Die pure Arroganz: Wir brauchen die Baselworld nicht, postuliert Nick Hayek

Nick Hayek findet einmal mehr klare Worte.

Anlässlich der Bilanzpressekonferenz, bei der die Ergebnisse des abgelaufenen Jahres präsentiert wurden, postulierte der Patron der Swatch Group: „Wir brauchen Basel nicht und haben es nie gebraucht“. Auch schließt er eine Rückkehr zur Basler Uhrenmesse kategorisch aus.

Mehr Arroganz und Ignoranz geht eigentlich nicht mehr.

Die Schweizer Uhrenindustrie steckt in der Krise, und die Swatch Group ganz besonders. Den Aktienkurs innerhalb der letzten 5 Jahren von 565 CHF auf nunmehr knapp unter 300 CHF fast zu halbieren, ist schon eine stramme Leistung. Das muss Herrn Hayek erst einmal jemand nachmachen.

Aktie der Swatch Group, 5-Jahres Verlauf

Und dann die Frage zu stellen, wer hier wen braucht, ist ziemlich mutig.

Aber vielleicht braucht der Kunde die Swatch Group irgendwann nicht mehr. Denn die Swatch Group sieht völlig teilnahmslos zu, wie die großen Tech-Konzerne mit immer neuen und besseren Produkten den Markt einnehmen. Disruption nennt sich das.

Aber selbst der unmittelbare Wettbewerb, der sich in einem ähnlich stürmischen Umfeld behaupten muss, zeigt eine bessere Leistung.

Aktie der Groupe Richmont, 5-Jahres Verlauf

Die Groupe Richemont überzeugte die Anleger zwar ebenfalls nicht wirklich, dennoch beträgt das Minus nicht satte 46%, wie bei der Swatch Group, sondern „nur“ -11%. Aber immerhin haben die Verantwortlichen bei der Groupe Richmont längst die Konsequenzen gezogen.

Aktie von LVMH, 5-Jahres Verlauf

Das Maß der Dinge ist allerdings LVMH mit einem Plus von satten 147%.

Da spielen die sonstigen von Herrn Hayek getroffenen Aussagen und Prognosen dann eigentlich kaum mehr eine Rolle. Dass Nick Hayek nun auch die Belieferung der Wettbewerber Richmont und LVMH mit Uhrwerken aus dem Hause ETA ab Mitte des Jahres einstellen will, passt ins Bild der Irrationalität. Und dazu passt auch der Anstieg des Jahresgehaltes von 6,97 Mio. CHF in 2017 auf 7,3 Mio CHF in 2018. Leistung will schließlich belohnt werden.

Noch Fragen?

 

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Die Inhorgenta 2019: Eine Rückblende

Die Inhorgenta 2019 vermochte – ähnlich wie die Baselworld – bereits im Vorfeld einige Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Allerdings – ganz im Gegensatz zur Baselworld – mit durchweg positiven Vorzeichen.

Schwindet in Basel von Jahr zu Jahr die Zahl der Aussteller, so nimmt sie in München auf der Inhorgenta zu. In der Tat scheint die Inhorgenta in Sachen Uhren das Tal der Tränen überwunden zu haben. In Sachen Schmuck zählt die Messe ohnehin schon lange zur ersten Adresse.

 

Die Inhorgenta in neuem Gesicht

So waren wir nach all den Vorinformationen, die uns zur Neugestaltung der (Uhren-) Halle A1 erreicht haben, sehr gespannt. Völlig neu – und in gewisser Weise ein wenig den Les Ateliers in Basel nachempfunden – war erstmals die mittig in der Halle A1 angeordnete Boutique zu entdecken.

 

„Uhren-Halle A1“

 

Dort gaben sich eine ganze Reihe von Firmen mit ihren Ständen ein Stell-Dich-Ein, die nicht den Aufwand treiben wollten oder konnten, mit einem eigenem Standbau aufzuwarten. Findet doch nur wenig später bereits die Baselworld statt und so gilt es, den Aufwand gering zu halten. Die Messegesellschaft machte es sich zur Aufgabe, mit einem Standkonzept aufzuwarten, welches die Aussteller deutlich entlastet und diese sich damit primär auf die Präsentation ihrer Produkte konzentrieren konnten.

