Schweizer Uhrenexporte: Fehlstart im Januar 2017

Zum Jahresausklang 2016 waren aus der Uhrenbranche erstmals wieder optimistische Töne zu hören, auch was die Aussichten für 2017 betrifft. Die Zahlen der Schweizer Uhrenexporte für Januar 2017 sprechen leider eine andere Sprache. Der Abwärtstrend setzt sich fort. Mit einem Minus von 6,2% ist die erwartete Trendumkehr ausgeblieben.

Zwar beginnen sich einzelne wichtige Märkte zu stabilisieren und verzeichnen auch wieder leichte Zuwächse, wie dies z.B. in USA (+5%) oder China (+7,8%) der Fall ist. Andere Märkte hingegen, wie die Problemkandidaten Hong Kong (-3,9%), Deutschland (-7,7%) Japan (-21,7%) oder gar Frankreich (-27,1%) ziehen das Ergebnis in Summe eben nach wie vor gewaltig nach unten.

Auch die einzelnen Preiskategorien zeigen ein höchst unerfreuliches Ergebnis.

 

Selbst die mittleren Preisgruppen von 200 – 500 und 500 – 3000 CHF welche sich zuletzt als relativ robust gezeigt haben, geben im Januar  deutlich nach. Somit sind die Rückgänge nicht mehr „nur“ ein Problem der oberen Preisklasse im Luxussegment, sondern hat im Januar alle Produktgruppen erfasst, was auf eine allgemeine Kaufzurückhaltung schließen lässt.

Das nun final vorliegende Endergebnis aus 2016 geben wir Ihnen mit dem endgültigen Zahlenmaterial nochmals zur Hand.

 

Das Ergebnis 2016 ist erschütternd und wirft die gesamte Branche mit einem Gesamtumsatz von 19,4 Mrd CHF auf das Niveau von 2011 zurück. D.h. alle in der Zwischenzeit getätigten Investitionen zur Erhöhung der Kapazitäten sind mehr oder weniger obsolet geworden. Das bringt extrem hohe finanzielle Belastungen mit sich und dürfte dem ein oder anderen Unternehmen noch erhebliche Schwierigkeiten bereiten.

 

Der Autor:

Herr Dipl.-Ing. (FH) Patrick Weigert ist als Geschäftsführer einer Unternehmensberatungsgesellschaft u.a. für die Automobil- und Luxusgüterindustrie tätig und beobachtet und analysiert als Mitbegründer und Gesellschafter beim Deutschen Uhrenportal die Entwicklungen und Trends auf dem Sektor für hochwertige Uhren und neue Technologien.

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Das Geschäftsergebnis der FOSSIL Group entwickelt sich wieder positiv

Geschäftsergebnis:

Die Fossil Group weist einen Nettoumsatz für das vierte Quartal 2016 von USD 959 Millionen und einen operativen Gewinn von USD 49,7 Millionen aus.

Bereinigt um Währungseffekte weist die Fossil Group für das gesamte Geschäftsjahr 2016 einen Nettoumsatz von USD 3,042 Milliarden und einen operativen Gewinn von USD 78,9 Millionen aus.

Die wesentlichen Kennzahlen für das vierte Quartal 2016:

• Der Umsatz in Amerika verminderte sich (währungsbereinigt) um 6 Prozent auf USD 482,7 Millionen (effektiver Wert)
• Der Umsatz in Europa stieg (währungsbereinigt) um 1 Prozent  und beträgt USD 333 Millionen (effektiver Wert)
• Der Umsatz im asiatisch-pazifischen Raum stieg (währungsbereinigt) um 12 Prozent auf USD 143,5 Millionen (effektiver Wert)

Kennzahlen wesentlichen des gesamten Geschäftsjahres 2016:

• Der Umsatz in Nordamerika verminderte sich auf USD 1,524 Milliarden
• Der Umsatz in Europa verminderte sich geringfügig auf USD 1,002 Milliarden
• Der Umsatz im Asiatisch-Pazifischen Raum stieg auf USD 515,4 Millionen

Christian Stegemann, Senior Vice President und CFO EMEA bei Fossil, erläutert die Ergebnisse:

«Wir schlossen das vierte Quartal 2016 in EMEA positiv ab. Mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von einem Prozent, haben wir nach drei aufeinanderfolgenden negativen Quartalen den Weg zurück zu Wachstum gefunden.Ob sich damit bereits eine Trendwende abzeichnet, ist jedoch offen.

 

Das positive Resultat ist mehrheitlich auf die guten Zuwachsraten mit Smartwatches für die beiden Brands Fossil und Michael Kors zurückzuführen.

Das sich verändernde Konsumentenverhalten hin zu vermehrten Einkäufen auf unserem Web-Shop hat sich im vierten Quartal 2016 weiter bekräftigt. Verkäufe über unseren Online-Kanal sind um knappe 40% angestiegen. Absätze über den traditionellen Retail-Kanal gingen hingegen um 6% zurück.»

 

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87. Automobil-Salon Genf: Sonderausstellung TAG Heuer

Nach dem Erfolg im letzten Jahr stellt TAG Heuer 2017 im dritten Jahr in Folge im Rahmen des internationalen Automobil-Salon in Genf vom 9. bis 19. März 2017 mehrere außergewöhnliche Fahrzeuge aus. Dies ist die Gelegenheit, die Partnerschaften der Schweizer Uhrenmarke in der Automobilwelt kennenzulernen.

TAG Heuer und die Welt des Automobilrennsports stehen in enger Verbindung miteinander. Mit der Entwicklung von Chronographen, welche die Grenzen der Zeitnahme mit einer Genauigkeit auf die 1/10-, 1/100-, 1/1.000- und 5/10.000-Sekunde immer weiter hinausschoben, baute die Marke ein Zusammenspiel der beiden Welten auf einem nie dagewesenen Niveau auf.

Zur Illustration dieses bemerkenswerten Erbes präsentiert TAG Heuer auf dem außergewöhnlichen, 1000m2 großen Stand vier fantastische Fahrzeuge und ein Unterhaltungsprogramm, das Publikum, Besucher und Liebhaber begeistern wird:

 

  • Ein Porsche 911R

Ein weltweites Unikat der berühmten Automarke mit einem einmaligen Design.

 

  • Das „Red Bull Racing – TAG Heuer“-Showcar 2017

„Red Bull Racing - TAG Heuer“-Showcar 2017 auf dem internationalen Automobil-Salon in Genf

 

Red Bull Racing steht für vier Titel als zweifacher Weltmeister (FIA-Konstrukteurs- und Fahrertitel) in den Jahren 2010, 2011, 2012 und 2013. Red Bull Racing steht aber auch für ein etwas anderes Konzept in puncto Sport, das TAG Heuer überzeugt hat und perfekt zur neuen Marketingstrategie des Schweizer Uhrenherstellers passt.

 

  • Das „Formel-E“-Showcar

87. Automobil-Salon Genf: Sonderausstellung TAG Heuer

 

Seit 2014 ist TAG Heuer Gründungspartner und offizieller Zeitnehmer der FIA-Formel-E-Meisterschaft, der ersten 100% elektrischen Einsitzer-Meisterschaft.

 

  • Und schließlich ein großartiger Audi R8 LMS 2015 N°28, unter anderem Gewinner des 24h-Rennens auf dem Nürburgring 2015.

5 exklusive Rennsimulatoren, ein Fotoautomat, eine für alle Besucher geöffnete Bar, zwei VIP-Salons, ein großer Bildschirm sowie ein Container mit der neuen „Samsung Gear VR“, in dem die verschiedenen Welten von TAG Heuer gezeigt werden, sorgen während der gesamten Dauer der Messe für Begeisterung am Stand.

 

TAG Heuer Connected.TAG Heuer Connected

 

Außerdem können die Besucher in einem ganz neuen Pop-Up-Store eine TAG Heuer-Boutique erleben. Dort wird die neue Uhrenkollektion präsentiert und zum Kauf angeboten, insbesondere die TAG Heuer Connected und die jüngste Neuauflage der berühmten Monaco mit dem legendären blauen, quadratischen Zifferblatt und linksseitiger Krone, deren Original Steve McQueen 1971 bei den Dreharbeiten zum Film Le Mans trug.

Ein Fest für die Augen von Freunden sportlich-rassiger Chronographen und schöner Autos!

Zur Erinnerung: TAG Heuer ist Partner des F1-Red-Bull-Racing-Teams, Gründungspartner und offizieller Zeitnehmer der FIA-Formel-E-Meisterschaft, offizieller Zeitnehmer der legendären Carrera Panamericana und des Pikes Peak in den USA, des Automobile Club de Monaco (ACM), des Grand Prix von Monaco, des Indy 500 in Indianapolis, der FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC), des Rennstalls Patrick Dempsey Racing für Langstrecken sowie der Langstrecken-Motorrad-Rennserie FIM Endurance World Championship.

 

TAG Heuer

Der Name TAG Heuer steht seit 1860 für die Avantgarde der Schweizer Uhrmacherkunst. Dabei definiert die traditionsreiche Manufaktur konsequent die Grenzen des Möglichen neu und bricht mit althergebrachten Regeln. So überwindet die Stärke des menschlichen Geistes immer wieder technologische Hürden und lässt faszinierende Uhren und Chronographen entstehen. Dauerhafte Partnerschaften mit Motorsport-Teams und charismatischen Botschaftern bieten die Basis, um Zeit mit beispielloser Präzision zu beherrschen, statt einfach nur den Konventionen des Handwerks zu folgen. Der fest in der DNA von TAG Heuer verankerte Rennsport sowie die Ausnahmeathleten des Dream-Teams der Marke reflektieren dabei perfekt ihre Kernwerte: mentale Stärke, Mut und Zielstrebigkeit. DONʼT CRACK UNDER PRESSURE. Das ist kein Slogan, sondern ein Bekenntnis.

 

 

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Die SIHH ist vorüber, die Baselworld öffnet in Kürze ihre Pforten

Die SIHH in Genf als erster großer Messeauftakt in 2017 hat ihre Pforten gerade geschlossen, da laufen die Vorbereitungen für die Baselworld bereits auf Hochtouren. In wenigen Wochen ist es so weit, dann startet in Basel wieder die weltgrößte Messe für Uhren und Schmuck der Superlative. Die SIHH ist dann längst vergessen, oder etwa doch nicht?

 

 

Weshalb finden in der Schweiz in einem Abstand von nur wenigen Wochen jährlich an zwei Standorten (Genf und Basel), die gerade einmal 200 km voneinander entfernt liegen, zwei Messen zum gleichen Thema statt?

Nun, die Antwort könnte lauten,

  1. das ist eine gewachsene Tradition
  2. die SIHH ist eine reine Hausmesse der Groupe Richemont
  3. die Marken die auf der SIHH ausstellen, stellen nicht in Basel aus und umgekehrt

Ist das wirklich so? Zum Teil ja, zum Teil nein.

  • Antwort 1 ist richtig
  • Antwort 2 ist nur teilweise richtig
  • Antwort 3 ist falsch

 

 

Wie ist das nun zu verstehen? Eigentlich ist es mittlerweile nicht mehr zu verstehen und die Veranstalter kommen auch mehr und mehr in Erklärungsnot.

Ja, es ist eine gewachsene Tradition, dagegen ist erst einmal nichts zu sagen. Es ist aber längst keine Hausmesse der Groupe Richemont mehr, denn es haben sich nicht nur die Kering-Gruppe (Girard Perregaux und Ulysee Nardin) entschieden, Basel den Rücken zu kehren und nach Genf zu gehen, sondern auch einige kleinere, konzernunabhängige Manufakturen haben sich in Basel abgemeldet und in Genf unter der Schirmherrschaft der Groupe Richmont eingemietet.

Kann es sein, dass zwischen beiden Messestandorten vielleicht eine Art Wettbewerb entfacht wurde? Die Frage drängt sich auf und es wird noch kurioser, wenn man beobachtet, dass bezogen auf Antwort 3 nun auch vermehrt Parallelveranstaltungen an beiden Orten inszeniert werden.

 

 

Nicht nur LVMH (TAG Heuer, Hublot, Zenith) geht parallel zur SIHH auf Besucherfang. Dort wird ein Schiff auf dem Genfer See für die mehrere Tage dauernde Hausmesse angemietet, um Besucher inmitten der wunderschönen Stadt anzulocken und ihnen den teuren Eintritt (70 CHF für Privatleute) für die SIHH am letzten Tag, kurz bevor die Teppiche schon wieder aufgerollt werden, zu ersparen. Aber auch in den umliegenden Hotels sind eine ganze Reihe von kleineren und größeren Uhrenmanufakturen präsent, die eben nicht auf der SIHH ausstellen können oder wollen.

 

 

Und Franck Muller Genève, zugegeben mit eindeutigem Heimvorteil, hat gar die WPHH ausgerichtet, eine gewisse Wortähnlichkeit zur SIHH ist aber wohl reiner Zufall, oder?

Nun bahnt sich umgekehrt für die Messe Basel jedoch das nahezu identische Schauspiel an. Einige jener Firmen, welche im Rahmen von Sideevents zur SIHH in Genf präsent waren, sind als feste Größen erwartungsgemäß wieder auf der Baselworld anzutrefen. Soweit so gut.

Jetzt kommen aber Aussteller, welche der Baselworld offiziell den Rücken gekehrt und in Genf auf der SIHH um Aufnahme in den „heiligen Hallen“ gebeten hatten, durch die Hintertüre doch wieder nach Basel. Eben nicht auf dem Gelände der Baselworld, sondern in umliegenden Hotels. Speziell das günstig gelegene Ramada Inn freut sich wohl über zahlreiche zusätzliche Buchungen.

 

 

Basel ist und bleibt der internationale Knotenpunkt für Händler, Kunden, Uhren-Interessierte und natürlich Journalisten. Dort, wo die SIHH Inzucht auf hohem Niveau betreibt, ist Basel offen und kommunikativ. Weshalb es dann doch zu diesen Verschiebungen oder sagen wir besser Verwerfungen kommt, wissen die Verantwortlichen wohl selbst am besten. Wäre es da nicht an der Zeit, sich zu konsolidieren und wieder etwas mehr Ordnung ins System zu bringen?

Die Veranstalter der SIHH und die Messe Basel wären beide gut beraten, sich die Vorgehensweise und den Auftritt von anderen Branchen etwas genauer anzusehen. Die massiven Änderungen im Konsum- und Kaufverhalten haben die Uhrenbranche längst erreicht, allein es haben immer noch nicht alle Verantwortlichen die abgegebenen Warnschüsse gehört.

 

Der Autor:

Herr Dipl.-Ing. (FH) Patrick Weigert ist als Geschäftsführer einer Unternehmensberatungsgesellschaft u.a. für die Automobil- und Luxusgüterindustrie tätig und beobachtet und analysiert als Mitbegründer und Gesellschafter beim Deutschen Uhrenportal die Entwicklungen und Trends auf dem Sektor für hochwertige Uhren und neue Technologien.

 

 

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