und rasche Besserung fordern. Jedoch darf nicht übersehen werden, dass im umgekehrten Fall die Apple-Watch zu Android überhaupt keine Kompatibilität aufweist.

Leider hat CASIO für die Aufladung des Akkus keine induktive Lösung vorgesehen, sondern arbeitet mit einem eher rustikal anmutenden Magnet-Kontakt.

Die spezielle Companion App „CASIO Moment-Setter“ mit der zahlreiche Funktionen der Uhr vom Smartphone aus gesteuert bzw. konfiguriert werden können, ist durchdacht und logisch aufgebaut.

Die CASIO WSD-F10 ist sicher eine der besten derzeit am Markt befindlichen Smartwatches und erhält eine klare Empfehlung von uns, wenngleich im Fachgeschäft aufgrund der Größe eine Anprobe erfolgen sollte.

 

Bewertung X von 10 möglichen Punkten:

Eigenschaften

CASIO WSD-F10

Unboxing

4

Verarbeitung und Wertigkeit

7

Design und Tragekomfort

7

Inbetriebnahme

10

Connectivity und Kompatibilität

7

Funktionalität und Bedienoberfläche

9

Fitnessfunktionen und Wasserdichtigkeit

8

Display und Anzeigen

7

Akkulaufzeit

8

Imagefaktor und Emotionaler Aspekt

7

Preis-/Leistung

7

Ergebnis

7,36

 

 

Der Autor:
Herr Dipl.-Ing. (FH) Patrick Weigert ist als Geschäftsführer einer Unternehmensberatungsgesellschaft u.a. für die Automobil- und Luxusgüterindustrie tätig und beobachtet und analysiert als Mitbegründer und Gesellschafter beim Deutschen Uhrenportal die Entwicklungen und Trends auf dem Sektor für hochwertige Uhren und neue Technologien.

 

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ZENITH: ELITE LADY MOONPHASE

2016 steht die Kollektion Elite von Zenith ganz im Zeichen der Weiblichkeit.  Die neue Elite Lady Moonphase verkörpert raffinierte Weiblichkeit mit dem Signet von Zenith. Klarheit, feine Kurven und technische Perfektion in modernem Gewand vollenden den Auftritt der Elite-Frau.

 

 

EIN ANMUTIGES QUINTETT

Als neues weibliches Gesicht der Kollektion Elite verbreitet dieses Mondphasen-Modell seine Eleganz in fünf Variationen aus Roségold 18 Karat oder Edelstahl. Das extraflache Gehäuse mit einem Durchmesser von 36 mm ist bis 50 m Tiefe wasserdicht. Es verfügt über eine geriffelte Krone, mit der sich die Mondphasenanzeige leicht einstellen lässt. Die runde Form gibt auf der Gehäuserückseite den Blick auf die Mechanik frei, die von einem mit „Côtes de Genève“ verzierten oszillierenden Rotor bewegt wird. Das von einer diamantgefassten oder polierten Lünette eingefasste, schlichte Zifferblatt ist mit weißem Perlmutt beschichtet, aus dem sich eine dunkelblaue, mit Sternen verzierte Mondphasenscheibe abhebt. Feine Zeiger in Blattform weisen auf gravierte, stilisierte Indizes oder, bei einer Variante, auf plastische römische Ziffern.

 

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ELEGANZ UND TECHNIK

Das Herz dieser neuen Damenuhr schlägt im Rhythmus des Kalibers Elite 692 mit automatischem Aufzug, vollständig entwickelt und gefertigt von Zenith. Mit seiner Gangreserve von über 50 Stunden bietet das extraflache Uhrwerk mit 195 Bauteilen – bei einer außergewöhnlichen Höhe von nur 3,97 mm – die Anzeige von Stunden, Minuten, kleiner Sekunde und Mondphasen bei 28.800 Halbschwingungen pro Stunde.

 

Feminin bis ins kleinste Detail ist die Armbanduhr Elite Lady Moonphase wahlweise mit glänzendem, schwarzem oder braunem Alligatorlederarmband mit Kautschukfutter erhältlich. Die Dornschließe besteht aus Edelstahl oder Roségold. Die fünf neuen Stücke mit dem Elite-Signet zeugen von unvergänglicher Eleganz in zeitgemäßer Ästhetik.