 

 

 

Die Uhrenboutique und zahlreiche neue Aussteller

Innerhalb der im venezianischen Stil gehaltenen Uhrenboutique fand sich ein Bistro sowie ein Kommunikationszentrum, welches nicht nur zum Verweilen einlud, sondern auch für Fachvorträge und offene Diskussionsrunden genutzt wurde.
Nicht nur der erste Eindruck war gut, auch ein zweiter und dritter Eindruck bestätigten die Richtigkeit des Konzeptes. Es machte Spaß und Laune, sich dort aufzuhalten.

 

 

So gelang es der Messeleitung, zahlreiche namhafte Hersteller hochwertiger Uhren wieder als Aussteller für die Inhorgenta zu gewinnen. Neben bekannten großen Firmen, wie die Citizen Group, mit ihren Marken Citizen, Bulova, Frédérique-Constant und Alpina, waren auch etliche kleinere, hochspezialisierte Firmen nach München gekommen. Sinn Spezialuhren aus Frankfurt genauso, wie Mühle aus Glashütte.

 

Citizen Diver´s 200m

 

Bulova Curv mit gewölbten Gehäuse und ebenso gewölbten Uhrwerk

 

SINN Spezialuhren

 

Teutonia IV Mondphase mit Mühle Jubiläums-Rotor 1869 – 2019

 

Mühle-Glashütte, Panova Grün

 

Auch die Top-Marke Tutima aus Glashütte oder Meistersinger mit der legendären Einzeigeruhr und natürlich Alexander Shorokhoff mit seinen kunstvollen Uhrendesigns waren in der neu errichteten Uhrenboutique anzutreffen.

 

Tutima Flyback-Chrono Tempostopp mit neuem Kaliber T659 aus eigener Glashütter Fertigung

 

Meistersinger Einzeigermodelle

 

Alexander Shorokhoff LOS CRANEOS 2. Dieses Modell ist der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo gewidmet.

 

Alexander Shorokhoff REVOLUTION. Seit 2016 tüftelte Alexander Shorokhov an dem Modell „Revolution“. Er wollte mehr Kunst, mehr Avantgarde, mehr „Revolution“ in die Gestaltung der Uhr bringen, sowie sein Ingenieurstalent einsetzen.

 

Aber auch die aus Frankreich stammenden Firmen Michel Herbelin und Pequignet fanden wieder den Weg nach München.

 

Pequignet Calibre Royale

 

Pequignet Royale Saphir

 

Hersteller wie Borgward oder Benzinger bieten dem Kunden dagegen ganz individuelle Lösungen in Kleinstserie oder fertigen auf Wunsch auch echte Unikate an. Jochen Benzinger hatte auch diesmal seine rund 300 kg schwere rund 100 Jahre alte Guillochiermaschine dabei, um dieses seltene Handwerk den interessierten Fachbesuchern im Live-Format vorführen zu können.

 

Borgward Fifty Seven in der Trendfarbe Grün

 

Jochen Benzinger

 

Benzinger Subskription in Blau

 

Für akustische Untermalung am Akkordeon sorgte zwischendurch Yvo Staudt, CEO und Gründer von Staudt Watches aus Holland. Yvo Staudt ist nicht nur Querdenker und Quereinsteiger, sondern gleichzeitig ein mutiger, enthusiastischer Geschäftsmann und Uhrenaficionado. Seine Uhren drücken und strahlen genau das aus.

 

Yvo Staudt, CEO und Gründer von Staudt Watches

 

Staudt Twenthe

 

Staudt Twenthe: Praeludium Chronograph

 

Zu den mutigen Uhrenmachern darf auch Willi Birk, CEO und Inhaber von POINTtec, gezählt werden. Mit seiner neuen Marke „Iron Annie“ knüpft er an die Geschichte einer von einem Amerikaner liebevoll IRON ANNIE genannten Junkers JU52 an. In einer Zeit mit geringem oder gar Nullwachstum eine neue Marke in den Markt zu bringen, erfordert Engagement und Durchhaltevermögen.

 

Iron Annie Classic automatic

 

Iron Annie Classic

 

Für Überraschung sorgte aber auch die Marke „Junkers“. Von POINTtec als Lizenznehmer wurde die Marke einst über viele Jahre behutsam aufgebaut und mit hochwertigen Produkten zur festen Größe im Uhrenmarkt entwickelt. Nun greift der Lizenzgeber, die Familie Junkers, selbst in das Geschehen ein und versucht eine eigene Kollektion aufzubauen. Der erste Eindruck, der durch die Familie Junkers vorgestellten Preziosen war allerdings wenig überzeugend. Einmal mehr ein Beispiel dafür, wie eine sorgsam aufgebaute Marke durch ein übereifriges Management Gefahr läuft, vom rechten Weg abzukommen.

 

Eigener Junkers Stand

 

Zu jenen Herstellern feiner Uhren, die in der Vergangenheit durch viele Höhen und Tiefen gehen und dabei reichlich Managementfehler ertragen musste, gehört auch die traditionsreiche Marke EBEL. Nun scheint EBEL aber wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Das Management um Flavio Pellegrini besinnt sich alter Tugenden und so strahlt die aktuelle Kollektion wieder ganz im Glanz der 1980er Jahre als die damaligen Tennis-Stars Boris Becker, Michael Stich, Stefan Edberg, Gabriela Sabatini, André Agassi oder auch Yannick Noah eine feine EBEL am Handgelenk trugen. Sehr erfreulich ist, dass EBEL ab sofort auch bei Wempe wieder gelistet ist.

 

Ebel Discovery mit Bronzegehäuse

 

Ebel Brasilia

 

Bei Junghans war das beherrschende Thema natürlich das Jubiläum 100 Jahre Bauhaus. Die Max Bill Kollektion erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und Junghans versteht es meisterlich, diese wunderschönen Uhren zu hegen und zu pflegen. Passend, oder sagen wir besser als Ergänzung, dazu gibt es in limitierter Stückzahl eine in tiefschwarzen Klavierlack gehaltene Tischuhr.

 

Junghans

 

Junghans max bill Automatic 100 Jahre Bauhaus

 

Ein Urgestein in der deutschen Uhrenszene ist auch Hans-Jörg Vollmer, Inhaber der Marken Aristo, Erbprinz und Messerschmitt. Aristo-Vollmer ist stets bestrebt dem Kunden möglichst viel Uhr für´s Geld zu bieten. Auch bei Aristo findet sich natürlich die neue Trendfarbe Grün.

 

Aristo automatic in der Trendfarbe Grün

 

Last but not Least dürfen wir einen der Inhorgenta sehr verbundenen und sehr namhaften Hersteller nicht vergessen. Der japanische Hersteller Casio wartet mit einem sehr breiten Portfolio an unterschiedlichsten Modellen auf. Von sportlich und robust über funktional und innovativ bis hin zu elegant ist alles zu finden, was der Kunde und damit auch der Fachhandel sucht.

 

Die robuste Casio G-Shock LCD mit Bluetooth

 

Zum 35-jährigen Jubiläum der Submarke G-Shock lanciert Casio auch wieder vermehrt jene Uhren mit stromsparenden LCD-Display, die bereits in den 80er Jahren viele Handgelenke zierten. Heute sollen Sie das wieder tun, aber natürlich ausgestattet mit zahlreichen zusätzlichen Funktionen und Bluetooth für die Connectivity mit dem Smartphone.

 

Gute Stimmung herrscht vor

Nahezu alle von uns befragten Aussteller berichten über positive Gespräche und Geschäftsabschlüsse. Auch der aus Litauen stammende Hersteller Vostok Europe mit seinen überaus robusten, überwiegend für Taucher und Wassersportler gestalteten Uhren, vermeldet gute Resonanz.

 

Vostok Europe Expedition Everest automatic

 

Von der schlechten Stimmung, die teilweise den Zerwürfnissen auf der Baselworld geschuldet ist, war auf der Inhorgenta wenig zu spüren oder zu hören.

Neben aller Tradition hat sich die Inhorgenta – ganz anders als die Baselworld – schon sehr frühzeitig mit dem digitalen Wandel auseinandergesetzt. Nicht nur in Fragen der Produktvermarktung und Produktpräsentation, sondern auch hinsichtlich der zu präsentierenden Produkte.

 

Die Smartwatch und der digitale Wandel

So kam nun mit Garmin einer der renommiertesten und erfolgreichsten Hersteller intelligenter Uhren mit einem eigenen Stand auf die Messe. Garmin war in der Vergangenheit bereits über Komsa, einem für den Fachhandel wichtigen Distributor, auf der Inhorgenta vertreten, ist aber mittlerweile so erfolgreich auf dem Markt etabliert, dass es an der Zeit war, nach vorne zu treten und sich dem interessierten Publikum selbst zu präsentieren.

 

Garmin Fenix 5 plus

 

Die Inhorgenta belegte mit dem ausgestellten Produktportfolio eindrucksvoll, dass die Smartwatch – entgegen aller früheren Unkenrufe – in der Uhrenszene angekommen ist. Komsa nutzte denn auch die Bühne und stellte die erst zwei Tage zuvor in San Franzisco präsentierte neue Smartwatch von Samsung, die Galaxy Watch Active vor. Die Resonanz war überwältigend.

 

Vorstellung der neuen Samsung Galaxy Watch Active

 

Ein Wunsch für die Zukunft bleibt

Das Inhorgenta-Management, rund um Projektleiterin Stephanie Mändlein, hat ganze Arbeit geleistet und Aussteller wie Besucher gaben uns ein durchweg positives Feedback. Lediglich der Wunsch, die Messe möchte sich doch in Zukunft auch für interessierte Endkunden öffnen, war mehrfach zu hören. Die neue Generation von Kunden sucht die Nähe, die Nähe zum Produkt, aber auch die Nähe zum Hersteller. Umgekehrt möchten die Hersteller die Stimme des Kunden möglichst ungefiltert empfangen können. Look and Feel sind die Schlüsselwörter. Und diesem Anspruch kann eine modern gestaltete Messe mit moderaten Eintrittspreisen bestmöglich nachkommen.

 

Der Handel im Wandel

Ein wichtiges Thema auf der Messe war neben der Präsentation aktueller und neuer Kollektionen aber auch der Wandel im Handel. Die Digitalisierung ist allgegenwärtig und der Kunde von heute und morgen ist nicht mehr der Kunde von gestern. Der ein oder andere Fachhändler hat sich der Veränderung angenommen und die für ihn notwendigen Konsequenzen gezogen. Das ist jedoch längst nicht durchgängig der Fall und so kann davon ausgegangen werden, dass dort, wo die erforderlichen Veränderungen ausbleiben, die Überlebenschancen gering sind. Der Kunde ist wieder König und er ganz allein entscheidet darüber, ob er kauft, wann er kauft, wie er kauft, wo er kauft und natürlich was er kauft.

Hersteller, wie auch Fachhändler sind gut beraten, sich dem zu stellen und die passenden Antworten parat zu haben. Wie das Hin und Her am Beispiel Nomos zeigt, gibt es zwischen stationärem Fachhandel und Online-Vertrieb immer noch eine erbitterte Rivalität. Dem Kunden kann es nur recht sein. Er wird als Sieger hervorgehen. Denn er kauft das beste Produkt zum besten Preis an dem für ihn bestgelegenen POS, auch wenn dieser virtuell über das Internet zu erreichen ist.

 

 

Vielleicht schaffen es ja die deutschen Hersteller, idealerweise gemeinsam mit dem Fachhandel, eine markenübergreifende Handelsplattform für das anspruchsvolle Produkt Uhren auf die Beine zu stellen, anstatt sich in einer aufwendigen und wenig erfolgversprechenden Kleinteiligkeit zu verlieren. Jedem seinen Online-Shop ist wahrlich keine Lösung. BMW und Daimler haben sich jüngst zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Mobilitätsplattform zu schaffen und zu betreiben. Das könnte vielleicht als Ansporn und Vorbild für die Uhrenbranche dienen?

 

Der Inhorgenta Award

Bereits im dritten Jahr in Folge richtete die Inhorgenta den Inhorgenta Award aus. Bei Uhren waren auch in diesem Jahr wieder die Kategorien „Watch Design of the Year“ sowie „Smart & Connected Watches“ ausgeschrieben.
Gab es im Vorjahr einige kritische Stimmen zur Vorauswahl und letztlich auch Preisverleihung in den genannten Kategorien, so konnte das Publikum der diesjährigen Auswahl durchaus folgen.

In der Kategorie „Watch Design of the Year“ konnte die Bulova Curv die Jury am meisten überzeugen.

 

Inhorgenta Award an Bulova für das Modell Curv

 

In der Kategorie „Smart & Connected Watches“ wurde die begehrte Trophäe dem Modell fenix 5+ von Garmin verliehen.

 

Inhorgenta Award an Garmin für das Modell Fenix 5 plus

 

 

Nach der Messe ist vor der Messe

Bereits in wenigen Tagen startet die Baselworld mit einer stark dezimierten Zahl an Ausstellern. Selbst der größte Uhrenhersteller der Schweiz, die Swatch Group, hat seine Teilnahme abgesagt und stellt nun parallel zur Baselworld im Rahmen einer Hausmesse in Zürich aus. Peinlicher und unvorteilhafter für den Standort Basel, aber auch die Uhrenbranche ganz generell, geht es eigentlich nicht mehr.

Der Inhorgenta ist es gelungen, zahlreiche Aussteller zurück zu gewinnen, wollen wir hoffen, dass dies dem neuen Management der Baselworld für die Zukunft ebenfalls gelingen mag. Stabilität und Geschlossenheit wären in der Branche der feinen Uhren ein wichtiger Anker.

 

 

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Die Swatch Group ist von der Abschwächung in China und dem steilen Anstieg bei Smartwatches betroffen

Der Schweizer Uhrengigant Swatch Group hat derzeit mit starkem Gegenwind aus unterschiedlichen Richtungen zu kämpfen. Zum einen macht sich der rückläufige Markt in China negativ bemerkbar und auf der anderen Seite hat die Swatch Group auf die wachsende Akzeptanz der Smartwatch beim Kunden noch immer keine passende Antwort parat. Die Swatch Group hat es bis heute nicht vermocht, an diesem bereits über Jahre hinweg andauernden dynamischen Wachstum bei den sog. Wearables zu partizipieren.

Das Unternehmen erzielte in 2018 ein deutlich schlechteres Jahresergebnis als es von Analysten erwartet war. Der Umsatz stieg im Jahresverlauf zwar um 5,7% auf 8,48 Mrd. Franken (8,54 Mrd. USD) und der Gewinn belief sich auf 767 Mio. Franken. Beide verfehlten die Erwartungen der Analysten von 8,65 Mrd. Franken bzw. 952 Mio. Franken jedoch zum Teil erheblich. Der Aktienkurs schloss daraufhin um 8,2% leichter, der stärkste Rückgang seit Juli 2016.

Seit dem Höchsstand im Juni 2018 fand nahezu eine Halbierung des Aktienkurses statt.

In dem überaus wichtigen vierten Quartal verlief das Geschäft aufgrund eines Abschwungs in Asien und eines rückläufigen Absatzes in Frankreich besonders schwach. Es scheint, als würden chinesische Touristen nicht mehr so viel einkaufen, und die anhaltenden Proteste der „Gelben Weste“ in Frankreich werfen ebenfalls ihre Schatten voraus.

In Asien gab es in den letzten drei Monaten des Jahres 2018 ebenfalls einen spürbaren Nachfragerückgang, insbesondere im Großhandel.

Die gesamte Schweizer Uhrenindustrie stand in den zurückliegenden Jahren vor großen Herausforderungen. Die immer weiter zunehmende Konkurrenz durch neue Produkte – wie z.B. die Apple Watch – war für die Schweizer Uhrenindustrie wenig hilfreich. Insbesondere der Abschwung im unteren Preissegment hat einige Uhrenhersteller gezwungen, den Fokus vermehrt auf hochwertige und damit teure Zeitmesser zu richten. Andere haben auf dem schnell wachsenden Markt für Wearables durch Partnerschaften mit Technologiefirmen, aber auch durch eigene Investitionen, erste vorsichtige Schritte unternommen.

Swatch hat sein Swiss OS genanntes Betriebssystem für intelligente Uhren derzeit noch in Entwicklung. Unter der Marke Tissot soll das erste Modell einer Smartwatch mit dieser Software auf den Markt kommen. Allerdings wurde der Starttermin schon mehrfach verschoben. Die Uhr soll dann u.a. vermutlich die wenig erfolgreiche Tissot Touch Zero One beerben, die primär für Beachvolleyballspieler gedacht war.

Anfang Februar 2019 gab die Swatch Group bekannt, dass Inhaber einer Mastercard in der Schweiz mit einem neuen mobilen Zahlungsdienst, namens SwatchPAY, bezahlen können. An einer mit einem NFC-Lesegerät ausgestatteten Kasse müssen Besitzer von NFC- fähigen Swatch-Modellen ihre Uhr lediglich gegen das Kartenterminal halten, um eine Zahlung auszulösen. Alle wichtigen Daten sind dazu in der Uhr hinterlegt.

SwatchPAY sowie das (hoffentlich) bald verfügbare Swiss OS Betriebssystem lassen zumindest einen gewissen Optimismus, hinsichtlich der weiteren Perspektiven für das Unternehmen aufkommen. Die Smartwatch ist, entgegen den früheren Beteuerungen des CEO der Swatch Group, Nick Hayek, nun doch zu einem festen Bestandteil des Geschäftes mit Uhren in einer modernen Welt geworden.

Von offizieller Seite wurden indes – wie immer – laute und starke Töne verbreitet:

„Die Swatch Group erwartet für 2019, trotz der Probleme im zweiten Halbjahr 2018, ein gesundes Wachstum“, sagte ein Sprecher der Gruppe und fügte hinzu, dass sie bereits im laufenden Monat ein „solides Wachstum“ gesehen haben. „Die Führungsposition der Swatch Group in China wird 2019 eine große Chance für die Gruppe sein, auch wenn die anhaltenden Marktturbulenzen sich nach wie vor störend auswirken.“

Dies gipfelt nun in der neuesten Aktion. Vermutlich mehr aus Verzweiflung zettelt die Swatch Group einen Prozess gegen Samsung an. Der koreanische IT-Multi soll angeblich Zifferblattdesigns von Marken der Swatch Group kopiert und als Watchface auf seine erfolgreichen Smartwatches aufgespielt haben, so der Vorwurf. Die Swatch Group beziffert den Schaden auf mehr als 100 Mio CHF.

Die Swatch Group verfährt dabei wohl ganz nach dem Motto: Wenn man noch nicht genügend Probleme hat, erzeugt man neue, um von eigenen Versäumnissen abzulenken. Offensichtlich treibt die Swatch Group die Sorge um, eine elektronische Display Uhr für 300 EUR könnte vom Kunden mit einer Omega für 5.000 EUR verwechselt werden. Die Swatch Group mit ~ 6 Mrd EUR Umsatz gegen Samsung mit ~ 160 Mrd EUR Umsatz. Der Vorgang könnte interessant und spannend werden.

So kann man die Dinge natürlich auch angehen; zumindest an Selbstbewußtsein scheint noch kein Mangel zu herrschen.

 

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Die neue EBEL Brasilia

Den besonderen Reiz der neuen EBEL Brasilia machen die Gegensätze aus: Einer rechteckigen Uhr stehen feine Rundungen gegenüber. Das Design ist innovativ und trotzdem traditionsreich. Außerdem trifft die schlichte Eleganz auf tadellose Funktionalität in Form eines Schweizer Quarzuhrwerks (wasserfest bis auf 5 bar). Das Armband aus poliertem Edelstahl schmiegt sich angenehm um das Handgelenk und sorgt für eine wunderbare Haptik. Das weiße, zweischichtige Perlmutt-Zifferblatt mit römischen Ziffern oder Diamanten als Indizes bringt die Eleganz der EBEL Brasilia zur Perfektion.

 

EBEL BRASILIA MINI
BRASILIA MINI, Ref. 1216461

Seit Generationen steht der Name EBEL für die Verbindung von technischer Exzellenz und unverkennbarer Ästhetik, von legerer Leichtigkeit und formsicherer Eleganz. Die neue EBEL Brasilia steht ganz im Zeichen dieser Tradition und ist in drei aufeinander abgestimmten Ausführungen erhältlich. Es kann zwischen einem zeitlosen, schlichten Modell, einer Uhr mit Diamantindizes und einer Version mit Edelsteinfassung gewählt werden. Mit einer Breite von 22,9 mm nimmt die EBEL Brasilia den Trend zur schlanken bzw. unaufdringlichen Silhouette auf. Dank des geringen Gewichts und der raffinierten Ausstattung ist sie ebenso filigran wie formschön.

 

EBEL BRASILIA MINI (Ref. 1216461)

  • Werk:
    Quarz ETA 976.001
  • Gehäuse:
    Material: Edelstahl
    Finish: poliert
    Glas: innen entspiegeltes Saphirglas
    Maße: 22,90 mm x 30,00 mm, Dicke: 6,25 mm
    Wasserdicht bis 5 bar
  • Zifferblatt:
    Weißes, opalförmiges Finish mit aufgemaltem „Kissing-E“ und römischen Ziffern
  • Zeiger:
    Stunde – Minute, Facettierte, diamantgeschliffene Stunden- und Minutenzeiger mit Rhodinierung
  • Gliederarmband:
    Polierter Edelstahl, EBEL Faltschließe

 

EBEL BRASILIA Mini (Ref. 1216463)

  • Werk:
    Quarz ETA 976.001
  • Gehäuse:
    Material: Edelstahl
    Finish: poliert
    Fassung: Gehäuse mit 30 Diamanten mit einem Durchmesser von 1,60 = 0,480 Karat, Reinheit: VS
    Glas: innen entspiegeltes Saphirglas
    Maße: 22,90 mm x 30,00 mm, Dicke: 6,25 mm
    Wasserdicht bis 5 bar
  • Zifferblatt:
    Weißes Perlmutt, opalförmiges Finish mit aufgemaltem „Kissing-E“ und 11 Diamanten (0,0715 Karat)
  • Zeiger:
    Stunde – Minute, Facettierte, diamantgeschliffene Stunden- und Minutenzeiger mit Rhodinierung
  • Gliederarmband:
    Polierter Edelstahl, EBEL Faltschließe

 

EBEL BRASILIA Mini (Ref. 1216463)
BRASILIA Mini, Ref. 1216463

 

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DAVOSA Argonautic Lumis T25

Bereits seit 2013 bereichert die „Lumis“-Variante die beliebte DAVOSA Argonautic Modellreihe. Damals sorgte die Innovation für große Beachtung: Borosilikat Glasröhrchen, die mit einem Tritium-Gasgemisch gefüllt sind, befinden sich auf Zeigern und den Stundenmarkierungen und sorgen für dauerhafte Leuchtkraft und das, ohne Nachlassen der Intensität, auch bei absoluter Dunkelheit ohne Energiezufuhr von außen. Damit eignen sich die Lumis Modelle besonders für Einsätze bei extrem schlechten Sichtverhältnissen – im und über Wasser.

Dieses charakteristische Merkmal zeichnet auch die neue Argonautic Lumis T25 aus. Mit der neue Argonautic Lumis T25 bietet der Schweizer Hersteller eine professionelle Taucheruhr mit Helium-Sicherheitsventil, den aktuell besten Leuchteigenschaften, High-Tech Keramiklünetteneinlage und dezenten Farbakzenten.

 

Was sich zum Vorgänger verändert hat nachfolgend im Detail:

 

Für die Stundenmarkierungen hat DAVOSAs Designteam Stahlindexe mit fein satinierter Oberfläche entwickelt. Die Indexe bilden passgenaue Sockel für die Tritium-Gaslichtquellen, die in einem Spezial-Gel auf diesen stoßgesichert gelagert sind.

 

Der Sekundenzeiger ist nun auch im Dunkeln durch einen Leuchtpunkt aus Superluminova BGW09 gut zu identifizieren.

 

DAVOSA Argonautic Lumis T25
Das Datumsfenster nimmt sich dezent zurück mit schwarzem Grund und weißem Druck.

 

Das Helium-Ventil bei 10 Uhr ist mit dem Zeichen für Helium eindeutig gekennzeichnet.

 

DAVOSA Argonautic Lumis T25
Die High-Tech-Keramik Lünette steigt konisch zwischen Edelstahl-Lünetten- und Glasrand an, der Leuchtpunkt im Dreieck bietet Orientierung mit Leuchtmasse BGW09.

 

Die innere Zifferblattzone wurde um eine Guillochierung ergänzt, die auf den Einsatz im Wasser mit einer abstrakten Wellenform hinweist.

 

 

DAVOSA Argonautic Lumis T25

  • Gehäuse:
    Edelstahlgehäuse (316L)
    widerstandsfähige High-Tech Keramiklünette (Farbvarianten: weiß, blau, orange)
    Abmessungen: Durchmesser 43 mm, Höhe 13,8mm, Anstoßbreite 22mm
    verschraubter Stahlboden
    verschraubte Krone
    Manuelles verschraubtes Helium-Sicherheitsventil
    Einseitig entspiegeltes Saphirglas
  • Bandvarianten:
    Massives Metallarmband mit Faltschliesse und Sicherheitsbügel,
    Gewebe Metallarmband mit Faltschliesse und Sicherheitsbügel
  • Werk:
    Schweizer Automatikwerk DAV 3021
  • Preis:
    ab 858 Euro

 

 

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