 

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ZENITH:

Die 1865 von dem visionären Uhrmacher Georges Favre-Jacot in Le Locle gegründete Manufaktur Zenith machte sich bald mit der hohen Präzision ihrer Zeitmesser einen Namen. Innerhalb von 150 Jahren gewannen ihre Bordinstrumente, Armband- und Taschenuhren bei Chronometrie-Wettbewerben 2333 Preise – ein unübertroffener Rekord! 1969 gelangte die Marke mit dem legendären Kaliber El Primero zu Weltruhm, dem ersten integrierten Chronographen mit Schaltrad und automatischem Aufzug, der aufgrund seiner hohen Unruhfrequenz von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde auf die Zehntelsekunde genau anzeigt und inzwischen in über 600 Varianten produziert wurde. Sämtliche Uhren von Zenith werden in Le Locle konstruiert und gefertigt und sind ausnahmslos mit Manufakturwerken ausgestattet. Als eines der wenigen Unternehmen der Uhrenbranche befindet sich die Manufaktur heute noch an exakt dem Ort, an dem der Gründer einst seine erste Werkstatt einrichtete.

 

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Ab 2017 gelten neue Regelungen und Vorgaben für „Swiss Made“

Die 1971 erlassene Verordnung für die Benützung der Herkunftsbezeichnung für Schweizer Uhren (kurz: «Swiss Made»-Verordnung für Uhren) regelt den Gebrauch der Herkunftsangabe «Schweiz» für Uhren.

Der Schweizer Bundesrat hat am 17. Juni 2016 eine Überarbeitung dieser Verordnung genehmigt. Die neue Regelung wird mit Wirkung vom 1. Januar 2017 in Kraft gesetzt. Damit wird die Bezeichnung «Swiss Made» für Uhren und Uhrwerke im Sinne der neuen «Swissness»-Gesetzgebung gestärkt.

Die Herkunftsangabe «Schweiz» bzw. «Swiss Made» auf einer Uhr steht für Schweizer Uhrmacherkunst. Die Käuferinnen und Käufer sind bereit, für eine Schweizer Uhr allgemein bis zu 20 Prozent, bei gewissen mechanischen Uhren sogar bis zu 50 Prozent mehr zu bezahlen. Dies belegen verschiedene Studien namentlich der ETH Zürich und der Universität St. Gallen. Die nun überarbeitete «Swiss Made»-Verordnung soll den Bezug einer als «Swiss Made» angepriesenen Uhr zur Schweiz verstärken.

  • Künftig müssen für eine Uhr als Ganzes (Endprodukt) mindestens 60 Prozent der gesamten Herstellungskosten in der Schweiz anfallen – anders als bisher, wo die Forderungen einzig auf das Uhrwerk abgestellt waren.
  • Das Uhrwerk bleibt aber wichtig, denn mindestens die Hälfte seines Wertes muss aus Bestandteilen schweizerischer Fabrikation bestehen und mindestens 60 Prozent seiner Herstellungskosten müssen in der Schweiz anfallen.
  • Die technische Entwicklung einer «Swiss Made»-Uhr sowie eines «Swiss Made»-Uhrwerks muss künftig ebenso in der Schweiz erfolgen.
  • Damit im Zuge der aktuellen technologischen Entwicklungen auch die sog. «Smartwatches» von der «Swiss Made»-Verordnung für Uhren erfasst werden, wird der Uhrenbegriff entsprechend erweitert.

Mit der Einführung der neuen Vorgaben gilt folgende Übergangsregelung:

Bis 31. Dezember 2018 können Uhrengehäuse und Uhrengläser von der Berechnung der Herstellungskosten ausgeschlossen werden, sofern es sich um Gehäuse und Gläser handelt, die bereits vor Inkrafttreten der neuen «Swiss Made»-Verordnung für Uhren produziert wurden. Damit haben die Produzenten ausreichend Zeit, ihre nach bisherigem Recht nicht zu beanstandenden Lagerbestände abzubauen.

 

Links und Quellen: